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Michael Fohrer Bombardier-Deutschland-Chef verlässt das Unternehmen

Michael Fohrer verlässt den Zughersteller mit sofortiger Wirkung. Sein Nachfolger wird der langjährige Siemens-Manager Marco Michel.

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Der Deutschlandchef des Zugbauers Bombardier Transportation wird das Unternehmen mit sofortiger Wirkung verlassen. Quelle: dpa

Der Deutschlandchef des Zugbauers Bombardier Transportation, Michael Fohrer, wird das Unternehmen mit sofortiger Wirkung verlassen. Ausschlaggebend seien persönliche Gründe gewesen sowie Karrieremöglichkeiten außerhalb des Unternehmens, teilte Bombardier am Mittwoch mit. Nachfolger wird demnach Marco Michel, der den Posten des kommissarischen Präsidenten der Region Mittel-, Osteuropa und Israel übernimmt.

Fohrer war seit 2008 bei Bombardier Transportation tätig und wurde 2016 Vorsitzender der deutschen Geschäftsführung. Michel war bislang für das operative Geschäft der Region verantwortlich sowie für die Region Europa, Naher Osten, Afrika und Indien. Er arbeitet seit 2017 fürs Unternehmen und war zuvor viele Jahre bei Siemens tätig.

Die Zugsparte von Bombardier befindet sich gerade in Fusionsverhandlungen mit dem französischen Konkurrenten Alstom. Die Gewerkschaft IG Metall hat dabei am Donnerstag zu einem europaweiten Aktionstag zum Erhalt der Arbeitsplätze aufgerufen.

„Bei den Beschäftigten von Bombardier Transportation ist fünf Monate nach der Ankündigung der Übernahme durch Alstom die Unsicherheit immer noch sehr hoch“, teilte die Gewerkschaft mit. „Die Beschäftigten und Gewerkschaften fordern die Unternehmensleitungen von Bombardier und Alstom auf, alle Arbeitsplätze und alle europäischen Standorte zu sichern und sich zu echten Garantien zu verpflichten.“

Zu Flugblattaktionen sowie einer „aktiven Frühstückspause“ vor dem Werktor sind am frühen Donnerstagmorgen auch die Beschäftigten des Brandenburger Bombardier-Werks Hennigsdorf sowie der Standorte Bautzen und Görlitz in Sachsen aufgerufen. „Erstmalig findet ein europaweiter gemeinsamer Aktionstag mit allen Gewerkschaften vor einer Fusion statt“, teilte Stefan Schaumburg mit, IG-Metall-Bezirksleiter für Berlin, Brandenburg und Sachsen.

Der Hersteller der TGV-Hochgeschwindigkeitszüge hatte die Fusion im Februar ankündigt. Dafür sind nach damaligen Angaben 5,8 Milliarden bis 6,2 Milliarden Euro fällig. Derzeit untersuchen EU-Wettbewerbshüter die geplante Übernahme. Bis Mitte Juli soll eine Entscheidung fallen. Die Wettbewerbshüter können dann auch noch eine vertiefte Prüfung anordnen.

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