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Optiker Fielmann-Chef kündigt ambitioniertes Wachstum an

Exklusiv
Gründer Günther Fielmann (links) übergibt die Macht der Optiker-Kette in diesem Jahr an seinen Sohn Marc. Der 29-jährige wird als Vorstandsvorsitzender der Fielmann AG auch für die Unternehmensstrategie verantwortlich sein. Quelle: dpa

Marc Fielmann, Chef der gleichnamigen Optiker-Kette, hat mit seinem Unternehmen Großes vor. Signifikantes Wachstumspotenzial sieht er unter anderem im deutschsprachigen Raum.

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Die Optiker-Kette Fielmann hat 2018 einen Konzernumsatz von 1,43 Milliarden Euro erwirtschaftet. Das entspricht einem Zuwachs von knapp drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Vorsteuergewinn stieg im selben Zeitraum um 1,4 Millionen auf 250 Millionen Euro. Die Dividende soll von 1,85 auf 1,90 Euro pro Aktie angehoben werden. Das gab das Unternehmen am Morgen bekannt.

Im Interview mit der WirtschaftsWoche kündigte Vorstandschef Marc Fielmann zudem an, im Sommer einen Plan vorzustellen, mit dem das Unternehmen „ein ambitioniertes Wachstum“ anstrebe. „Wir treiben die Expansion in Italien und Polen voran und  schauen uns in dem einen oder anderen europäischen Markt gerade auch intensiv andere Ketten an“, sagte Fielmann. Spruchreif sei  das aber noch nicht.

Potenzial für weiteres Wachstum sieht Fielmann auch noch im deutschsprachigen Raum.  So kritisierten die dortigen Kunden laut Fielmann häufig, „dass die Wartezeiten zu lang sind. Wenn wir Kunden verlieren, liegt das hauptsächlich daran.“ Daran werde aktuell gearbeitet. „Das Potenzial ist signifikant.“

Fielmann glaubt nicht daran, dass das Filialgeschäft in der Optiker-Branche schon bald vom Online-Handel verdrängt wird. Fielmann arbeite zwar daran, dass ein Sehtest und  die  Anpassung  einer Brille online künftig in der selben Qualität angeboten werden könnten  wie in der Filiale. Dennoch würden viele Kunden weiter in die Niederlassung kommen, glaubt er. „Ich kann mir vorstellen, dass sie online eine Brille aussuchen und sie in der Filiale anpassen.“ Den reinen Online-Handel mit Brillen bezeichnete Marc Fielmann im Gespräch mit der WirtschaftsWoche „eher als ein Auslaufmodell.“ Aktuell werden nur zwei Prozent aller individuell angepassten Brillen in Deutschland über das Internet verkauft.

Fielmann betreibt in Europa etwa 720 Niederlassungen und beschäftigt rund 19.400 Mitarbeiter. Mehrheitsaktionär der Optiker-Kette ist die Familie um den Unternehmensgründer Günther Fielmann.  Im Gespräch mit der WirtschaftsWoche erklärte Marc Fielmann, sein Vater habe über eine Familienstiftung sichergestellt, dass die Mehrheit am Unternehmen auch künftig in  der Familie bleibe.  Geregelt werden müsse hingegen noch, unter welchen Bedingungen Familienmitglieder in die Geschäftsleitung eintreten dürften. „Es wäre nicht sinnvoll, wenn Fielmann mal von jemandem geführt würde, der es nicht gut macht, nur weil er aus der Familie kommt.“

Sie lesen eine Vorabmeldung aus der aktuellen WirtschaftsWoche. Das Interview mit Marc Fielmann finden Sie hier. Mit dem WiWo-Digitalpass erhalten Sie die neue Ausgabe stets bereits am Donnerstagabend in der App oder als eMagazin. Alle Abo-Varianten finden Sie auf unserer Info-Seite.

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