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Tourismus Hongkong-Krise sorgt für volle Hotels in Singapur

Die anhaltenden Proteste in der chinesischen Metropole verschrecken viele Geschäftsreisende. Davon profitieren die Hotels in Singapur.

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Tourismus: Hongkong-Krise sorgt für volle Hotels in Singapur Quelle: Reuters

Die seit drei Monaten anhaltenden Unruhen in Hongkong sorgen in Singapur für so volle Hotels wie seit 2005 nicht mehr. Im Juli habe die durchschnittliche Auslastungsquote bei 93,8 Prozent gelegen, wie die Tourismusbehörde des Stadtstaates am Dienstag mitteilte. Der Umsatz je verfügbarem Zimmer kletterte auf 203,70 Dollar und damit auf den höchsten Wert seit rund vier Jahren.

„Sowohl Freizeit- als auch Geschäftsreisende entscheiden sich für eine Reise nach Singapur anstelle von Hongkong“, sagte Alicia Seah vom Reisebüro Dynasty Travel. Grund dafür sind die Massenproteste in Hongkong, bei denen teilweise auch der Flughafen lahmgelegt wurde.

Der Global Wellness Summit, ein für Mitte Oktober geplantes Treffen von rund 600 Delegierten der Gesundheits- und Kosmetikindustrie, kündigte kürzlich die Verlegung von Hongkong nach Singapur an. Die Sprecherin der Veranstaltung sagte, damit solle sichergestellt werden, „dass die Reise so reibungslos wie möglich verläuft“.

Marcus Hanna, General Manager der Hotels Fairmont Singapore und Swissotel The Stamford, sagte, dass er im August eine 60-köpfige Unternehmensdelegation für fünf Nächte beherbergt habe, die ursprünglich nach Hongkong wollte. „Die Aussichten für September und den Rest des Jahres für das Reiseziel Hongkong bleiben düster“, sagte Seah vom Reisebüro Dynasty Travel.

Seit mehr als drei Monaten gehen in Hongkong Tausende Menschen gegen wachsenden Einfluss Chinas auf die Straße. Sie fürchten eine Beschneidung ihrer Rechte und werfen Regierungschefin Carrie Lam eine zu große Nähe zur kommunistischen Regierung in Peking vor.

Die frühere britische Kronkolonie Hongkong ist seit 1997 chinesische Sonderverwaltungszone, deren Einwohner größere persönliche Freiheiten genießen als in der Volksrepublik.

Mehr: Statt auf Deeskalation zu setzen, heizt die Hongkonger Regierung durch ihr Handeln die Situation noch weiter an. Das ist ein großer Fehler, kommentiert Handelsblatt-Korrespondentin Dana Heide.

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