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Wachstumserwartungen verfehlt150 Starbucks-Läden in den USA sollen schließen

Die Kaffeehaus-Kette Starbucks will die Schließung von Filialen in den USA forcieren und damit ihren schwächelnden Umsatz ankurbeln. 150 Cafés sollen 2019 in stark gesättigten Märkten dicht gemacht werden. 20.06.2018 - 09:42 Uhr

Starbucks betreibt weltweit mehr als 28.000 Kaffeehäuser.

Foto: REUTERS

Die zunehmende Konkurrenz sowohl von Edelcafes als auch Fast-Food-Ketten macht Starbucks zu schaffen. Die Leistung sei zuletzt „nicht akzeptabel“ gewesen, teilte Konzernchef Kevin Johnson am Mittwoch mit. Im kommenden Geschäftsjahr würden deshalb rund 150 Niederlassungen in den USA dichtgemacht.

Im dritten Quartal werde der vergleichbar gerechnete Umsatz um ein Prozent zulegen – Analysten hatten mit einem Plus von drei Prozent gerechnet. Der veränderten Nachfrage und dem zunehmenden Gesundheitsbewusstsein der Kunden soll nun unter anderem mit neuen Kaltgetränken Rechnung getragen werden.

Als Reaktion auf die Nachricht gaben die Starbucks-Aktien nach Handelsschluss am Dienstag um fast zwei Prozent nach.

Kaffeekette

Das Ende des Starbucks-Booms

Die weltgrößte Kaffeehauskette hatte zuletzt mehrfach die Wachstumserwartungen verfehlt. Für das dritte Quartal rechnet der Konzern mit einem Plus bei den weltweiten Umsätzen um ein Prozent. In diese Phase fiel der Aufruhr um die Verhaftung zweier schwarzer Männer in einer Filiale in Philadelphia. In einer Reaktion schloss Starbucks seine Cafés am 29. Mai für interne Schulungen, bei denen Mitarbeiter für Vorurteile aufgrund der Ethnie sensibilisiert wurden.
Vor wenigen Wochen kündigte zudem Gründungsmitglied Howard Schultz nach rund 40 Jahren seinen Rücktritt als Chairman zum 26. Juni an. Spekulationen zufolge soll er politische Ambitionen hegen. Der 64-Jährige, der seit 1982 für die Café-Kette tätig ist, wird am 26. Juni auch den Verwaltungsrat verlassen und den Vorsitz des Gremiums abgeben. Das teilte das Unternehmen am Montagabend mit. Im April 2017 war Schultz bereits als Vorstandschef zurückgetreten.

In einem Memo an Mitarbeiter fachte der Spitzenmanager die seit langem kursierenden Gerüchte über eine möglicherweise bevorstehende Karriere in der Politik wieder an. „Ich denke über eine Reihe an Optionen nach, von der Philanthropie bis zum öffentlichen Dienst, aber ich bin noch weit davon entfernt zu wissen, was die Zukunft bereithält“, schrieb Schultz den Starbucks-Angestellten.

dpa, rtr
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