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Stellantis-Schließung Thüringens Ministerpräsident: Opel-Mutter nutzt Steuerzahler aus

Wegen des Chipmangels hat Stellantis das Opel-Werk in Eisenach bis mindestens 2022 geschlossen. Nun wirft Bodo Ramelow dem Unternehmen vor, das Kurzarbeitergeld auszunutzen.

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Ramelow wirft Stellantis vor eigene Fehler auf den Steuerzahler abzuwälzen Quelle: dpa

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) kritisiert die Opel-Mutter Stellantis wegen des monatelangen Stillstands im Werk Eisenach scharf. Das Unternehmen regle seine Probleme auf Kosten der Steuerzahler, sagte Ramelow dem MRD am Freitag. „Es geht darum, ob das Kurzarbeitergeld mit einkalkuliert wird für die eigene Gesamtproduktivitäts-Rechnung.“ Wenn man als Weltkonzern sage, man sei gut durch die Krise gekommen, dann wäre das ein „bitteres Entlasten des eigenen Versagens auf dem Rücken der Steuerzahler“. Das könne man so nicht akzeptieren.

Stellantis schließt das Opel-Werk in Thüringen wegen der Chipkrise mindestens bis zum Jahresende. Ein konkretes Datum zu einem Neustart nannte ein Opel-Sprecher zuletzt nicht. Anfang 2022 solle die Produktion wieder anlaufen, sofern es die Situation in der Lieferkette zulasse.

Für die Beschäftigten sei Kurzarbeit vorgesehen. Ein Teil der Produktion werde in der Zwischenzeit vorübergehend ins Werk Sochaux in Frankreich ausgelagert. Opel produziert in Eisenach den Geländewagen Grandland in der Verbrenner- und Hybridversion. In dem Werk in Thüringen sind etwa 1300 Mitarbeiter beschäftigt.

Die Chipkrise macht seit Jahresanfang der Autobranche weltweit zu schaffen, Hersteller von Audi bis Volkswagen mussten Kurzarbeit anmelden. Allerdings ist es ungewöhnlich, dass die Produktion gleich für ein Vierteljahr ganz auf Eis gelegt wird. Die meisten anderen Autobauer versuchen, wenigstens einzelne Linien am Laufen zu halten.

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