1. Startseite
  2. Unternehmen
  3. IT
  4. Video-App: Wird Tiktok USA an Oracle, Silver Lake und Andreessen Horowitz verkauft?

Video-AppWird Tiktok USA an Oracle, Silver Lake und Andreessen Horowitz verkauft?

Tiktok bleibt in den USA online – trotz anderslautender Gesetze. Hintergrund sind offenbar Gespräche über eine Übernahme des US-Geschäfts der Videoplattform. 17.09.2025 - 09:06 Uhr
Das auf einem Bildschirm angezeigte Logo der Videoplattform TikTok erscheint auf einem Display, in dem sich die US-amerikanische Flagge spiegelt. Foto: Jens Büttner/dpa

Präsident Donald Trump gibt Tiktok abermals eine Gnadenfrist in den USA. Die Kurzvideo-App soll trotz eines US-Gesetzes zu ihrem Aus zunächst mindestens bis zum 16. Dezember verfügbar bleiben. Von der US-Regierung hieß es diese Woche, es gebe „einen Rahmen für einen Tiktok-Deal“ mit China, wo der bisherige Eigentümer Bytedance seine Zentrale hat. Trump und Staatschef Xi Jinping würden die Vereinbarung bei einem Gespräch am Freitag besiegeln, sagte US-Finanzminister Scott Bessent.

Der US-Wirtschaftssender CNBC berichtete allerdings am Dienstag, es könne noch 30 bis 45 Tage dauern, bis ein Verkaufsdeal bis ins letzte Detail ausgehandelt sei.

Den Informationen zufolge werde der Software-Konzern Oracle des Trump-Unterstützers Larry Ellison dabei seine Rolle als technischer Dienstleister von Tiktok in den USA behalten.

Reddit

„Deutschland ist einer unserer am schnellsten wachsenden Märkte“

Von der Nerd-Nische zum Börsenstar: Reddit erobert Europa – als Kontrapunkt zu Echokammern wie X oder Facebook.

von Thomas Kuhn und Florian Güßgen

Zeitung: Neue Tochterfirma für US-Geschäft

Amerikanische Investoren wie Oracle sowie die Investmentfirmen Silver Lake und Andreessen Horowitz sollen nach der Einigung 80 Prozent an einer neuen US-Tochterfirma von Tiktok bekommen, berichtete das „Wall Street Journal“. Der Rest solle bei chinesischen Anteilseignern liegen.

Aus Peking hieß es zugleich der „Financial Times“ zufolge, Tiktok werde auch im US-Geschäft weiter auf den in China entwickelten Algorithmus zugreifen, der bestimmt, welche Videos Nutzern als Nächste angezeigt werden. Kritiker in den USA sehen in der Software die Gefahr, dass die US-Regierung die öffentliche Meinung beeinflussen könnte. Tiktok und der in China ansässige Eigentümer Bytedance weisen das zurück.

Das US-Gesetz schreibt vor, dass weder die chinesische Regierung noch Bytedance Kontrolle über den Algorithmus haben dürfen. 

In den USA werden Bytedance – und damit auch die Tochter Tiktok – als chinesische Unternehmen gesehen. Bytedance kontert, der Konzern sei zu 60 Prozent in Besitz internationaler Investoren und habe seinen Sitz auf den Cayman Islands. Allerdings hat Bytedance eine große Zentrale in Peking und ist damit auch an viele chinesische Vorschriften gebunden. Und Gründer um Zhang Yiming halten zwar lediglich einen Anteil von 20 Prozent – aber laut Medienberichten die Kontrolle dank Aktien mit mehr Stimmrechten.

KI-Betrug im Internet

Wenn ein gefälschter Dirk Müller auf Betrugstour geht

Statt Enkeltrick an der Haustür ist heute Finanzbetrug in sozialen Netzwerken auf dem Vormarsch. Ein Lockmittel, vermeintliche Experten – alles erstellt per KI.

von Sebastian Schug

Trump hebelt Gesetz aus

Tiktok hätte nach dem im vergangenen Jahr beschlossenen Gesetz eigentlich bis zum 19. Januar von Bytedance verkauft werden müssen – oder in den USA vom Netz gehen. Doch Trump räumte gleich zu seinem Amtsantritt im Januar eine zusätzliche Frist von 75 Tagen ein. US-Behörden wurden angewiesen, das Gesetz vorerst nicht Umzusetzen.

Danach verlängerte Trump die Gnadenfrist immer weiter – während es dafür in dem Gesetz keine Grundlage gab. Schon die ersten 75 Tage waren nicht vom Dokument gedeckt: Es sah lediglich einen einmaligen Aufschub von 90 Tagen für den Fall gut laufender Verkaufsverhandlungen vor. Nach den jüngsten Ankündigungen wirkt die nun verfügte Pause wie die erste, die diese Voraussetzung erfüllt.

Vom Tiktok-Gegner zum Fan

Trump hatte bereits während seiner ersten Amtszeit versucht, durch Verbotsdruck einen Tiktok-Verkauf zu erzwingen, scheiterte damit aber vor US-Gerichten. Nun gäbe es zwar eine solide rechtliche Basis für ein Verbot – doch der Präsident betont, die App habe ihm im Wahlkampf geholfen, insbesondere bei der Mobilisierung junger Wählern.

China stellte unterdessen schon in Trumps erster Amtszeit die Regel auf, dass für den Verkauf von Software-Algorithmen ins Ausland die Zustimmung der Regierung erforderlich ist.

dpa
Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
Stellenmarkt
Die besten Jobs auf Handelsblatt.com
Anzeige
Homeday
Homeday ermittelt Ihren Immobilienwert
Anzeige
IT BOLTWISE
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Remind.me
Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s
Anzeige
Presseportal
Lesen Sie die News führender Unternehmen!
Anzeige
Bellevue Ferienhaus
Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen
Anzeige
Übersicht
Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche
Anzeige
Finanzvergleich
Die besten Produkte im Überblick
Anzeige
Gutscheine
Mit unseren Gutscheincodes bares Geld sparen
Anzeige
Weiterbildung
Jetzt informieren! Alles rund um das Thema Bildung auf einen Blick