Foto-Messengerdienst Snapchat reagiert mit Stellenabbau auf lahmendes Wachstum

Der Umsatz des Messengerdienstes ist so wenig gewachsen wie noch nie in der Firmengeschichte. Snap-Chef Evan Spiegel will nun jeden fünften Job streichen.

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Firmenchef Evan Spiegel will ein Fünftel der Stellen streichen und die Werbe-Abteilung umbauen. Quelle: Reuters

Der Foto-Messengerdienst Snapchat verzeichnet ein für das Unternehmen historisch niedriges Umsatzwachstum und setzt deshalb bei den Arbeitsplätzen die Axt an. Das Umsatzplus im dritten Quartal weise mit bislang acht Prozent wohl den geringsten Zuwachs in der Geschichte des Unternehmens seit dem Börsengang 2017 aus, wenn sich der Trend verstetigen sollte, erklärte Evan Spiegel, Chef des Snapchat-Mutterkonzerns Snap, in einer öffentlichen Mitteilung an die Beschäftigten.

Das Netzwerk aus Kalifornien – bekannt dafür, dass Nachrichten und Fotos nach dem Empfang wieder gelöscht werden – hatte in der Vergangenheit ein rasantes Wachstum verzeichnet. Doch das hat sich geändert. Snap wolle nun ein Fünftel der Stellen streichen und seine Werbe-Abteilung umbauen. Zum Jahresende 2021 beschäftigte das Internet-Unternehmen über 5600 Menschen.

Die Werbeausgaben sinken angesichts anziehender Inflation, steigenden Zinsen und der Sorgen um einen wirtschaftlichen Abschwung – dies trifft den auf Werbe-Einnahmen angewiesenen Konzern Snap. Auch bei anderen Internetriesen steht das Werbegeschäft für einen Großteil der Einnahmen, Snap gilt deshalb als einer der Indikatoren für die Entwicklung der Branche. Snap müsse sich auf das neue Marktumfeld einstellen, mahnte Spiegel.

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