Banken: Insider: Credit Suisse geht für Kapitalschritt auf 20 Banken zu
Die Credit Suisse kündigte am Donnerstag ein radikales Restrukturierungsprogramm an.
Foto: BloombergDie Credit Suisse Group AG hat informierten Kreisen zufolge mindestens 20 Banken eingeladen, sich dem Konsortium für die geplante Bezugsrechtsemission im Volumen von vier Milliarden Franken (vier Milliarden Euro) anzuschließen. Die Erlöse sollen dem Institut helfen, ein weiteres mehrjähriges Restrukturierungsprogramm zu finanzieren.
Wie zu hören ist, hielt der neue Finanzchef Dixit Joshi am Freitag eine Due-Diligence-Telefonkonferenz für die Kapitalerhöhung ab, bei der eine Gruppe von FIG- und ECM-Bankern zugegen war. Am Tag zuvor hatte die Bank ihren neuen Restrukturierungsplan vorgestellt.
Neben den federführenden Banken – Morgan Stanley, Royal Bank of Canada, Deutsche Bank AG und Societe Generale SA – hat die Credit Suisse eine weitere lange Liste von Instituten eingeladen, um beim Underwriting der Aktienemission mitzuwirken.
Laut informierten Personen will die Bank die folgenden Finanzgrößen im Konsortium versammeln: Goldman Sachs Group Inc, Citigroup Inc, Wells Fargo & Co, JPMorgan Chase & Co, BNP Paribas SA, Natixis, Credit Agricole, Barclays, Banco Santander, ABN Amro, ING und Commerzbank, Sumitomo, Mediobanca, Intesa Sanpaolo, UniCredit, Bank of America, BMO, BBVA, HSBC sowie Scotiabank.
Alle Banken lehnten es entweder ab, sich zu den Einzelheiten der Einladung und ihrer Beteiligung an der Kapitalerhöhung zu äußern, oder sie antworteten nicht umgehend auf Anfragen. Die Credit Suisse lehnte eine Stellungnahme ab. MS, RBC, Deutsche Bank und SocGen waren am Donnerstag als federführende Banken benannt worden. Einige Institute könnten sich, wie zu hören ist, gegen eine Beteiligung an der Bezugsrechtsemission entscheiden, obwohl diese vollständig gezeichnet ist.
Die Credit Suisse strebt eine Kapitalerhöhung im Volumen von vier Milliarden Franken an. Die Saudi National Bank hat bereits zugesagt, rund ein Drittel der Emission zu zeichnen. Sie wird damit zu einem Großaktionär der Zürcher Bank.
Die Credit Suisse, die inzwischen in etwa die gleiche Börsenkapitalisierung aufweist wie der wesentlich kleinere Zürcher Rivale Julius Bär Group AG, kündigte am Donnerstag ein radikales Restrukturierungsprogramm an. Es bedeutet im Wesentlichen einen Rückzug aus dem Investmentbanking.