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Wirtschaftswachstum DIHK senkt Deutschlands Wachstumsprognose deutlich

Die deutschen Firmen werden einer DIHK-Umfrage zufolge angesichts von Personal-Engpässen und Handelsstreitigkeiten in der Welt skeptischer. Quelle: dpa

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag hat seine Prognose für das Wirtschaftswachstum in Deutschland angesichts des Handelsstreits mit den USA deutlich gesenkt. Der Hauptgrund: die Handelspolitik der USA.

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Globale Risiken wie der Handelskonflikt zwischen den USA und der EU machen der exportstarken deutschen Wirtschaft zunehmend Sorgen. "Die Unternehmen blicken weniger optimistisch als zuletzt auf ihre künftigen Geschäfte", teilte der Deutsche Industrie- und Handelskammertag mit. Die größten Sorgen seien der Fachkräftemangel und politische Unsicherheiten.

Bei den Exporterwartungen führten der Handelsstreit mit den USA und ein insgesamt wachsender Protektionismus laut DIHK zu einem "spürbaren Dämpfer". Nur noch 33 Prozent rechneten mit besseren Geschäften im Ausland nach 38 Prozent zu Jahresbeginn. Handelshemmnisse nähmen seit geraumer Zeit zu, wie es hieß. Der Vormarsch des Protektionismus habe mit der Einführung höherer Zölle durch die USA eine neue Dimension erreicht. Präsident Donald Trump hatte zuletzt angekündigt, EU-Unternehmen nur bis zum 1. Juni von den im März eingeführten US-Sonderabgaben auf Stahl und Aluminium auszunehmen. Die EU will eine dauerhafte Ausnahmeregelung und stellt den USA im Gegenzug Handelserleichterungen in Aussicht.

Zwar bleibe die deutsche Wirtschaft insgesamt in einer guten Verfassung, heißt es beim DIHK. Die Unternehmen blickten aber etwas weniger optimistisch als zuletzt auf ihre künftigen Geschäftschancen. Von einer Besserung in den nächsten zwölf Monaten gingen jetzt 26 Prozent der Befragten aus - nach 27 Prozent zu Jahresbeginn. Die Geschäftslage werde von 51 Prozent der Firmen als gut bewertet, Anfang 2018 waren es noch 54 Prozent. Allerdings sei der aktuelle Wert immer noch der zweitbeste der vergangenen 25 Jahre.

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