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Medienbericht US-Ermittlungsakten belasten Daimler im Dieselskandal

Ähnlich wie VW soll auch Daimler bei Abgastests in den USA geschummelt haben, berichtet die „Bild am Sonntag“.

Der Dieselskandal sorgt weiterhin für Unruhe. Quelle: dpa

New YorkDer Stuttgarter Autobauer Daimler ist in der Diesel-Affäre offenbar in den Fokus der US-Ermittler geraten. Vertrauliche Ermittlungsunterlagen aus den USA sollen beweisen, dass Daimler ähnlich wie Volkswagen Softwareprogramme in den Diesel-Autos installiert haben soll, um bei US-Abgastest zu tricksen. Das berichtet die „Bild am Sonntag“ vorab.

Daimler-Ingenieure haben angeblich bereits vor dem VW-Dieselskandal bezweifelt, US-Gesetze bei Straßentests, sogenannten PEMS, einhalten zu können. Laut „Bild“ soll der deutsche Autokonzern mehrere Softwarefunktionen mit der Absicht entwickelt haben, US-Abgastests bestehen zu können.

Zudem sollen die US-Ermittler bei Daimler auf eine verdächtige Funktion im Fahrzeugkontrollsystem gestoßen sein. Das sogenannte Slipguard-Programm könne erkennen, ob sich das Fahrzeug auf dem Prüfstand befindet. Interne Mails von Daimler-Ingenieuren sollen offenbaren, dass sie dessen Rechtmäßigkeit hinterfragten.

Die US-Umweltbehörde EPA, die auch die Untersuchungen gegen Volkswagen maßgeblich mit vorangetrieben hatte, war für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar.

Volkswagen musste rund 25 Milliarden Euro für Entschädigungen und Strafen in den USA zahlen, um den Dieselskandal außergerichtlich beizulegen.

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