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Keimfrei wie beim Profi Wie Sie Ihren Dienstwagen richtig desinfizieren

In Corona-Zeiten sollten geteilte Autos regelmäßig gereinigt werden Quelle: Spotpress

Wenn ein Auto von verschiedenen Personen gefahren wird, muss es gerade in dieser Zeit nach der Nutzung gründlich gereinigt werden. Hier ein paar Profi-Tipps.

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Wer ein Auto aus einer Firmenflotte nutzt oder anderweitig mit anderen teilt, sollte es nach Gebrauch desinfizieren. Auch für Fahrzeugaufbereiter, Werkstätten und ähnliche Betriebe spielt die Hygiene aktuell eine besondere Rolle, müssen doch Kundenfahrzeuge und Ersatzwagen regelmäßig desinfiziert werden. Wie das am besten geht, haben nun Vertreter der Kfz-Werkstatt-Branche in einer Praxisstudie ermittelt. Die Profi-Tipps eignen sich auch für den Hausgebrauch. Benötigt werden lediglich Einmaltücher und Haushaltsreiniger.

Vor Beginn der Reinigung rät das von der Interessengemeinschaft für Fahrzeugtechnik und Lackierung und vom Zentralverband Karosserie- und Fahrzeugtechnik (ZFK) verfasste Papier zum Anlegen einer Schutzmaske und zum Anziehen von Handschuhen. Dann befeuchtet man ein Einmaltuch mit fettlösendem Reiniger oder nimmt sich in Seifenlauge getränkte Fertigtücher zur Hand und beginnt mit der äußerlichen Reinigung des Autos.

Zum Anfang sind die Türgriffe dran. Im Zuge des Abwischens werden die Türen geöffnet, damit der Innenraum schon einmal gut gelüftet wird. Anschließend geht es außen weiter mit den Türrahmen, dem Tankdeckel und den Griffen der Kofferraumklappe. Dabei sollte das Einmaltuch regelmäßig befeuchtet werden. Ist die Karosserie gereinigt, kommt das benutzte Einmaltuch in den Müll. Für den Innenraum nutzt man ein frisches Exemplar.


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Zunächst wird nun vom Fahrersitz aus das Cockpit gereinigt. Dabei ist darauf zu achten, auch die Rückseiten von Lenkrad, Schaltern und Griffen abzuwischen. Ein eventuell vorhandenes Touch-Display darf ebenso wenig vergessen werden wie die Motorhaubenentriegelung und die Lenkrad- beziehungsweise Sitzverstellung. Anschließend erweitert man den Arbeitsbereich und reinigt an allen Plätzen Türgriffe und Fensteröffner, den Griff für das Handschuhfach, die Gurtschlösser, die Gurte selbst und die Gurtpeitschen, in die die Verschlüsse einrasten. Im Fond werden zudem soweit vorhanden Aschenbecherdeckel und Mittelkonsole abgewischt. Sind Fingerabdrücke an der Scheibe zu sehen, werden diese auch entfernt.

Die Praxisstudie will nicht nur den besten Weg aufzeigen, sondern hat für die betriebliche Planung und Abrechnung auch Zeit- und Kostenaufwand ermittelt. Rund 15 Minuten benötigt demnach ein ungeübter Mitarbeiter für die Säuberung, die Materialkosten belaufen sich demnach auf 7,50 Euro. Die Werte gelten sowohl für die händische Wisch-Reinigung als auch für die alternative Kaltvernebelung. Dabei wird der Innenraum des Wagens für 15 Minuten mit Bleiche (Natriumhypochlorid) bedampft und desinfiziert – ohne die Gefahr, dass eine Kontaktfläche vergessen wird. Privatpersonen dürften allerdings anders als einige Profibetriebe weder Natriumhypochlorid noch die Verdampferpistole in die Hand nehmen.

Mehr zum Thema: Mit der passenden Strategie können Sie die Steuer auf privat gefahrene Dienst- und Firmenwagen senken.

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