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„Sehr schlechtes zweites Quartal“ erwartetVW peilt weiter operativ positives Jahresergebnis an

Volkswagen kämpft wie die anderen Autobauer gegen die Corona-Folgen und hofft dabei weiter auf ein positives Jahresergebnis. Bei einer internen Veranstaltung appellierte Konzernchef Herbert Diess an seine VW-Führungskräfte.Annina Reimann, Martin Seiwert 15.06.2020 - 12:30 Uhr

Angesichts des Coronavirus hatte der Volkswagen Konzern von Januar bis April Markteinbrüche von bis zu 90 Prozent zu verzeichnen.

Foto: dpa

Volkswagen kämpft weiter um ein positives Jahresergebnis. Bei einer internen Veranstaltung für Führungskräfte appellierte Konzernchef Herbert Diess an seine Executives: „Jeder muss seinen Beitrag leisten, damit wir zumindest ein operativ positives Jahresergebnis schaffen. Das geht nur mit höchster Kostendisziplin.“ Das geht aus dem internen Executive-Newsletter „Volkswagen Management Info“ hervor, der der WirtschaftsWoche vorliegt. Demnach liegt eine „wirtschaftlich schwierige Zeit“ vor Volkswagen.

Auch Konzernfinanzvorstand Frank Witter blieb optimistisch. Während Volkswagen im ersten Quartal 2020 noch ein positives operatives Ergebnis verzeichnet habe, sorge die Corona-Krise absehbar für ein „sehr schlechtes zweites Quartal“, sagte Witter. Dennoch gebe es Hoffnung für das zweite Halbjahr. Ziel sei es, am Jahresende insgesamt „ein positives operatives Ergebnis vor Sondereinflüssen“ zu erreichen. Volkswagen hatte seinen Ausblick im April zurückgenommen, dabei aber schon damals erklärt, dass man insgesamt für den Volkswagen Konzern „ein positives Operatives Ergebnis im Jahr 2020“ erwarte.

Angesichts des Coronavirus zeigte Diess auf, dass der Volkswagen Konzern von Januar bis April Markteinbrüche von bis zu 90 Prozent zu verzeichnen hatte. In wichtigen Märkten habe sich der Konzern aber besser geschlagen als der Wettbewerb, so Diess. Die Fahrzeugauslieferungen gingen im Vergleich zum Vorjahr dennoch um knapp ein Drittel zurück.

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Das beschlossene Konjunkturpaket der Bundesregierung nähre für den deutschen Markt die Hoffnung auf eine stärkere Fahrzeug-Nachfrage und somit auf ein besseres zweites Halbjahr, heißt es im Newsletter.

Diess äußerte sich auch darüber, dass immer wieder interne Informationen in Presseberichten auftauchten. Das sei nicht in Ordnung. „Allerdings habe ich in diesem Zusammenhang außerhalb des Manuskripts auch den Aufsichtsrat direkt kritisiert – im Hinblick auf seine Integrität. Diese pauschale Kritik am Aufsichtsrat war falsch. Eine strafrechtliche Anschuldigung, von der die Rede war, entbehrt jeder Grundlage“, sagte Diess. Für seine Äußerungen habe er sich bei den Mitgliedern des Aufsichtsrats von Volkswagen in aller Form entschuldigt.

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Er muss auf die Leitung der wichtigsten Konzernmarke verzichten – daher halten viele Insider Volkswagen-Chef Herbert Diess für angezählt. Gefährlich werden kann ihm aber nur einer: er selbst. Lesen Sie die Geschichte zum Machtverlust von Herbert Diess hier.

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