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Selbstfahrende AutosGoogle und Ford planen gemeinsam

Der US-Autobauer Ford will Berichten zufolge mit dem Internetkonzern Google zusammen selbstfahrende Autos bauen. Offiziell soll die Partnerschaft zum Jahresanfang werden und die erste Testreihe könnte schon bald fahren. 22.12.2015 - 14:27 Uhr

Dass Google im Silicon Valley am selbstfahrenden Auto arbeitet, ist schon lange bekannt. Auch Apple arbeitet Gerüchten zufolge an einem eigenen Fahrzeug. Was weniger bekannt ist: Auch die Autobauer haben ihre Forschungszentren im Silicon Valley. Manche sogar schon länger, als es Google gibt.

Quelle: Autonews.com

Foto: dpa

Mercedes-Benz:

Als ersten Automobilhersteller zog es Mercedes-Benz 1994 ins Silicon Valley – damals war nicht einmal der Google-Vorläufer BackRub gegründet. Aktuell arbeitet Daimler in Kalifornien am Advanced User Experience Design und am autonom fahrenden Fahrzeug. Mittlerweile darf Mercedes sogar im Alltagsverkehr seine selbstfahrenden Autos testen. Stand 2013 waren 100 Mitarbeiter im Silicon Valley beschäftigt – die Kapazitäten sollen verdoppelt werden.

Foto: AP

BMW:

2013 besuchte der damalige Wirtschaftsminister Philipp Rösler BMW im Silicon Valley und testete einen Elektrowagen. Schon 15 Jahre vorher, 1998, hat BMW eine Niederlassung im Mountain View errichtet, dem Herzen des Silicon Valley. Aktuell beschäftigt der bayerische Autobauer dort 30 Mitarbeiter, die vor allem neue Technologien und Trends ausmachen sollen, die relevant für BMW sind. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Entwicklung und Erforschung dieser Neuheiten. Die Mitarbeiter entwickeln gerade Assistenz- und Infotainmentsysteme.

Foto: AP

Volkswagen:

Volkswagen betreibt seit August 1998 im Silicon Valley das „Electronics Research Laboratory“ (ERL) – als Teil des globalen Forschungs- und Entwicklungsnetzwerks. Zu Beginn hatte das ERL noch drei Mitarbeiter – mittlerweile sind es über 80. Die VW-Marke Audi testet hier etwa selbstfahrende Fahrzeuge – ein Audi A7 ist bereits von Palo Alto 500 Meilen über einen Highway nach Las Vegas gefahren. Infotainmentanwendungen werden ebenfalls erprobt. Daneben betreibt VW Kooperationen mit Universitäten.

Foto: dpa

Toyota:

2001 zog Toyota im Silicon Valley das erste Forschungszentrum hoch – nachdem der japanische Autobauer bereits 1977 eines in Michigan erbaute. Im April 2012 eröffnete der Toyota ein neues Forschungszentrum im Silicon Valley, in dem vor allem Infotainment-Systeme entwickelt und erforscht werden sollen. Vor Ort arbeiten 40 Mitarbeiter. Insgesamt beschäftigt Toyota in seinen Forschungszentren in Amerika über 1100 Mitarbeiter.

Foto: AP

General Motors:

2007 eröffnete GM sein „Advanced Technology Sillicon Valley Office“. Laut autonews.com arbeiten dort aktuell nur sieben Mitarbeiter – geleitet wird das Büro von Frankie James. Das Büro ist vor allem da, um zu beobachten, was im Silicon Valley passiert und um Technologien und Trends auszumachen, die dem Unternehmen nützlich sein könnten. Vier Mitarbeiter sind dafür verantwortlich. Einer ist speziell dafür da, gewinnbringende Investmentmöglichkeiten vor Ort auszumachen.

Foto: dpa

Nissan:

2011 baute Nissan sein Forschungszentrum im Silicon Valley auf. Es soll das Zentrum für die Forschung am selbstfahrenden Auto sein. Ziel ist es, 2020 ein marktreifes Fahrzeug vorstellen zu können. Weiter sollen dort neue Wege gefunden werden, Auto und Mensch zu verbinden, die Spracherkennung wird weiter erforscht und das Zentrum soll zu Testfahrten und der Analyse der dabei anfallenden Daten genutzt werden. Bis 2016 sollen hierfür über 60 Forscher eingestellt werden, sagte Carla Bailo 2013 gegenüber Bloomberg – damals noch als Vize-Präsidentin des nordamerikanischen Forschungsteams von Nissan.

