Preisfrage: Wieso es sich lohnt, Pfeffer in großen Mengen zu kaufen
Schon in der Antike war Pfeffer das wichtigste Gut im Gewürzhandel zwischen Europa und Asien. Zugänglich waren die Körner damals fast ausschließlich der Oberschicht. Pfeffer wurde gegen Gold aufgewogen und teilweise als Zahlungsmittel genutzt. Heute machen die pikanten Kügelchen allein über 13 Prozent der Gewürzimporte nach Deutschland aus und zählen zu den beliebtesten und meistgenutzten Gewürzen weltweit.
Eine typische 50-Gramm-Mühle mit schwarzem Pfeffer von den Eigenmarken der Supermärkte ist heute für unter einem Euro zu haben. Marken wie Ostmann oder Fuchs verlangen zwar mit bis zu 3,50 Euro für 50 Gramm mehr für ihr Produkt. Als Luxusgut gilt es heute aber nicht mehr.
Überschuss aus der Pandemiezeit ist aufgebraucht
Der Fachverband der Gewürzindustrie warnt dennoch vor höheren Preisen. In einer Pressemeldung von Oktober heißt es, dass der Klimawandel zu Ernteausfällen führe und die anbaubaren Flächen immer weiter einschränke. Dazu kommt, dass die Überbestände aufgebraucht sind, die Landwirte während der Pandemie aufbauen konnten. Die Kriege in Nahost und der Ukraine verteuern den Transport der Ware weiter. Zeitgleich zum verknappten Angebot steigt die Nachfrage. Diese Situation hat sich laut Experten bis heute nicht entspannt, sondern durch das Zollchaos aus den USA eher noch verschärft.
Wer nun bei seinen Pfefferausgaben sparen möchte, kann von den kleinen Pfeffermühlen absehen und die Körner direkt in größerer Menge kaufen. Gebraucht werden sie ja ohnehin bei fast jedem Gericht – und unzerkleinert ist Pfeffer etwa vier Jahre haltbar.
Einen Vorrat kann man sich beispielsweise über den Online-Händler KoRo anlegen. Ein Kilo schwarzer Pfefferkörner ist hier für 13 Euro zu haben. Wie der Preis zustande kommt, sehen Sie in der Grafik:
Grüner, schwarzer, weißer und auch roter Pfeffer stammen übrigens von derselben Pflanze. Die spezifischen Farben und Geschmäcker kommen zustande, indem die Beeren in verschiedenen Reifegraden geerntet und auf unterschiedliche Weise weiterverarbeitet werden.
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