1. Startseite
  2. Unternehmen
  3. Industrie
  4. Gesundheitskonzern: Fresenius hält an Russland-Geschäft fest – „Verdienen dort kein Geld“

GesundheitskonzernFresenius hält an Russland-Geschäft fest – „Verdienen dort kein Geld“

Das Unternehmen betreibt in Russland Dialysezentren und beliefert medizinische Einrichtungen. Daran will Fresenius bis auf weiteres festhalten. 10.05.2022 - 09:30 Uhr

Der Konzern hat angesichts des Drucks auf das Unternehmen in der Pandemie und des schwachen Aktienkurses eine Umstrukturierung angestoßen

Foto: Reuters

Der Gesundheitskonzern Fresenius hat bekräftigt, an seinem Russlandgeschäft festzuhalten. Das Dax-Unternehmen werde trotz des Angriffs auf die Ukraine „Stand jetzt“ in Russland bleiben, hieß es in einer Rede von Vorstandschef Stephan Sturm, die vor der Hauptversammlung an diesem Freitag veröffentlicht wurde. „Denn auch das gehört zu unserer Verantwortung als Gesundheitskonzern.“

Das Unternehmen betreibe in Russland rund 100 Dialysezentren für Nierenkranke und versorge Krankenhäuser und andere Einrichtungen mit Arzneien und klinischer Ernährung. „Wir können unsere Patientinnen und Patienten dort nicht einfach im Stich lassen“, so Sturm. Fresenius sei kein Konsumgüterhersteller, sondern ein Konzern mit lebenswichtigen Produkten und Dienstleistungen.

Dabei gehe es Fresenius in Russland nicht um wirtschaftliche Gründe, betonte Sturm. „Wir verdienen dort derzeit und auf absehbare Zeit kein Geld. Und natürlich kann das derzeitige Russland kein Markt sein, in dem wir weiter expandieren.“ Sämtliche Investitionen habe man auf Eis gelegt. Der Anteil des Russlandgeschäfts am Umsatz von Fresenius von 37,5 Milliarden Euro lag nach früheren Angaben zuletzt bei deutlich unter einem Prozent.

Sturm bekräftigte zugleich, dass Fresenius bereit sei, für mögliche Großübernahmen bei der Kliniktochter Helios und der Dienstleistungssparte Vamed externe Investoren ins Boot zu holen. „Für größere Wachstumsschritte sind wir dort nun offen, geeignete andere Eigenkapitalgeber an Bord zu holen“, hieß es.

Fresenius hat angesichts des Drucks auf das Unternehmen in der Pandemie und des schwachen Aktienkurses eine Umstrukturierung angestoßen inklusive des Abbaus von 5000 Stellen bei der Dialysetochter Fresenius Medical Care (FMC). Auch einen Verkauf von FMC hatte Sturm nicht ausgeschlossen.

dpa
Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
Stellenmarkt
Die besten Jobs auf Handelsblatt.com
Anzeige
Homeday
Homeday ermittelt Ihren Immobilienwert
Anzeige
IT BOLTWISE
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Remind.me
Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s
Anzeige
Presseportal
Lesen Sie die News führender Unternehmen!
Anzeige
Bellevue Ferienhaus
Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen
Anzeige
Übersicht
Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche
Anzeige
Finanzvergleich
Die besten Produkte im Überblick
Anzeige
Gutscheine
Mit unseren Gutscheincodes bares Geld sparen
Anzeige
Weiterbildung
Jetzt informieren! Alles rund um das Thema Bildung auf einen Blick