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Online-Händler Gewerkschaften planen europaweite Streiks gegen Amazon

Seit 2013 fordert Verdi einen Tarifvertrag bei Amazon. Nun könnte es in mehreren Ländern zu gleichzeitigen Streiks gegen den Konzern kommen.

Verdi fordert bereits seit 2013 offizielle Tarifverhandlungen und streikt dafür immer wieder. Quelle: dpa

DüsseldorfVerdi will im Arbeitskampf gegen Amazon bald europaweit streiken. Wie die „Wirtschaftswoche“ am Donnerstag berichtet, will die Gewerkschaft bei einem Treffen von Betriebsräten aus Europa und Nordamerika am heutigen Donnerstag und Freitag in Rom Kooperationsmöglichkeiten ausloten.

Dabei steht unter anderem auf der Agenda, „inwiefern wir international synchronisierte Streiks an den umsatzstärksten Tagen realisieren können“, sagt der für Amazon zuständige Verdi-Vertreter Thomas Voß dem Magazin. In einem ersten Schritt sei ein gemeinschaftlicher Streik mit Mitarbeitern aus Italien und Spanien möglich. „Gewerkschaften können im nationalen Rahmen nichts gegen Global Player wie Amazon ausrichten“, sagt Voß. Veranstaltet wird die Konferenz von der globalen Gewerkschaftsföderation UNI Global Union.

Verdi fordert von Amazon bereits seit 2013 offizielle Tarifverhandlungen und streikt dafür immer wieder. Aus Sicht der Gewerkschaft gab es zwar einzelne Zugeständnisse beim Lohn, auch hat Amazon ein Weihnachtsgeld eingeführt. Die Kernforderung nach einem Tarifvertrag lehnt der Konzern aber ab.

Ähnlich sieht es in anderen Ländern aus. Im Oktober 2017 hat deswegen die Gewerkschaft in Italien erstmals zum Arbeitskampf aufgerufen, Spanien folgte in diesem Jahr.

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