Nissan kooperiert mit der Stanford University, der University of California’s Berkeley und verschiedenen Unternehmen im Silicon Valley.

Foto: AP

Honda:

Im Mai 2011 eröffnete Honda sein Technikzentrum im Silicon Valley. Dort arbeiten die Forscher an der Vernetzung von Autos, Cybersecruity und Big Data-Anwendungen für das Auto.

Foto: AP

Hyundai:

Seit 2012 betreibt auch Hyundai ein Büro im Silicon Valley. Allerdings arbeiten dort nur fünf Mitarbeiter. Das Büro dient vor allem dazu, in junge Unternehmen zu investierten und Partnerschaften zu größeren Technologieunternehmen aufzubauen. Der Fokus liegt hierbei auf der Verknüpfung von Fahrzeugen mit Smartphones, drahtloser Kommunikation und umweltschonende Technologien.  

Foto: REUTERS

Ford:

Das erste Büro im Silicon Valley eröffnete Ford erst 2012 – dafür investiert der amerikanische Autobauer nun umso mehr in den Standort mit dem Ziel, das größte Automobil-Forschungslabor im Silicon Valley aufzubauen. Im Januar dieses Jahres hat Ford sein neues „Research and Innovation Center“ in Palo Alto eröffnet. Hier soll an Innovationen wie dem autonomen Fahren, der Vernetzung von Menschen und Fahrzeug sowie Big Data-Mobilitätslösungen auf der Grundlage von Fahrzeugdaten und Kunden-Feedback gearbeitet werden. Dafür kooperiert Ford mit der University of Stanford und hat den früheren Apple-Mitarbeiter Dragos Maciuca an Bord geholt. Aktuell arbeiten 125 Forscher, Entwickler und Wissenschaftler vor Ort für Ford.

Foto: CLARK/obs

Google und Ford wollen laut US-Medienberichten bei selbstfahrenden Autos kooperieren. Die Partnerschaft könne Anfang Januar zur Elektronik-Messe CES bekanntgegeben werden, berichteten der Branchendienst „Automotive News“ und die Website „Yahoo Autos“ am Dienstag. Die Informationen, um was genau es dabei gehen soll, sind jedoch widersprüchlich. Laut Informationen von „Yahoo Autos“ aus drei unterrichteten Quellen will Ford auf die Google-Software zur Steuerung der autonomen Fahrzeuge setzen. „Automotive News“ zufolge soll der Autoriese die von Google entwickelten selbstfahrenden Zweisitzer bauen.

Welche Assistenzsysteme es schon gibt und wann Roboter das Steuer komplett übernehmen
• Spurwechselassistent• Spurhalteassistent• Parkassistent (teilautomatisch)
Notbremsfunktion und Fußgängererkennung
• Parken per Smartphone-App• Baustellenassistent• Notausweichassistent
Stauassistent
• Automatischer Notausweichassistent• Kreuzungsassistent
• Smartphonegesteuerter Einparkassistent• Autobahnpilot (teilautomatisch)
• Autobahnchauffeur (vollautomatisch)• Automatisches Fahren in der Stadt• Voll automatisiertes Parken
Hochautomatisiertes Fahren (von Tür zu Tür)

Ford hatte vor kurzem eine Testreihe mit selbstfahrenden Fahrzeugen in Kalifornien für kommendes Jahr angekündigt. Der Autokonzern hatte vor zwei Jahren den Prototypen eines Ford Fusion mit entsprechender Technik vorgestellt, arbeitete daran mit Experten mehrerer Universitäten und eröffnete ein Forschungszentrum im Silicon Valley. Auf einem Testgelände mit nachgebildeten Straßenzügen an der University of Michigan übt Ford zudem das autonome Fahren im Stadtverkehr.

„Yahoo Autos“ berichtete weiter, Ford wolle die Partnerschaft in eine eigenständige Firma auslagern - auch um vor möglichen Haftungsansprüchen sicher zu sein.

Google betonte wiederholt, der Internet-Konzern wolle nicht selbst zu einem Autobauer werden, sondern strebe Partnerschaften mit etablierten Herstellern an. Chefentwickler Chris Urmson zeigte sich auf Automesse IAA im September in Frankfurt überzeugt, dass die Branche die Google-Expertise aufgreifen werde. „Wir sprechen intensiv mit Autoherstellern“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

dpa
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