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Adidas Sportkonzern entschuldigt sich für Mietstopp

Sportartikelhersteller Adidas zahlt nun doch die Miete für seine Läden. Quelle: REUTERS

Sportartikelhersteller Adidas hat sich in einem Brief für den vor ein paar Tagen verhängten Mietstopp entschuldigt. Der Konzern teilte mit, dass man die Miete in allen Geschäften in Deutschland nun doch gezahlt habe.

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Der Herzogenauracher Sportkonzern Adidas hat sich in einem offenen Brief an die Bundesbürger für seinen vor einigen Tagen verhängten Mietstopp für seine Geschäfte in Deutschland entschuldigt. In dem Schreiben, das morgen auch als Anzeige in Tageszeitungen erscheinen wird, heißt es: „Die Entscheidung, von Vermieter_innen unserer Läden die Stundung der Miete für April zu verlangen, wurde von vielen von Ihnen als unsolidarisch empfunden. Ihre Meinung ist uns wichtig, und Ihre Meinung ist eindeutig: Sie sind von adidas enttäuscht.“

Daher bitte der Dax-Konzern um Verzeihung: „ Deshalb möchten wir uns bei Ihnen in aller Form entschuldigen.“ Weiter teilte Adidas mit, den Vermietern seiner 26 eigenen Geschäfte in Deutschland die Miete für April nun doch überwiesen zu haben.
Das Unternehmen weist noch einmal darauf hin, dass wegen der Corona-Pandemie fast auf der ganzen Welt kein normales Geschäft mehr stattfinde.

Das halte selbst ein gesundes Unternehmen wie Adidas nicht lange aus. Adidas führt zudem die Maßnahmen auf, die der Konzern bereits getroffen hat. So habe er sich mit den Betriebsräten auf Kurzarbeit geeinigt. Dazu verzichte der Vorstand um Chef Kasper Rorsted bis auf Weiteres auf die Hälfte seines Gehalts, die nächste Führungsebene verzichte auf ein Drittel. Außerdem habe der Konzern sein laufendes Aktienrückkaufprogramm vollständig eingestellt.

Im Kampf gegen das Virus Unterstütze der Konzern die WHO und Hilfsorganisationen in Deutschland, Adidas-Partner produzierten auf Kosten des Unternehmens „Gesichtsschutz und Masken für das Gesundheitswesen“.
Dazu gibt sich Adidas reumütig. Man wisse, dass man Fehler gemacht und Vertrauen verspielt habe: „Es wird dauern, Ihr Vertrauen wieder zurückzugewinnen. Aber wir werden alles dafür tun“, so Adidas in dem Schreiben.

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