Strom, Rindfleisch, Kaffee Erzeugerpreise klettern auf Rekord

Verbraucher werden sich auf anhaltende hohe Preissteigerungen einstellen müssen. Quelle: dpa

Energieprodukte und Nahrungsmittel sind seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine deutlich teurer geworden. Keine guten Nachrichten für Verbraucher: Sie müssen sich auf anhaltend hohe Preissteigerungen einstellen.

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Die deutschen Hersteller haben ihre Preise in Folge des Ukraine-Kriegs in Rekordtempo erhöht. Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte stiegen im April binnen Jahresfrist um durchschnittlich 33,5 Prozent. „Dies war der höchste Anstieg gegenüber einem Vorjahresmonat seit Beginn der Erhebung im Jahr 1949“, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag mit. Von Reuters befragte Ökonomen waren nur von 31,5 Prozent ausgegangen, nachdem die Rate im März noch bei 30,9 Prozent gelegen hatte. Damit stiegen die Preise auf Jahressicht den 17. Monat in Folge. Allein von März auf April ging es um 2,8 Prozent nach oben. „Die aktuellen Daten spiegeln auch die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine wider.“

Denn nach dem russischen Einmarsch am 24. Februar sind insbesondere Energieprodukte wie Erdgas deutlich teurer geworden, aber auch viele andere Güter wie Nahrungsmittel. Für die Konsumenten in Deutschland sind das schlechte Nachrichten, da sie sich auf anhaltend hohe Preissteigerungen einstellen müssen. Denn der Handel gibt bereits Teile davon an die Endverbraucher weiter. Die Produzentenpreise gelten als Vorläufer für die Entwicklung der allgemeinen Inflation. In der Statistik werden die Preise ab Fabriktor geführt – noch bevor die Produkte weiterverarbeitet werden oder in den Handel kommen. Aktuell ist die Inflationsrate mit 7,4 Prozent bereits so hoch wie seit 1981 nicht mehr.

Hauptverantwortlich für die höheren Erzeugerpreise war den Statistikern zufolge abermals Energie. Sie verteuerte sich im April um durchschnittlich 87,3 Prozent. Erdgas kostete 154,8 Prozent mehr als im April 2021, Strom 87,7 und leichtes Heizöl 102,1 Prozent mehr. Klammert man Energie aus, lagen die Erzeugerpreise insgesamt nur um 16,3 Prozent über dem Vorjahr.

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Bei Nahrungsmitteln lag der Aufschlag im Schnitt bei 17,3 Prozent. Besonders stark stiegen die Preise für Butter (+70,9 Prozent zum April 2021, +11,4 Prozent zum März 2022). Nicht behandelte pflanzliche Öle kosteten 70,0 Prozent mehr als im Vorjahr, Rindfleisch war 41,6 Prozent und Kaffee 30,8 Prozent teurer.

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