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IT-BrancheSAP wird vorsichtiger bei Prognose für das Cloudgeschäft

Der Softwarekonzern steigert den Gewinn kräftig, doch das gesamtwirtschaftliche Umfeld drückt etwas auf die wichtigste Sparte. 23.10.2025 - 06:33 Uhr
Ein Logo des Softwarekonzerns SAP ist am Hauptgebäude des Softwarekonzerns zu sehen. Foto: Uwe Anspach/dpa

Europas größter Softwarehersteller SAP wird wegen zurückhaltender Kunden vorsichtiger bei seinen Zielen für das wichtige Cloud-Geschäft. Der Cloudumsatz dürfte im Gesamtjahr nun währungsbereinigt am unteren Ende der Bandbreite von 26 bis 28 Prozent steigen, hieß es nach US-Börsenschluss vom Dax-Schwergewicht.

Finanzchef Dominik Asam sprach laut Mitteilung von einem unsicheren gesamtwirtschaftlichen Umfeld. Die in den USA gehandelten SAP-Anteile gaben nachbörslich zunächst deutlich nach.

In den drei Monaten von Juli bis September legte der Cloudumsatz bei SAP kräftig um 22 Prozent auf 5,29 Milliarden Euro zu – das war aber etwas weniger als von Fachleuten erwartet. Bereits vor dem dritten Quartal hatten sowohl US-Behörden als auch Industriefirmen weniger Interesse an neuen Vertragsabschlüssen gezeigt. Beim operativen Ergebnis strebt SAP nun aber das obere Ende der bisher angepeilten Bandbreite von währungsbereinigt 26 bis 30 Prozent Plus an. Auch beim Barmittelzufluss werden die Walldorfer optimistischer.

Gewinn wächst deutlich

Der Gesamtumsatz von SAP stieg im dritten Quartal um sieben Prozent auf 9,08 Milliarden Euro. Beim um Sonderposten bereinigten Ergebnis vor Zinsen und Steuern gab es ein Plus von 14 Prozent auf 2,57 Milliarden Euro. Unter dem Strich lag der Nettogewinn um 42 Prozent höher bei 2,05 Milliarden Euro.

SAP-Chef Christian Klein bemühte sich, größere Sorgen zu zerstreuen. Die Pipeline anstehender Abschlüsse für das vierte Quartal sehe gut aus – auch bei den zuletzt auf die Bremse tretenden öffentlichen Kunden in den USA, wo das Geschäft bereits wieder anziehe. Das vierte Quartal ist bei SAP das weitaus wichtigste im Jahresverlauf, in dem ein Großteil des Geldes verdient wird.

Insgesamt rechnet das Management nicht, dass die aktuelle Flaute bei Kunden schwere Blessuren in den Zahlen hinterlässt. Klein blieb dabei, dass sich das Umsatzwachstum bis 2027 beschleunigen solle.

dpa
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