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Ehemaliger Großaktionär Insolvenzverwalter von Air Berlin verklagt Etihad auf 500 Millionen Euro

Etihad soll mit der Einstellung von Zahlungen im August 2017 eine feste Zusage gebrochen haben. Air Berlin musste daraufhin Insolvenz anmelden.

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Die arabische Fluggesellschaft war an Air Berlin beteiligt, ab 2011 als größter Einzelaktionär. Quelle: dpa

München Auf den ehemaligen Air-Berlin-Großaktionär Etihad rollt eine möglicherweise milliardenschwere Klage zu. Der Insolvenzverwalter von Air Berlin, Lucas Flöther, hat beim Landgericht Berlin eine Schadenersatzklage auf zunächst 500 Millionen Euro gegen die arabische Fluggesellschaft eingereicht, wie das Gericht am Freitag bestätigte.

Durch weitere Gläubiger-Forderungen könne die Summe aber noch deutlich steigen. Das Gericht setzte den Streitwert auf bis zu zwei Milliarden Euro fest.

Flöther ist der Ansicht, dass Etihad eine feste Zusage gebrochen hat, als die Fluggesellschaft im August 2017 die Zahlungen an Air Berlin abrupt einstellte. Wenige Tage später musste die zweitgrößte deutsche Fluglinie Insolvenz anmelden. Etihad habe im April 2017 schriftlich und rechtsverbindlich zugesichert, Air Berlin „in jedem Fall für die kommenden 18 Monate“ finanziell über Wasser zu halten.

Flöther hatte bereits mehrfach mit der Klage gedroht, bisher aber auf einen Vergleich gehofft. Diese Verhandlungen sind offenbar gescheitert. Etihad hat zunächst bis Ende Januar Zeit, auf die Klage zu reagieren.

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