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Gas Kreml reagiert auf Gazprom-Anschuldigungen

Unter anderem mehrere EU-Abgeordnete äußerten kürzlich den Verdacht, Gazprom habe sich geweigert, Lieferungen durch bereits existierende Pipelines zu buchen. Quelle: REUTERS

Der russische Gasriese war zuletzt unter Druck geraten. Unter anderem EU-Abgeordnete hatten Gazprom vorgeworfen, nicht genügend Gas nach Europa zu liefern. Nun äußerte sich der Kreml zu den Anschuldigungen.

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Der russische Gasriese Gazprom ist Angaben des Kreml zufolge theoretisch zu einer Steigerung seiner Gaslieferungen nach Europa bereit. „Ist Gazprom bereit, weiter und weiter Verträge abzuschließen? Gazprom ist daran interessiert“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Sonntag im russischen Staatsfernsehen. „Denn unsere Verbraucher in Europa sind unsere wichtigsten Partner.“

Peskow betonte einmal mehr, dass Gazprom alle seine Verpflichtungen erfülle. Der Kreml und Gazprom selbst hatten bereits in der Vergangenheit Spekulationen zurückgewiesen, wonach der russische Konzern gezielt Marktmanipulation betreibe.

Unter anderem mehrere EU-Abgeordnete äußerten kürzlich den Verdacht, Gazprom habe sich geweigert, Lieferungen durch bereits existierende Pipelines zu buchen. Über hohe Gaspreise wolle Russland die schnelle Inbetriebnahme der umstrittenen Ostseepipeline Nord Stream 2 erzwingen, so der Vorwurf.

Mehr zum Thema: Die Gaspreise in Europa sind hoch wie nie, die Angst vor einem kalten Winter ist groß. Der Kreml und der russische Konzern Gazprom nutzen die Situation, um Europa Druck zu machen – und nehmen in Kauf, ihren Ruf als verlässlicher Versorger zu verlieren.

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