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ADAC-StudieWer zwischen 18 und 20 Uhr tankt, zahlt weniger

Ob Diesel oder Benzin – morgens ist Benzin deutlich teurer als am frühen Abend. Das ist das Ergebnis einer ADAC-Untersuchung. Im August sollten Autofahrer demnach besonders wachsam sein.Marc Etzold 15.10.2014 - 17:47 Uhr

Erschütterndes Testergebnis

Von den 91 geprüften Fahrzeugen lag der im Unterschied zu den Herstellerangaben festgestellte Mehrverbrauch bei 55 Wagen teils deutlich über der Marke von zehn Prozent. Diese Grenze muss laut herrschender Rechtsprechung überschritten werden, wenn der Autokaufvertrag erfolgreich angefochten werden soll. Voraussetzung dafür ist in aller Regel auch das Gutachten eines anerkannten Sachverständigen, der die besagte Verbrauchsdifferenz bestätigen muss.

Die Bildergalerie zeigt die Testergebnisse ausgewählter Fahrzeuge: Die erste Ziffer gibt immer den Spritverbrauch laut Hersteller an. Die zweite den tatsächlichen Verbrauch im Rahmen des ACE-Tests.

Foto: dapd

Ford Focus

Focus 1.6 Ti-VCT: Werksangabe: 6,6 Liter Super - ACE-Test: 7,9 Liter

Focus 1.6 TDCi TREND: Werksangabe: 5,1 Liter Diesel - ACE-Test: 5,2 Liter

Focus 2.0 TDCi: Werksangabe 4,9 Liter Diesel - ACE-Test 5,1 Liter

Foto: CLARK/obs

Opel Corsa

Corsa 1.7 CDTI Cosmo: Werksangabe: 4,8 Liter Diesel - ACE-Test: 5 Liter

Foto: CLARK/obs

Audi Q3

Q3 2.0 TDI Quattro S tronic: Werksverbrauch: 5,9 Liter Diesel - ACE-Test: 7,9 Liter

