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FoxConn, Nissan, Innogy Die Quartalszahlen des Tages

Bei Hapag-Lloyd bereiten steigende Treibstoffpreise und der schwache Dollar Sorgen. Quelle: REUTERS

Deutschlands größte Containerreederei Hapag-Lloyd hat einen Gewinnsprung verbucht und HelloFresh steigert seinen Umsatz dank des guten US-Geschäfts. Außerdem: K+S im Aufschwung und Innogy mit Gewinnrückgang.

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Zahlreiche Firmen veröffentlichen dieser Tage ihre aktuelle Quartalsbilanz. Ein Überblick über die wichtigsten Ergebnisse am Montag:

Starker Yen belastet Autobauer Nissan
Der japanische Autobauer macht sich im laufenden Geschäftsjahr 2018/19 auf einen Rückgang des operativen Gewinns um sechs Prozent auf umgerechnet rund 4,1 Milliarden Euro (540 Milliarden Yen) gefasst. Höhere Rohstoffkosten und ein stärkerer Yen machten positive Effekte steigender Fahrzeugverkäufe zunichte, erklärte Nissan.

Hapag-Lloyd mit höherem operativen Ergebnis
Deutschlands größte Containerreederei Hapag-Lloyd erwartet nach den Zusammenschlüssen der vergangenen Jahre in der Schifffahrtsbranche vorerst keine größeren Übernahmen mehr. "Ich persönlich erwarte da keine großen Schritte mehr in 2018", sagte Vorstandschef Rolf Habben Jansen am Montag in einem Interview der Nachrichtenagentur Reuters. Hapag-Lloyd selbst würde sich Gelegenheiten für Zukäufe immer ansehen. "Aber wir sind da nicht sehr aktiv unterwegs." Die Hanseaten waren durch die Übernahme des arabischen Rivalen UASC zur weltweit fünftgrößten Containerreederei aufgestiegen. Die Fusion sorgte zu Jahresbeginn dafür, dass der Betriebsgewinn auf 53,7 Millionen Euro von 7,5 Millionen Euro vor Jahresfrist sprang.

US-Geschäft treibt Umsatz bei HelloFresh
Der Kochbox-Versender hat seinen Umsatz von Januar bis März dank guter US-Geschäfte um 44 Prozent auf knapp 296 Millionen Euro hochgeschraubt. Das Berliner Unternehmen schreibt weiterhin rote Zahlen, will allerdings im vierten Quartal operativ die Gewinnschwelle knacken. Im Gesamtjahr will HelloFresh seine Erlöse währungsbereingt zwischen 30 und 35 Prozent steigern.

Innogy kämpft mit Gewinnrückgang
Der vor der Zerschlagung stehende Energiekonzern Innogy hat im ersten Quartal weniger verdient. Der um Sondereffekte bereinige Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) sei um zwei Prozent auf 1,23 Milliarden Euro geschrumpft, teilte der Konzern am Montag mit. Von Reuters befragte Analysten hatten mit einem Rückgang auf 1,21 Milliarden Euro gerechnet. Während das Geschäft mit erneuerbarer Energie und den Netzen sich positiv entwickelt habe, musste die RWE-Tochter im Vertrieb erneut Einbußen hinnehmen. Der Versorger rechnet im Bereich Elektromobilität für das Gesamtjahr mit einem Verlust von 50 Millionen Euro. Die Konzernprognose bestätigte das Management.

Kaliwerk in Kanada sorgt für Aufschwung bei K+S
Der Düngemittel- und Salzproduzent K+S hat vor allem wegen hoher Kosten für sein neues Werk in Kanada zum Jahresbeginn insgesamt weniger verdient. Unterm Strich ging der Gewinn des Konzerns im ersten Quartal verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um rund ein Viertel auf etwa 76 Millionen Euro zurück. Wie das Unternehmen am Montag in Kassel berichtete, lag dies besonders an Aufwendungen im Zusammenhang mit dem kanadischen Standort.

Im laufenden Geschäft schnitt K+S dagegen deutlich besser ab: Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) legte aufgrund eines Gewinnsprungs in der Kalisparte um über 12 Prozent auf 237 Millionen Euro zu. Der Dax-Konzern konnte von höheren Preisen für seine Produkte und einer gestiegenen Produktion von Kali profitieren. Diese Faktoren hätten Verzögerungen bei der landwirtschaftlichen Anbausaison in Europa wegen ungünstigen Wetters mehr als ausgeglichen, erklärten die Kasseler. Im Salzgeschäft lief es unter anderem wegen höherer Kosten in Nordamerika aber nicht ganz so rund.

Der Umsatz von K+S wuchs im ersten Quartal um 4 Prozent auf fast 1,2 Milliarden Euro. Der Konzern sieht sich auf Kurs zu seinen Jahreszielen. Für 2018 erwartet der Vorstand weiterhin einen spürbaren Anstieg des Umsatzes. Das operative Ergebnis soll deutlich über den Werten des Vorjahres liegen.

Apple-Zulieferer steigert Umsatz und Gewinn
Der Apple-Zulieferer Foxconn hat im ersten Quartal mit knapp 826 Millionen Dollar rund 15 Prozent mehr Umsatz erzielt als im Vorjahreszeitraum. Der operative Gewinn legte gut 19 Prozent auf 45,1 Millionen Dollar zu.

Milliarden-Gewinn bei Rosneft
Rosneft profitiert kräftig von den gestiegenen Ölpreisen. Der russische Ölriese hat im ersten Quartal mit umgerechnet knapp 1,1 Milliarden Euro (81 Milliarden Rubel) sieben Mal so viel Gewinn erzielt wie vor Jahresfrist. Der Umsatz erhöhte sich in den Monaten Januar bis März um 22 Prozent auf etwa 23 Milliarden Euro, wie Rosneft unter der Leitung von Igor Setschin am Montag mitteilte. Der enge Vertraute von Russlands Präsidenten Wladimir Putin treibt bei Rosneft die weltweite Expansion voran, häufte aber auch einen Schuldenberg an. Setschin stellte eine Reduzierung der Verbindlichkeiten in Aussicht. Zahlen dazu wurden zunächst nicht bekannt.

CEWE steigert Umsatz, aber nicht den Gewinn
Trotz eines Umsatzanstiegs im ersten Quartal ist der Fotokonzern beim Gewinn nicht vom Fleck gekommen. Die Erlöse erhöhten sich um gut zehn Prozent auf fast 131 Millionen Euro. Der Betriebsgewinn (Ebit) lag mit 0,6 Millionen Euro auf Vorjahresniveau. Das für seine Fotobücher und -kalender bekannte Unternehmen bekräftigte die Ziele für 2018.

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