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Krisen-Airline Air Berlin schrumpft weiter

Air Berlin startet mit Negativschlagzeilen in 2017. Im vergangenen Jahr sind mit der Airline so wenige Passagiere geflogen wie seit sieben Jahren nicht. Auch in diesem Jahr dürfte das Unternehmen weiter schrumpfen.

Aufstieg und Niedergang von Air Berlin
Kim Lundgren (l), Mitgründer und Präsident der 'Air Berlin Inc.' und Pilot, mit seinem Sohn Shane Lundgren, ebenfalls Pilot bei Air Berlin Inc. Quelle: airberlin
Joachim Hunold Quelle: airberlin
Einstieg ins Linienfluggeschäft Quelle: airberlin
Service an Bord von Air Berlin 2003 Quelle: airberlin
Niki Lauda (2009) Quelle: dpa
Airbus A 320 (2005) Quelle: airberlin
dba Air Berlin Quelle: AP

Mit der angeschlagenen Fluggesellschaft Air Berlin sind 2016 so wenige Passagiere geflogen wie seit sieben Jahren nicht. 28,9 Millionen Tickets wurden verkauft, 4,4 Prozent weniger als im Vorjahr, wie die zweitgrößte deutsche Airline am Donnerstag mitteilte. Allerdings war auch das Angebot der rot-weißen Flieger ähnlich stark geschrumpft. Air Berlin habe trotz eines herausfordernden Marktumfelds eine stabile Auslastung erreicht, betonte das Unternehmen.

Die hochverschuldete Airline kämpft um ihre Existenz und hatte im Herbst ihre Aufspaltung angekündigt. Einen Passagierrekord hatte es 2011 mit 35,3 Millionen gegeben - jedoch bei deutlich geringerer Auslastung. 2016 Jahr lag diese bei 84,3 Prozent - 0,1 Prozentpunkt mehr als im Vorjahr.

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Eine zentrale Rolle bei den Zerschlagungsplänen für Air Berlin fällt der Lufthansa zu. 38 Airbus-Mittelstreckenjets von Air Berlin sollen für die Lufthansa-Töchter Eurowings und Austrian Airlines abheben. Zudem wollen Lufthansa und Air Berlins arabische Großaktionärin Etihad eigene Flüge unter der Flugnummer ihrer Partnerin vermarkten. Zudem will sich Air Berlin von ihrem Touristik-Geschäft samt der österreichischen Tochter Niki trennen.

Auch im Dezember beförderte Air Berlin weniger Passagiere als im Vorjahresmonat. Die Auslastung sank um 1,5 Prozentpunkte auf 78,4 Prozent, die Zahl der Fluggäste um 1,3 Prozent auf 1,6 Millionen.

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