1. Startseite
  2. Unternehmen
  3. Industrie
  4. Lithium: Brandenburger Unternehmen will den Rohstoff in Bosnien abbauen

Kritische RohstoffeBrandenburger Unternehmen will Lithium in Bosnien abbauen

Kritische Rohstoffe stehen im Fokus, seit Donald Trump sie in Grönland und der Ukraine kaufen will. Der Batterie-Zulieferer Rock Tech hat sich nun Vorkommen in Bosnien gesichert.Stefan Hajek 20.02.2025 - 16:01 Uhr

Eine Lithium-Ionen-Batterie für Elektrofahrzeuge.

Foto: REUTERS

Rock Tech Lithium, das im brandenburgischen Guben einen der ersten sogenannten Lithium-Converter zur Erzeugung des wichtigen Batterierohstoffs Lithiumhydroxid baut, will künftig in der Lopare-Mine in Bosnien-Herzegowina den Rohstoff Lithium selbst fördern. Das erfuhr die WirtschaftsWoche vorab aus Unternehmenskreisen. 

Dazu hat Rock Tech mit der Schweizer Minengesellschaft Arcore ein Joint Venture namens NewCo gegründet, das den Bergbau in Bosnien und den Converter in Guben betreiben wird. Rock Tech hält 75 Prozent der Anteile an dem neuen Gemeinschaftsunternehmen.

„Ziel ist es, eine integrierte, rein europäische Lieferkette für das Material aufzubauen, das derzeit nahezu ausschließlich über China bezogen werden kann“, sagte Dirk Harbecke, CEO von Rock Tech Lithium. Lithium ist neben Kupfer einer der wichtigsten Rohstoffe für die Energiewende; Experten rechnen mit einer Verdreifachung der Nachfrage bis 2030.

Batteriespeicher

Wie schlimm wird der „Batterie-Tsunami“ wirklich?

Hierzulande gibt es erst wenige große Batteriespeicher und doch wird schon vor zu vielen Speichern gewarnt. Die Zahlen geben das her – auf den ersten Blick.

von Stefan Hajek

Europas Rohstoffversorgung im Blick

Lokal gibt es allerdings Widerstand gegen das Projekt. Der Bürgermeister der Gemeinde Lopare, Rado Savić, die im mehrheitlich serbisch-sprachigen Nordbosnien liegt, verlangt von der Regierung der teilautonomen Republica Srpska, das Projekt abzulehnen. Er fürchte um die Umwelt und die Gesundheit der Einwohner, sagte Savić.  

Rock-Tech-Chef Harbecke betont dagegen geostrategische Interessen: „Angesichts der immer schwierigeren geopolitischen Weltlage werden eigene, europäische Wertschöpfungsketten bei solchen kritischen Rohstoffen immer wichtiger“, meint Harbecke. Ab 2030 soll der Gubener Converter, von dem aus deutsche und polnische Batteriefabriken, etwa in Erfurt, Salzgitter oder Breslau beliefert werden sollen, das eigene Rohmaterial aus der bosnischen Mine beziehen können.

Die Mine gilt als eines der ergiebigsten Lithium-Vorkommen Europas, mit genügend Lithium für geschätzt 600.000 Tonnen Lithium Karbonat. Daneben lagern dort auch andere Rohstoffe, etwa Bauxit und Magnesium, die beide für die Aluminiumindustrie gebraucht werden.

Lesen Sie auch: Crash bei Batteriemetallen?

Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
Stellenmarkt
Die besten Jobs auf Handelsblatt.com
Anzeige
Homeday
Homeday ermittelt Ihren Immobilienwert
Anzeige
IT BOLTWISE
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Remind.me
Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s
Anzeige
Presseportal
Lesen Sie die News führender Unternehmen!
Anzeige
Bellevue Ferienhaus
Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen
Anzeige
Übersicht
Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche
Anzeige
Finanzvergleich
Die besten Produkte im Überblick
Anzeige
Gutscheine
Mit unseren Gutscheincodes bares Geld sparen
Anzeige
Weiterbildung
Jetzt informieren! Alles rund um das Thema Bildung auf einen Blick