Umweltschutz Ministerin Lemke sieht gute Basis für Umwelt-Kooperation mit Polen

Deutschland und Polen könnten nach drei Jahrzehnten auf bewährten Strukturen aufbauen. Allerdings sind sich die Länder nicht bei jedem Thema einig.

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Im Gegensatz zu Deutschland, das 2022 endgültig aus der Atomkraft aussteigen will, plant Polen einen massiven Einstieg in die Atomenergie. Quelle: dpa

Bundesumweltministerin Steffi Lemke sieht eine gute Basis für die Umweltschutz-Zusammenarbeit mit Polen. Deutschland und Polen könnten nach drei Jahrzehnten „erfolgreicher Zusammenarbeit“ auf bewährten Strukturen aufbauen, sagte die Grünen-Politikerin am Dienstag bei einer Pressekonferenz mit ihrer polnischen Amtskollegin Anna Moskwa in Warschau.

Es gebe aber auch Themen, etwa die Atomkraft, bei denen Deutschland und Polen „unterschiedliche Auffassungen und Ziele“ hätten, betonte Lemke bei ihrem Antrittsbesuch. Hier sei es „enorm wichtig“, auf Dialog zu setzen.

Im Gegensatz zu Deutschland, das 2022 endgültig aus der Atomkraft aussteigen will, plant Polen einen massiven Einstieg in die Atomenergie. Bislang steht in dem Land noch kein einziges Akw. Zwei favorisierte Standorte für den Bau solcher Kraftwerke liegen in der Nähe der Ostsee.

Spätestens 2026 soll mit dem Bau des ersten Reaktorblocks begonnen werden. Dieser soll 2033 ans Netz gehen, wie es in einem zuletzt vorgelegten Strategiepapier hieß. Bis 2043 sollen fünf weitere Reaktorblöcke folgen. Die Atomkraftwerke sollen Polen auch beim Ausstieg aus der Kohle helfen. Gegenwärtig gewinnt das Land fast 80 Prozent seiner Energie aus Stein- und Braunkohle.

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