Foto: CLARK/obs

Audi A4

A4 1.8 TFSI: Werksangabe: 7,1 Liter Super - ACE-Test: 8,1 Liter

A4 2.7 TDI Avant Multitronic: 6,4 Liter Diesel - ACE-Test; 6,5 Liter

Foto: CLARK/obs

Audi A6 Avant

A6 Avant 2.0 TDI: Werksangabe: 5,8 Liter Diesel - ACE-Test: 6,7 Liter

A6 Avant 3.0 TDI quattro: Werksangabe: 5,8 Liter Diesel - ACE-Test: 6,9 Liter

Foto: CLARK/obs

Škoda Rapid

Rapid 1.9 TDI: Werksangabe: 4,4 Liter Diesel - ACE-Test: 4,6 Liter

Foto: dpa

Renault Mégane

Mégane dCi 110: Werksangaben: 4,4 Liter Diesel - ACE-Test: 5,1 Liter

Mégane 1.5 dCi eco: Werksangaben: 4,4 Liter Diesel - ACE-Test: 5,1 Liter

Foto: dpa

Alfa Romeo Mito

MiTo 1.4 TB 16 V MultiAir: Werksangaben: 5,6 Liter Super - ACE-Test: 7 Liter

Foto: dpa

Ford Mondeo

Mondeo Turnier 1.6: Werksangaben: 4,9 Liter Diesel - ACE-Test: 5,2

Foto: REUTERS

BMW

116d: Werksangaben: 4,4 Liter Diesel - ACE-Test: 4,8 Liter

118d: Werksangaben: 4,4 Liter Diesen - ACE-Test: 4,6 Liter

118i: Werksangaben: 6,1 Liter Super - ACE-Test: 7 Liter

320d: Werksangaben: 4,7 Liter Diesel - ACE-Test: 5,2 Liter

520d: Werksangaben: 4,7 Liter Diesel - ACE-Test: 6,4 Liter

Foto: AP

BMW X1

X1 xDrive 18d: Werksangaben: 5,7 Liter Diesel - ACE-Test: 5,9

X1 xDrive 20d Steptronic: Werksangaben: 6,2 Diesel - ACE-Test: 8,2

Foto: CLARK/obs

Volvo V40

V40 D2: Werksangaben: 3,6 Liter Diesel - ACE-Test: 4,8 Liter

Foto: dapd

Peugeot 3008

3008 2.0 HDI FAP: Werksangaben: 5,7 Liter Diesel - ACE-Test: 5,9 Liter

Foto: dpa-tmn

Dacia

Lodgy dCi 90: Werksangaben: 4,2 Liter Diesel - ACE-Test: 4,1

Foto: dpa-tmn

Citroen C3 Picasso

C3 Picasso HDi 90: Werksangaben: 4,6 Liter Diesel - ACE-Test: 5,5 Liter

C3 Picasso HDi 110 FAP: Werksangaben: 4,9 Liter Diesen - ACE-Test: 5,3 Liter

Foto: Reuters

Toyota

Auris 2.0 D-4D: Werksangaben: 5,7 Liter Diesel - ACE-Test: 6 Liter

Yaris 1.4 D-4D Cool: Werksangaben: 3,9 Liter Diesel - ACE-Test: 4 Liter

Foto: dapd

Renault Twingo

Twingo 1.2: Werksangaben: 5,7 Liter Super - ACE-Test: 5,1

Foto: Blumenbüro Holland/dpa/gms

Skoda Fabia

Fabia 1.9 TDI DPF: Werksangaben: 5 Liter Diesel - ACE-Test: 5,7 Liter

Foto: AP

Opel Meriva

Meriva 1.4 ecoFlex : Werksangaben: 6,2 Liter Super - ACE-Test: 6,9 Liter

Foto: AP

Chevrolet Cruze

Cruze 1.8 LS: Werksangaben: 6,8 Liter Super - ACE-Test: 7,3

Foto: AP

Hyundai

ix20 blue 1.4 CRDI: Werksangaben: 4,3 Liter Diesel - ACE-Test: 4,6 Liter

ix20 1.4 CRDi: Werksangaben: 4,5 Liter Diesel - ACE-Test: 5,9 Liter

i30 1.6 CRDi: Werksangaben: 4,7 Liter Diesel - ACE-Test: 5,3 Liter

i30 blue 1.6 CRDi Trend: Werksangaben: 3,7 Liter Diesel - ACE-Test: 5 Liter

i40 cw 1.7 CRDi: Werksangaben: 5,6 Liter Diesel- ACE-Test: 6,2 Liter

ix35 2.0 CRDi: Werksangaben: 5,7 Liter Diesel - ACE-Test: 7,2 Liter

Foto: AP

Kia

Rio 1.4 CRDi Spirit: Werksangaben: 4,3 Liter Diesel - ACE-Test: 4,4 Liter

Cee´d 1.6: Werksangaben: 6 Liter Super - ACE-Test: 8 Liter

Cee´d 1.6 CRDi Edition 7: Werksangaben: 3,7 Liter Diesel - ACE-Test: 4,9 Liter

Cee´d Sportswagon 1.4 CRDi: Werksangaben: 4,3 Liter Diesel - ACE-Test: 5,1 Liter

Soul 1.6 CRDi: Werksangaben: 5,2 Liter Diesel - ACE-Test: 5,8 Liter

Foto: AP

VW Golf

Golf 1.4 TSI: Werksangaben: 6,2 Liter Super - ACE-Test: 6,2 Liter

Golf 1.6 TDI Trendline: Werksangaben: 4,5 Liter Diesel - ACE-Test: 5,5 Liter

Golf 2.0 TDI: Werksangaben: 4,8 Liter Diesel - ACE-Test: 4,9 Liter

Golf Plus 1.4 TSI Comfortline: Werksangaben: 6,5 Liter Super - ACE-Test: 7,2 Liter

Foto: AP

Ford Galaxy

Galaxy 2.0 TDCi: Werksangaben: 5,7 Liter Diesel - ACE-Test: 7,9

Foto: Blumenbüro Holland/dpa/gms

Audi A1

A1 1.6 TDI: Werksangaben: 3,9 Liter Diesel - ACE-Test: 4,9 Liter

Foto: REUTERS

VW Tiguan

Tiguan 2.0 TDI Track&Field: Werksangaben: 6,6 Liter Diesel - ACE-Test: 6 Liter

Foto: Blumenbüro Holland/dpa/gms

VW Passat

Passat 1.6 TDI BlueMotion: Werksangaben: 4,4 Liter Diesel - ACE-Test: 5,1 Liter

Passat Variant 1.6: Werksangaben: 4,4 Liter Diesel - ACE-Test: 5,2 Liter

Foto: dpa

Opel Astra

Astra 1.4 Turbo: Werksangaben: 5,9 Liter Super - ACE-Test: 6,9 Liter

Astra 1.7 CDTi: Werksangaben: 3,7 Liter Diesel - ACE-Test: 4,1 Liter

Astra 2.0 CDTI Sport: Werksangaben: Werksangaben: 4,8 Liter Diesel - ACE-Test: 5,6 Liter

