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„Sie sollten besser vorsichtig sein“Trump schießt gegen Google, Facebook und Twitter

US-Präsident Donald Trump hat den großen Internet-Konzernen Google, Facebook und Twitter unfaire Praktiken vorgeworfen. Gleichzeitig sprach er eine Warnung aus, sie sollten künftig vorsichtiger vorgehen. 29.08.2018 - 08:54 Uhr

Wenn sich der US-Präsident selbst googelt, dann findet er laut eigenen Angaben zu selten positive Meldungen über sich. Der Suchmaschine Google wirft er somit Voreingenommenheit vor.

Foto: REUTERS

„Ich glaube, was Google und was andere tun, wenn man sieht, was bei Twitter und Facebook vor sich geht, sie sollten besser vorsichtig sein, denn das kannst du mit den Menschen nicht machen“, sagte US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus und warf den großen Internet-Konzernen Google, Facebook und Twitter unfaire Praktiken vor: „Ich glaube, Google und Twitter und Facebook bewegen sich auf sehr besorgniserregendem Boden und sie müssen vorsichtig sein. Es ist nicht fair gegenüber großen Teilen der Bevölkerung“, sagte Trump, ohne seine Vorwürfe zu konkretisieren.

Kurz zuvor hatte er Google vorgeworfen, Internetsuchen zu seinem Nachteil zu manipulieren. Die Google-Ergebnisse für „Trump News“ zeigten nur die Berichte der „Fake News“-Medien, schrieb er am Dienstag auf Twitter. „Anders formuliert haben sie diese für mich und andere so manipuliert, dass fast alle Geschichten und Nachrichten schlecht sind.“ Die republikanischen, konservativen und „fairen“ Medien seien ausgesperrt. „Das ist eine sehr ernste Situation - wird angegangen“, twitterte er.

Trump äußerte zudem die Ansicht, dass Informationen verheimlicht würden. „Sie kontrollieren, was wir sehen können und was nicht“, urteilte Trump. Es handele sich um eine sehr ernste Situation, mit der er sich befassen werde. Im Oval Office sagte er: „Wir haben im wahrsten Sinne des Wortes Tausende und Tausende Beschwerden, die einlaufen.“ “ Er beschuldigte die Suchmaschine, viele Leute ausgenutzt zu haben. Dies könne man Menschen nicht antun.

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Später sagte Trumps Wirtschaftsberater Larry Kudlow, das Weiße Haus schaue sich an, ob Google-Suchen einer Regulierung durch die US-Regierung unterliegen sollten. Dies wäre eine beachtenswerte Entwicklung, da Trump normalerweise stolz betont, Regulierung durch Behörden zurückgefahren zu haben, weil sie die Wirtschaft bremse. Trump und Unterstützer haben den Unternehmen des Silicon Valley bereits länger unterstellt, voreingenommen gegenüber Konservativen zu sein. Obwohl einige betroffene Geschäftsführer sich tatsächlich im liberalen politischen Spektrum ansiedeln mögen, haben sie stets betont, ihre Produkte seien vorurteilsfrei.

Beweise für seine Vorwürfe nannte Trump wie so häufig nicht. Google dementierte die Angaben des Präsidenten. „Wir stufen Suchergebnisse niemals ein, um die politische Stimmung zu manipulieren“, erklärte der im kalifornischen Mountain View ansässige Konzern. Das Ziel der Suchmaschine sei, den Nutzern schnellstmöglich die relevantesten Resultate zu ihren Anfragen zu geben. „Jedes Jahr fügen wir unseren Algorithmen Hunderte Verbesserungen zu, um sicherzustellen, dass sie qualitativ hochwertige Antworten als Reaktion auf Nutzerfragen liefern.“

Eine Google-Suche am Dienstagmorgen (Ortszeit) zeigte einige Stunden nach den präsidialen Tweets unter anderem Berichte von CNN, ABC News, Fox News und der Wirtschaftsseite MarketWatch an. Bei einer späteren Suche nach „Trump“ zählte Fox News, Trumps beliebtestes Fernsehnetzwerk, wieder zu den Topergebnissen.

Experten legten nahe, dass Trump möglicherweise nicht verstehe, wie Suchmaschinen funktionieren. Google-Suchen zielen darauf ab, die relevantesten Webseiten als Reaktion auf die Abfrage eines Nutzers zu liefern – und zwar noch bevor dieser das Tippen in die Suchmaske beendet hat. Die ersten Treffer sind jene, die über Googles Algorithmen als die maßgeblichsten, informativsten und relevantesten beurteilt wurden. Viele Faktoren bestimmen die Suchergebnisse, darunter etwa, wie viel Zeit Nutzer auf einer Seite verbringen, wie diese gestaltet ist und wie viele andere Seiten verlinkt sind.

AP, dpa
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