Luftfahrt: Air-Europa-Übernahme – IAG macht der EU neue Zugeständnisse
Der britisch-spanische Luftfahrtkonzern IAG hat für grünes Licht der EU-Kommission zur Übernahme der spanischen Fluglinie Air Europa weitere Vorschläge zur Stärkung des Wettbewerbs unterbreitet. IAG erklärte am Dienstag, sie habe bei der Wettbewerbsaufsicht in Brüssel ein neues Paket mit Auflagen eingereicht. Es enthalte Verbesserungen im Sinne der Verbraucher, die sich aus einem konstruktiven Austausch mit der Behörde ergeben hätten, ergänzte der Mutterkonzern von Iberia und British Airways.
Nach dem jüngsten Vorschlag würde Air Europa 52 Prozent seines Flugprogramms vom vergangenen Jahr an Konkurrenten abtreten, wie ein mit dem Vorgang Vertrauter der Nachrichtenagentur Reuters sagte. IAG habe mit Wettbewerbern, die das Flugangebot übernehmen würden, Absichtserklärungen dazu unterschrieben.
Nach früheren Angaben hatte IAG mit Ryanair, Avianca, Binter, Iberojet, Volotea und World2Fly als möglichen Abnehmern von Flugrouten gesprochen. IAG will vom bisherigen Eigentümer Globalia 80 Prozent von Air Europa für 400 Millionen Euro kaufen. Die Übernahme erfordert die Zustimmung der EU-Kommission. Die Frist dazu wurde kürzlich bis zum 20. August verlängert. IAG ist die Holdinggesellschaft zu der unter anderem British Airways und Iberia gehören.