Aareal Bank „Bad Bank“ verkauft Westimmo für 350 Millionen Euro

Die „Bad Bank“ wickelt Schritt für Schritt die WestLB ab. Jetzt bekommt die Mainzer Tochter Westimmo einen neuen Eigentümer, die Immobilienfinanzierer Aareal Bank.

Rekordgewinne für die Aareal Bank Quelle: dpa

Die „Bad Bank“ für WestLB-Aktivitäten kommt bei der Abwicklung der zerschlagenen Landesbank Nordrhein-Westfalens einen großen Schritt voran: Die Aareal Bank übernimmt für 350 Millionen Euro die Westdeutsche Immobilienbank von der Ersten Abwicklungsanstalt, wie die „Bad Bank“ offiziell heißt. Das teilten beide Seiten am Sonntag in Düsseldorf und Wiesbaden mit.

„Die Transaktion beschleunigt den Abbau von Risiken erheblich. Das ist eine gute Nachricht für unsere öffentlichen Garantiegeber und damit letztlich für den Steuerzahler“, erklärte Matthias Wargers, Vorstandssprecher der „Bad Bank“. Auch der Verkaufszeitpunkt sei günstig: Die Westimmo mit Sitz in Mainz habe zwar zuletzt beachtliche Überschüsse erzielt, dürfe als „Bad Bank“-Tochter aber kein Neugeschäft machen.

WestLB: Von der „Hülfskasse“ zur Zerschlagung

Das Unternehmen arbeite aber profitabel, erklärte die Aareal Bank. Sie verfüge „über eine funktionsfähige internationale Bankplattform sowie über Mitarbeiter mit großer internationaler Expertise im Immobilienfinanzierungsgeschäft“. Das Geschäft solle noch im ersten Halbjahr abgeschlossen werden. Voraussetzung dafür sei die Zustimmung der deutschen Finanzaufsicht Bafin, der Europäischen Zentralbank sowie der Kartellbehörden. Die Aareal Bank rechnet im Zuge der Übernahme mit einem Einmalertrag von etwa 150 Millionen Euro zum Abschluss der Transaktion, wie es hieß.

Immobilienpreise in Europa

Nach Darstellung von Wargers beläuft sich die Gesamtsumme der Kapitalrückflüsse und Erträge aus der Beteiligung an der Westimmo - von der Übernahme bis einschließlich Verkauf - für die „Bad Bank“ auf deutlich mehr als 800 Millionen Euro. „Dieser Betrag übersteigt bei weitem den Buchwert zum Übernahmezeitpunkt im Jahr 2012.“

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Mit dem Westimmo-Verkauf reduziere sich bei der „Bad Bank“ der Bestand an Krediten und Wertpapieren gegenüber Ende 2014 um rund zehn Milliarden Euro. Das seien etwa 20 Prozent der noch vorhandenen Bestände im Bankbuch der Ersten Abwicklungsanstalt. Die Westimmo, die 280 Mitarbeiter Mitte 2014 hatte, ist auf gewerbliche Immobilien- Finanzierungen spezialisiert. Sie gehörte zur WestLB, die in der Finanzkrise in Schieflage geriet und Mitte 2012 zerschlagen wurde.

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