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RWE Wie Terium die Kommunen besänftigen könnte

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"Wir warten auf eine vertrauensbildende Maßnahme vom Vorstand"

Noch sei hier das letzte Wort nicht gesprochen, sagt nun vor der morgigen Aufsichtsratssitzung ein RWE-Aufsichtsratsmitglied gegenüber der WirtschaftsWoche.

Dass die kommunalen Aktionäre überhaupt keinen Sitz im neuen Kontrollgremium der neuen Tochtergesellschaft hätten, das wäre noch längst nicht vom Tisch. Für die Kommunen jedenfalls wäre das ein Schritt in Richtung Konsens. „Es gibt real überhaupt keinen Grund, warum die kommunalen Aktionäre nicht im neuen Aufsichtsrat der NewCo vertreten sein sollten“, sagt Ernst Gerlach, Geschäftsführer der kommunalen Aktionäre der WirtschaftsWoche. „Wir warten auf eine vertrauensbildende Maßnahme vom Vorstand.“

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    Das Verhältnis zwischen den kommunalen Aktionären und dem RWE-Vorstand ist schon lange massiv gestört. Immer wieder kritisierten die kommunalen Anteilseigner den niederländischen Spitzenmanager, er habe viel zu lange gewartet, eine neue Strategie zu entwickeln, wie er den Ruhrkonzern aus der Krise führen will. Massive Sparprogramme des Konzernchefs trugen die Kommunen trotzdem immer mit.

    Terium will die Tochtergesellschaft NewCo selbst führen

    Werner Müller, den Chef der RAG-Stiftung, hätten einige der Kommunen sehr gern als Nachfolger des langjährigen RWE-Aufsichtsratsvorsitzenden Manfred Schneider, gesehen. Müller verstehe das Energiegeschäft, habe einen guten Draht in die Politik und hätte mit seiner RAG-Stiftung für die Steinkohle schon bewiesen, wie Krisen in der Energiebranche zu meistern sind, argumentierten einige Kommunen. Durchsetzen konnten sie sich mit ihrem Wunsch nicht. Statt Müller ist nun Aufsichtsratsmitglied Werner Brandt als neuer Vorsitzender des RWE-Kontrollgremiums gesetzt. Auch damit haben sich die Kommunen abgefunden.

    Energie



    Sauer aufgestoßen ist den Kommunen zuletzt auch der Rauschmiss von RWE-Deutschland-Chef Arndt Neuhaus. Der war bei ihnen sehr geschätzt. Doch für den langjährigen Energiemanager fand Terium bei dem nun geplanten Umbau des Konzerns keine passende Führungsposition mehr.

    Wie es aus Vorstandskreisen heißt, habe Arndt Neuhaus praktisch ein „Eigenleben“ im Konzern geführt. Will sagen: Der eigenmächtige Manager passte Terium als unmittelbarer Konkurrent schon lange nicht mehr in den Kram.

    Den geplanten Umbau nutzte der RWE-Konzernboss, Neuhaus endlich loszuwerden. Die neue grüne Tochtergesellschaft will Terium selbst führen. Chef der RWE AG in dem das finanziell angeschlagene Geschäft mit Kohle- und Atomkraftwerken bleiben soll, soll der derzeitige Vize-Chef Rolf Martin Schmitz werden.

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