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LieferkettenAllianz-Experten: Schiffsstau in Schanghai hält noch Monate an

Der harte Corona-Lockdown in der chinesischen Metropole hat den Schiffsverkehr weitgehend lahmgelegt. Eine schnelle Normalisierung ist nicht in Sicht. 10.05.2022 - 00:23 Uhr

Der Hafen der Metropole ist stark von den harten Lockdowns der Stadt getroffen.

Foto: dpa

Der Mega-Stau im größten Containerhafen der Welt in Schanghai wird die weltweiten Lieferketten nach Einschätzung von Schifffahrts-Experten der Allianz noch monatelang durcheinanderbringen. Der Corona-Lockdown in der chinesischen Millionenmetropole legt den Hafen weitgehend lahm.

„Das kann nicht schnell gelöst werden“, sagte Justus Heinrich, der bei der Allianz-Tochter AGCS weltweit für Schiffskasko zuständig ist. Es werde mindestens ein bis drei Monate dauern, bis man die Lage in der Griff bekomme. Dabei erlebe die Schifffahrt derzeit ohnehin eine noch nie dagewesene Überlastung der Häfen, deretwegen Crews und Hafenpersonal unter großem Druck stünden.

Die Industrie leidet seit dem Beginn der Corona-Pandemie unter teilweise großen Verzögerungen bei der Belieferung mit Rohstoffen und Zulieferteilen. Schiffscontainer seien knapp – davon fehlten Millionen, sagte Heinrich bei der Vorstellung der jährlichen Schifffahrtsstudie der Allianz.

Der Branchen-Boom führe dazu, dass auch Nicht-Containerschiffe zum Transport der Metallboxen eingesetzt würden, alte Schiffe länger genutzt und Wartungsintervalle nicht eingehalten würden. Das berge Risiken – und nun komme noch der Krieg in der Ukraine mit seinen Folgen hinzu.

Im Schwarzen Meer seien bereits Schiffe verloren gegangen, andere säßen in den Häfen in der Ukraine fest. Für Schiffe gibt es eine eigene Kriegsversicherung, die anders als die Kasko-Versicherung einspringt, wenn Schiffe verloren gegeben werden müssen. Nach einer festgelegten Wartefrist von sechs bis zwölf Monaten können Schiffe, die nicht mehr aus den Häfen wegkommen, als Totalverlust deklariert werden. Sorgen macht den Allianz-Experten auch ein mögliches Öl-Embargo gegen Russland. Wenn das Schweröl knapp werde, könnten Reeder gezwungen sein, andere, vielleicht minderwertige Kraftstoffe zu verwenden, die zu Schäden an der Maschine führten.

Lesen Sie auch: Diese elf Risiken treiben die Welt in die Stagflation

rtr
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