1. Startseite
  2. Technologie
  3. Wirtschaft von oben
  4. Wirtschaft von oben #44 – Garnelenzucht: Hier wird Chinas Einfluss auf den Iran sichtbar

Wirtschaft von oben #44 – GarnelenzuchtHier wird Chinas Einfluss auf den Iran sichtbar

Irans Wirtschaft ist mit China eng verknüpft. Mit ein Grund, warum das Land als eines der ersten vom Coronavirus schwer getroffen wurde. Die Nähe zeigt sich aber noch anders – und zwar in gewaltigen neuen Garnelenfarmen. „Wirtschaft von oben“ ist eine Kooperation mit LiveEO.Thomas Stölzel 01.04.2020 - 08:41 Uhr
Foto: LiveEO/Skywatch

Die Wirtschaft des Irans ist inzwischen eng verknüpft mit der von China. Die neue Seidenstraße führt durch den Iran. Und auch, dass das Land als eines der ersten vom Coronavirus schwer getroffen war, ist ein Indiz für enge Beziehungen.

Chinas Einfluss wird jetzt sogar aus dem Weltall sichtbar: in Form von riesigen Zuchtanlagen für Garnelen. Exklusive Satellitenbilder von LiveEO zeigen deutlich, dass im Süden des Landes an der Straße von Hormus gewaltige Becken für Garnelen entstehen und sich mit Wasser füllen – an Orten, wo bisher nur staubige Einöde herrschte. Eine der größten neuen Farmen östlich der Hafenstadt Bandar Abbas erstreckt sich über rund zehn Kilometer.

Bilder: LiveEO

Die meisten im Iran gezüchteten Garnelen gehen inzwischen nach China. Allein in den vergangenen sieben Jahren hat sich die Shrimp-Produktion vervierfacht, auf zuletzt 50.000 Tonnen im Jahr 2019. Die iranische Regierung pumpt derweil jede Menge Geld in die Expansion – nicht zuletzt, weil das Land neuerdings auch offiziell wichtiger Garnelen-Lieferant für die Volksrepublik ist.

Einen besonderen Schub bekam die Produktion im vergangenen Jahr, als China ein Importverbot auf saudi-arabische Shrimps verhängte und erstmals direkte Importe aus dem Iran erlaubte. Medienberichten zufolge hatte der chinesische Zoll zuvor Tiere aus Saudi-Arabien entdeckt, die vom sogenannten Weißfleckensyndrom-Virus befallen waren. Dieser verursacht eine unter Shrimps hochansteckende Krankheit, die zum Massensterben der Tiere führen kann.

28.02.2020: Etwas weiter südöstlich von Bandar Abbas gibt es eine weitere riesige Garnelenfarm. Foto: LiveEO/Skywatch

Branchenbeobachter halten das Argument allerdings für vorgeschoben und bezweifeln, dass es kranke saudische Garnelen gegeben hat. Auch weil die Behörden unmittelbar danach die ersten iranischen Händler zuließen. Zuvor hatte der Iran Garnelen-Lieferungen an China noch über Vietnam schleusen müssen.

Zwei Gegenden sind den Satellitenaufnahmen zufolge zurzeit besonders aktiv in der Shrimps-Produktion: die Provinz Hormusgan im Süden und die Provinz Bushehr, die sich an der Küste des Persischen Golfs hinaufzieht. Eine große neue Anlage entsteht aber auch in der Provinz Golestan am Kaspischen Meer.

Die Rubrik entsteht in Kooperation mit dem Erdobservations-Start-up LiveEO – dieses ist eine Beteiligung der DvH Ventures, einer Schwestergesellschaft der Holding DvH Medien, ihrerseits alleiniger Anteilseigner der Handelsblatt Media Group, zu der auch die WirtschaftsWoche gehört.

Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
Stellenmarkt
Die besten Jobs auf Handelsblatt.com
Anzeige
Homeday
Homeday ermittelt Ihren Immobilienwert
Anzeige
IT BOLTWISE
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Remind.me
Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s
Anzeige
Presseportal
Lesen Sie die News führender Unternehmen!
Anzeige
Bellevue Ferienhaus
Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen
Anzeige
Übersicht
Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche
Anzeige
Finanzvergleich
Die besten Produkte im Überblick
Anzeige
Gutscheine
Mit unseren Gutscheincodes bares Geld sparen
Anzeige
Weiterbildung
Jetzt informieren! Alles rund um das Thema Bildung auf einen Blick