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Morgan Stanley, Novartis, Easyjet Die Quartalszahlen des Tages

Quartalszahlen: Easyjet, Ericsson, Novartis & Co. Quelle: REUTERS

Hoffnungsträger bescheren dem Pharmakonzern Novartis einen satten Gewinnzuwachs und Easyjet hebt seine Prognose an. Ein Überblick über die Quartalszahlen vom Mittwoch.

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Zahlreiche Firmen veröffentlichen heute ihre aktuelle Quartalsbilanz. Ein Überblick über die Ergebnisse vom Mittwoch:

Gewinn bei US-Großbank Morgan Stanley schnellt hoch
Das US-Geldhaus Morgan Stanley profitiert weiter von guten Geschäften an den Kapitalmärkten und der boomenden US-Wirtschaft. Der Überschuss sei im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 43 Prozent auf 2,3 Milliarden Dollar (1,95 Mrd Euro) gestiegen, teilte der Goldman-Sachs-Rivale in New York mit. Damit übertraf auch Morgen Stanley wie die meisten anderen US-Banken die Erwartungen der Experten. Die Erträge legten um zwölf Prozent auf 10,6 Milliarden Dollar zu. Die Zahlen wurden am Markt positiv aufgenommen. Die Aktie legte vorbörslich deutlich zu.

Hoffnungsträger sorgen für Gewinnzuwachs bei Novartis
Novartis hat seinen Gewinn im zweiten Quartal gesteigert. Dank einer anziehenden Nachfrage nach den Hoffnungsträgern Cosentyx gegen Schuppenflechte und Entresto gegen Herzversagen verbuchte der Pharmakonzern einen bereinigten operativen Gewinn von 3,54 Milliarden Dollar und damit währungsbereinigt sieben Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Verkaufserlöse stiegen währungsbereinigt um fünf Prozent auf 13,2 Milliarden Dollar. Zudem entwickelte sich die vor der Abspaltung an die Börse stehende Augenheilsparte Alcon erneut gut. Lediglich in der Generikasparte Sandoz kämpft Novartis mit dem anhaltenden Preisdruck in den USA. Der Umsatz ging währungsbereinigt um zwei Prozent zurück. Die Prognose für das laufende Jahr bekräftigte der Konzern.

Easyjet hebt Prognose an
Der durch den Kauf von Air-Berlin-Teilen gewachsene britische Billigflieger Easyjet hat seine Gewinnprognose nach dem dritten Quartal nach oben geschraubt. Dank des günstigen Wettbewerbsumfelds werde der Vorsteuergewinn in dem bis Ende September laufenden Geschäftsjahr zwischen 550 und 590 Millionen Pfund (619 bis 664 Millionen Euro) erwartet, teilte das Unternehmen am Mittwoch in London mit. Das wäre ein Anstieg von 45 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Mai hatte das Management noch mit einer Spanne von 530 bis 580 Millionen Pfund gerechnet. Der Aktienkurs legte an der Londoner Börse um mehr als vier Prozent zu.
Der zweitgrößte Billigfluganbieter nach der irischen Ryanair musste zwar so wie andere Fluggesellschaften viele Flüge streichen wegen Lotsenstreiks in Frankreich und Unwetter. Von April bis Juni fielen rund 2600 Flüge aus im Vergleich zu 314 Streichungen vor Jahresfrist. Aber Easyjet profitierte andererseits von der Pleite der britischen Airline Monarch und der Air Berlin, von der die Briten Geschäft übernahmen und zum Platzhirsch am Flughafen Berlin Tegel aufstiegen.

Ericsson überrascht mit starken Zahlen
Der schwedische Netzwerkausrüster hat im zweiten Quartal überraschend einen Betriebsgewinn von 200 Millionen Kronen (rund 19,4 Millionen Euro) erzielt. Im Vorjahr verzeichnete das Unternehmen noch einen Verlust von 500 Millionen Kronen. Experten hatten für das abgelaufene Quartal mit einem Verlust von 100 Millionen Kronen gerechnet. Das Unternehmen zeigte sich zuversichtlich, seine Langfrist-Ziele zu erreichen.

Software AG mit weniger Umsatz
Die Software AG hat im zweiten Quartal trotz eines Umsatzrückgangs den operativen Gewinn auf Vorjahresniveau gehalten. Die Erlöse gingen um ein Prozent auf 205,7 Millionen Euro zurück, wie das im TecDax notierte Unternehmen aus Darmstadt am Mittwoch mitteilte. Währungseffekte hätten für Belastungen von 9,5 Millionen Euro gesorgt; ohne sie wäre der Umsatz demnach um vier Prozent gestiegen. Kräftige Zuwächse verbuchte der Konzern im Geschäft mit Lizenzen und Technologien für das Internet der Dinge (IoT). Beim operativen Ergebnis (Ebita) übertraf der zweitgrößte deutsche Software-Hersteller nach SAP die Erwartungen der Analysten, die mit einem kräftigen Rückgang gerechnet hatten. Der Gewinn lag jedoch mit 61,5 Millionen Euro minimal über dem Vorjahreswert.

Electrolux übertrifft Erwartungen
Der schwedische Haushaltswarenhersteller hat im zweiten Quartal einen Betriebsgewinn von 1,65 Milliarden Kronen (rund 159,1 Millionen Euro) verzeichnet und damit die Analystenerwartungen leicht übertroffen. Im Vorjahresquartal war noch ein Gewinn von 1,92 Milliarden Kronen erzielt worden. Das Unternehmen teilte mit, höhere Rohstoffkosten und negative Wechselkursauswirkungen sollten durch Preissteigerungen und Kostenreduzierungen abgemildert werden.

Akzo Nobel enttäuscht Experten
Der niederländische Farbenhersteller hat im zweiten Quartal bei Umsatz und Gewinn die Erwartungen von Experten verfehlt. Das operative Ergebnis brach um 23 Prozent auf 225 Millionen Euro ein. Experten hatten mit einem Rückgang von 15 Prozent gerechnet. Beim Umsatz betrug das Minus drei Prozent. Hier hatten Analysten einen Rückgang um rund zwei Prozent auf 2,48 Milliarden Euro erwartet

ASML übertrifft Expertenerwartungen
Der Chipausrüster ASML hat im zweiten Quartal bessere Ergebnisse verzeichnet als von Experten erwartet. Der Nettogewinn stieg auf 584 Millionen Euro von 540 Millionen Euro. Der Umsatz kletterte um 20 Prozent auf 2,74 Milliarden Euro. Es rechne mit einem stärkeren zweiten Halbjahr, teilte das Unternehmen mit.

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