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Nutzerbewertungen Amazon stoppt 13 Millionen Fake-Bewertungen

Exklusiv
Mit der Relevanz von Kundenbewertungen steigt auch die Anzahl der gefälschten Bewertungen. Quelle: dpa

400 Millionen Dollar hat Amazon im vergangenen Jahr investiert, um gefälschte und gekaufte Nutzerbewertungen abzuwehren. Das Bundesverbraucherschutz-Ministerium will falsche Rezensionen nun sogar unter Strafe stellen.

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Der weltgrößte Onlinehändler Amazon geht verstärkt gegen Anbieter von gekauften und erfundenen Nutzerbewertungen vor. Im vergangenen Jahr habe das Unternehmen weltweit „mehr als 13 Millionen Versuche unterbunden, eine unechte Bewertung abzugeben“, sagte ein Amazon-Sprecher der WirtschaftsWoche, „und wir haben Sanktionen gegen mehr als fünf Millionen Täter ergriffen, die versuchten, Bewertungen zu manipulieren“. Insgesamt seien 2018 mehr als 400 Millionen Dollar investiert worden, „um Kunden vor Rezensionsmissbrauch, Betrug und anderem Fehlverhalten zu schützen“.

Kundenbewertungen im Internet sind für die Kaufentscheidung vieler Menschen in den vergangenen Jahren immer wichtiger geworden – und damit auch der Anreiz, sie zu manipulieren. Die Europäische Union hat deshalb eine neue Richtlinie verhandelt, den sogenannten „New Deal for Consumers“, der eine Reihe von Regelungen zu Verbraucherbewertungen beinhaltet und noch in diesem Herbst in Kraft treten soll.

So müssen Unternehmen, die Verbraucherbewertungen zugänglich machen, künftig erläutern, ob und gegebenenfalls wie sie kontrollieren, ob diese tatsächlich von Verbrauchern stammen. Auch dürfen Unternehmen nicht behaupten, dass Bewertungen von echten Nutzern stammten, ohne zuvor geprüft zu haben, ob dies auch der Fall ist. „Außerdem wird es Unternehmen untersagt, gefälschte Verbraucherbewertungen abzugeben oder andere hiermit zu beauftragen“, sagte Stefan Zimmermann, Sprecher des Bundesministeriums für Justiz und Verbraucherschutz der WirtschaftsWoche.

Das Bundeskartellamt hatte im Mai bereits eine Sektoruntersuchung zu Manipulationen bei Nutzerbewertungen eingeleitet. Für die Untersuchung will die Behörde „mehr als 50 Portale befragen, bei denen Nutzerbewertungen eine besonders wichtige Rolle spielen“, kündigte Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes an. „Außerdem wenden wir uns an mehrere Anbieter von technischen Dienstleistungen für Nutzungsbewertungen“, so Mundt.

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