Studie Wie das Smartphone gebeutelten Einzelhändlern helfen kann

Das Thema Mobile Commerce wird für den Handel immer wichtiger - und bietet Chancen für Einzelhändler, die Umsatzeinbußen hinnehmen müssen. Eine aktuelle Studie zeigt, wie Kunden ihr Handy beim Einkaufen nutzen.

Ein Mann ist mit seinem Smartphone in einer Einkaufsmeile unterwegs. Quelle: dpa

Mobile Commerce wird für den Einzelhandel zunehmend wichtiger – und damit vor allem das Smartphone. Das zeigt eine internationale Untersuchung im Auftrag des digitalen Marktplatzes RetailMeNot.

Die Studie, die in Zusammenarbeit mit dem Centre for Retail Research in zehn Ländern durchgeführt wurde, darunter Deutschland, Großbritannien und die USA, umfasst eine repräsentative Umfrage mit 1000 deutschen Verbrauchern sowie Interviews mit führenden Händlern und die Auswertung statistischer Analysen.

Ihr zufolge wächst der Online-Handel 2016 um 18 Prozent; der Handel über mobile Endgeräte wie Tablets oder Smartphones sogar um 45 Prozent; während der Handel insgesamt nur um 1,7 Prozent wächst. Der Prognose zufolge setzt der Online-Handel 62 Milliarden Euro um, rund ein Drittel davon entfällt auf mobile Endgeräte. Damit wird mittlerweile jeder achte Euro im Einzelhandel im Netz erwirtschaftet.  

Das können die deutschen Online-Händler
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Das Wachstum im Online-Bereich geht zulasten des stationären Handels. Der wird laut Untersuchung 2016 um 1,7 Prozent schrumpfen.

Aus Sicht der Autoren erweist sich das Smartphone zunehmend als Absatzkanal – vor allem aber beeinflusst es die Kaufentscheidungen der Kunden immer stärker, auch wenn der letztendliche Kauf über einen anderen Kanal erfolgt: 2015 wurden alleine 124 Millionen Euro zusätzlich durch Mobile-Marketing-Maßnahmen im stationären Handel umgesetzt, heißt es in der Untersuchung.

So nutzen Kunden das Smartphone mittlerweile nicht mehr nur noch zum Recherchieren im Vorfeld, sondern auch im Laden selbst, um so Preise und Produktinformationen herauszufinden oder nach Gutscheinen zu suchen. „Zukunftsorientierte Händler beschränken sich nicht nur auf einen Vertriebsweg, sondern verknüpfen stationäres und Online-Geschäft enger miteinander“, sagt Katrin Spronk, Leiterin Partner Management Deutschland bei RetailMeNot zu den Ergebnissen.

Wichtig sei es, das stationäre Geschäft mit dem Webangebot zu verknüpfen und so etwa über mobile Coupons Kaufanreize zu setzen. Möglich machen das Technologien wie die Geolokalisierung.

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