1. Startseite
  2. Unternehmen
  3. Banken
  4. Commerzbank: Gewinn bricht ein

Konzernumbau belastetGewinn der Commerzbank bricht ein

Die Commerzbank hat 2017 ihren Gewinn beinahe halbiert. Ursache sind die hohen Kosten des Konzernumbaus und die niedrigen Zinsen. 08.02.2018 - 07:19 Uhr

Schlechte Zahlen für die Commerzbank

Foto: dpa

Die Commerzbank hat 2017 wegen der Kosten für den Abbau Tausender Stellen und der niedrigen Zinsen weniger verdient. Der Konzerngewinn halbierte sich fast auf 156 Millionen von 279 Millionen Euro, wie das Geldinstitut am Donnerstag mitteilte. Damit schlug sich die Bank aber besser als erwartet, die Aktie legte im vorbörslichen Handel um gut ein Prozent zu.

Möbelkonzern

Steinhoff schlägt Banken Stillhalte-Abkommen vor

"Wir haben die Digitalisierung der Bank vorangetrieben und sind kräftig gewachsen", sagte Commerzbank-Chef Martin Zielke. "Das versetzt uns jetzt in die Lage, für das Geschäftsjahr 2018 wieder eine Dividende anzustreben." Für 2017 gehen die Aktionäre dagegen abermals leer aus. "Auf dem Weg zur angestrebten Profitabilität liegen noch einige Aufgaben vor uns."

Für den Konzernumbau, dem mehr als 7000 Stellen zum Opfer fallen, hatte Deutschlands zweitgrößte börsennotierte Bank bereits im Sommer Kosten von 807 Millionen Euro verbucht. Zudem steckt die Bank viel Geld in die Digitalisierung und die Werbung von Kunden. Dass es dennoch zu einem Gewinn reichte, hat die Bank mehreren Sondererträgen zu verdanken - insbesondere aus dem Verkauf der Zentrale in Frankfurt.

Studie

Deutschland steht großes Bankensterben bevor

Bis 2020 will die Commerzbank 14 Millionen Privatkunden in Deutschland haben, zwei Millionen mehr als 2016. Bis Ende 2017 hatte sie 639.000 geschafft. Das half, den Zinsüberschuss trotz der niedrigen Zinsen um knapp ein Prozent auf 4,2 Milliarden Euro zu steigern. Wegen geringerer Einmalerträge und Bewertungseffekte gingen die Erträge vor Risikovorsorge dennoch auf 9,16 Milliarden Euro von 9,4 Milliarden zurück.

Dank der brummenden deutschen Konjunktur und dem Abbau fauler Kredite schrumpfte die Risikovorsorge auf 781 (Vorjahr: 900) Millionen Euro, obwohl die Bank im vierten Quartal eine Risikovorsorge "für ein größeres Einzelengagement" bildete. Ein Commerzbank-Sprecher wollte sich dazu nicht näher äußern. Zahlreiche Banken hatten wegen ihres Engagements bei dem angeschlagenen deutsch-südafrikanischen Möbelhändler Steinhoff Kredite abgeschrieben. Die Commerzbank zählte zu den größten Kreditgebern des Konzerns.

Die Commerzbank nutzt die neuen Bilanzierungsregeln (IFRS-9) dazu, ihre Schiffskredite weiter abzuschreiben. Dadurch sinke die harten Kernkapitalquote auf rund 13,3 Prozent zum Jahresbeginn 2018, sagte Finanzchef Stephan Engels. Ende 2017 lag sie bei 14,1 (Ende 2016: 12,3) Prozent.

rtr
Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
Stellenmarkt
Die besten Jobs auf Handelsblatt.com
Anzeige
Homeday
Homeday ermittelt Ihren Immobilienwert
Anzeige
IT BOLTWISE
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Remind.me
Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s
Anzeige
Presseportal
Lesen Sie die News führender Unternehmen!
Anzeige
Bellevue Ferienhaus
Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen
Anzeige
Übersicht
Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche
Anzeige
Finanzvergleich
Die besten Produkte im Überblick
Anzeige
Gutscheine
Mit unseren Gutscheincodes bares Geld sparen
Anzeige
Weiterbildung
Jetzt informieren! Alles rund um das Thema Bildung auf einen Blick