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Cloud-Dienst AzureGekappte Kabel im Roten Meer verlangsamen Microsoft-Dienst

Der Cloud-Dienst Azure meldet Störungen wegen gekappter Seekabel im Roten Meer. In Asien, Europa und im Nahen Osten könne es zu Störungen kommen. 07.09.2025 - 09:28 Uhr
Microsoft-Logo an einem Gebäude in den USA. Foto: Bloomberg

Bei Microsofts Cloud-Dienst Azure kommt es wegen mehrerer gekappter Glasfaserkabel im Roten Meer zu Beeinträchtigungen. Dies teilte der US-Konzern in der Nacht auf Sonntag mit.

Beim Datenverkehr durch den Nahen Osten, der in Asien oder Europa beginnt oder endet, könne es vermehrt zu Störungen kommen. Azure habe den Datenverkehr über Ausweichrouten umgeleitet, was zu erhöhten Latenzzeiten führe.

Im Roten Meer sind nach Angaben von Experten mehrere Unterseekabel unterbrochen worden. In der Nähe von Dschidda in Saudi-Arabien seien die Kabelsysteme SMW4 und IMEWE ausgefallen, teilte die Organisation Netblocks am Sonntag mit, die potenzielle Einschränkungen des Internets beobachtet. Die Internetverbindung in mehreren Ländern sei beeinträchtigt, darunter Indien und Pakistan.

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Die Kabel verbinden Südostasien, den Nahen Osten und Teile Europas. Das SMW4-Kabel wird von dem indischen Unternehmen Tata Communications betrieben, IMEWE von einem Konsortium unter der Leitung von Alcatel-Lucent.

Der US-Software-Konzern Microsoft teilte mit, wegen unterbrochener Glasfaserleitungen im Roten Meer könnten sich die Datenübertragungszeiten verlängern. Internetverkehr, der nicht durch den Nahen Osten laufe, sei nicht beeinträchtigt. Saudi-Arabien bestätigte die Unterbrechung zunächst nicht. In den Vereinigten Arabischen Emiraten beklagten sich Internetnutzer in den staatlichen Netzen von Du und Etisalat über langsamere Internetgeschwindigkeiten. Die Regierung bestätigte die Störung nicht sofort. Der pakistanische Kommunikationsriese Pakistan Telecommunications meldete Einschränkungen.

Beobachter befürchteten, dass die vom Iran unterstützten jemenitischen Huthi-Rebellen die Kabel durchtrennt haben. Die Huthi wollen Israel nach eigenen Angaben zu einem Ende des Krieges gegen die militant-islamistische Hamas im Gazastreifen zwingen, indem sie Handelsschiffe im Roten Meer angreifen. Im vergangenen Jahr warf die international anerkannte jemenitische Exilregierung den Huthi vor, Unterseekabel im Roten Meer kappen zu wollen. Als es dann tatsächlich zu Unterbrechungen kam, bestritten die Rebellen, dafür verantwortlich zu sein und gaben den USA und Großbritannien die Schuld.

rtr
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