Foto: CLARK/obs

Seat Ibiza

Ibiza 1.6 TDI CRSeat Ibiza: Werksangaben: 4,2 Liter Diesel - ACE-Test: 5,2 Liter

Foto: Blumenbüro Holland/dpa/gms

Opel Insignia

Insignia 2.0 CDTi Selection: Werksangaben: 5 Liter Diesel - ACE-Test: 5,9 Liter

Foto: dpa-tmn

Skoda Octavia

Octavia 1.4 TSI: Werksangaben: 6,3 Liter Super - ACE-Test: 6,8 Liter

Octavia Combi 1.8 TSI: Werksangaben: 6,6 Liter Super - ACE-Test: 7,2 Liter

Foto: CLARK/obs

Mercedes B-Klasse

B 200 CDI: Werksangaben: 4,4 Liter Diesel - ACE-Test: 5,2 Liter

Foto: dpa-tmn

VW Touran

Touran 2.0 TDI: Werksangaben: 6,6 Liter Diesel - ACE-Test: 6,6 Liter

Foto: AP

Ford C-MAX

C-Max 2.0 TDCi: Werksangaben: 5,1 Liter Diesel - ACE-Test: 5,7Liter

Foto: Reuters

VW Up

Up 1.0: Werksangaben: 4,7 Liter Super - ACE-Tets: 5,5 Liter

Foto: dpa

Morgens auf dem Weg zur Arbeit: Die Spritanzeige blinkt bereits eine Weile rot auf. „Dann eben noch schnell tanken, gestern Abend war Benzin ja recht günstig.“ So zumindest der Gedanke. An der Tankstelle folgt dann die böse Überraschung: Im Vergleich zum Vorabend ist der Benzinpreis um knapp zehn Cent gestiegen.

Jeder Autofahrer hat diese Szene wohl schon Dutzende Male erlebt. Binnen weniger Stunden schwankt der Spritpreis massiv. Der ADAC hat nun eine Untersuchung durchgeführt, die diese gefühlte Wahrheit zur Gewissheit werden lässt. Tanken ist demnach in den Morgenstunden am teuersten, abends zwischen 18 und 20 Uhr dann am günstigsten. Die Ergebnisse beziehen sich auf Benzin und Diesel. Im Tagesverlauf schwanken die Preise durchschnittlich um mehr als acht Cent.

Kraftstoffpreise in Deutschland. (zum Vergrößern bitte anklicken)

Foto: WirtschaftsWoche

Der Automobilclub hat die Benzinpreise über den Zeitraum von einem Jahr verglichen – vom 1. Oktober 2013 bis zum 30. September 2014. Die Daten der rund 14.000 Tankstellen in ganz Deutschland hat die Markttransparenzstelle für Kraftstoffe bereitgestellt, die vor einem Jahr beim Bundeskartellamt eingerichtet wurde.

Für Alexander von Gersdorff vom Mineralölwirtschaftsverband (MWV) sind die Ergebnisse keine Überraschung. Aufgrund des hohen Wettbewerbs würden sich die Tankstellenbetreiber im Verlauf des Tages immer stärker unterbieten. „Gegen 20 Uhr ist dann der Nullpunkt erreicht. Dann macht eine Tankstelle keinen Gewinn mehr und muss die Preise wieder anheben“, sagte Gersdorff WirtschaftsWoche Online.

So schwanken die Spritpreise im Tageslauf. (zum Vergrößern bitte anklicken)

Foto: WirtschaftsWoche

Dieser Analyse stimmt auch ADAC-Kraftstoffexperte Jürgen Albrecht zu. Nach dem Feierabend würde sich zudem die Kundschaft an vielen Tankstellen ändern. Wer abends zur Tankstelle fährt, um beispielsweise Zigaretten oder Alkohol zu kaufen, achte weniger auf den Benzinpreis – so die Logik.

Albrecht hofft, dass die ADAC-Ergebnisse mehr Menschen motivieren, am späten Nachmittag oder frühen Abend zu tanken. „Das würde den Wettbewerb noch weiter verschärfen“, sagte er WirtschaftsWoche Online. Zu welcher Uhrzeit Autofahrer derzeit hauptsächlich tanken, wissen die Experten von ADAC Mineralölwirtschaftsverband aufgrund fehlender Daten jedoch nicht.

Früher galten insbesondere Sonn- und Montage als günstig und Freitage als teuer zum Tanken. Diese Faustformel funktioniert laut ADAC heute aber nicht mehr. „Der Verlauf sieht an jedem Tag der Woche ähnlich aus.“ Lediglich am Sonntag seien die Schwankungen etwas geringer, weil dann insgesamt weniger Menschen ihr Auto nutzen würden.

Neben der Uhrzeit kann sich auch die Wahl der Tankstelle positiv auf den Geldbeutel der Kunden auswirken. So sind freie Tankstellen in der Regel günstiger als Markentankstellen. Eine genaue Übersicht über die aktuellen Spritpreise geben Online-Preisvergleiche wie www.adac.de/tanken oder www.clever-tanken.de. Die Anbieter haben auch Smartphone-Apps auf den Markt gebracht.

Auffällig in der ADAC-Untersuchung sind die Monate April und August: Während im Frühling die Spritpreise lediglich um etwa sieben Cent variieren, ist im Sommermonat ein Schwankungsmaximum von über 10 Cent zu erkennen. Laut ADAC ist dies auf das Kräftespiel von Angebot und Nachfrage zurückzuführen. Wer also im Sommer tankt, kann entweder ein richtiges Schnäppchen machen oder muss mehr Geld als sonst für eine Tankfüllung ausgeben.

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