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Klimaschutz Die globale Ohnmacht

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Starke Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen

Braunkohlekraftwerk Jaenschwalde Quelle: dapd

Dabei hatten die Regierungschefs schon 1997 im japanischen Kyoto beschlossen, den jährlichen Treibhausgas-Ausstoß bis 2012 unter den Stand von 1990 zu senken. Doch das Ziel ist nicht mehr zu erreichen. Schlimmer noch: Eine gerade veröffentlichte Studie des US-Energieministeriums belegt, dass die globalen CO2-Emissionen so stark gestiegen sind wie nie zuvor. Laut IEA erreichte der CO2-Ausstoß mit 30,6 Gigatonnen 2010 einen traurigen Rekordwert. Und mit jeder weiteren Tonne CO2 heizt sich das Klima weiter auf.

In einem neuen Report warnt die IEA daher vor der zunehmenden Abhängigkeit der Welt von fossilen Brennstoffen: Die Hälfte des im vergangenen Jahrzehnt hinzugekommenen Stromverbrauchs wird mit Kohle gedeckt, dem Klimakiller Nummer eins. Auch in Deutschland sind neue Kohlekraftwerke in der Diskussion, nachdem die Bundesregierung den Ausstieg aus der Kernenergie vorgezogen hat. Das Comeback der Kohle ist ein globaler Trend: Allein in China geht im Durchschnitt jede Woche ein neuer Meiler ans Netz.

Um die Klimaziele noch erreichen zu können, ist stattdessen eine tief greifende Veränderung des globalen Energiesystems erforderlich. Vor allem aber müsste sich die Weltgemeinschaft auf verbindliche Regeln einigen: Das in Kyoto beschlossene Klimaabkommen, mit dem konkrete Reduktionsziele für Treibhausgase vereinbart wurden, läuft nächstes Jahr aus. Kaum jemand würde im Moment darauf wetten, dass in Durban eine Nachfolgeregelung gefunden wird. Wichtige Länder wie etwa Russland, Japan und Großbritannien plädieren dafür, neue verbindliche Reduktionsziele frühestens 2018 zu vereinbaren.

Ist vor dem Hintergrund dieser globalen Ohnmacht wirksamer Klimaschutz noch möglich? Welche Optionen bleiben? Auf den nächsten Seiten finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen zum bevorstehenden Klimagipfel.

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