Preisfrage: Wie sich der Preis einer Orange zusammensetzt
In Deutschland kaufen die meisten Menschen noch immer selten bis nie Bioprodukte ein. Das liegt auch daran, dass Bio meist teurer ist. Während ein Kilo Bioorangen bei dem Onlinehändler Gebana 3,77 Euro kostet, zahlen Konsumenten für die normale Orange bei Edeka beispielsweise für die gleiche Menge 1,18 Euro, also weniger als ein Drittel.
Laut eigenen Aussagen bezahlt Gebana Bauern deutlich mehr als Wettbewerber, nämlich 0,75 Euro pro Kilo. Für Sortierung, Verpackung und Export fallen zudem 0,70 Euro an, für Logistik und Versand 0,68 Euro und für Vertrieb und Marge 1,64 Euro.
0,75 €
Anteil der Bauern
+
0,70 €
Sortierung, Verpackung, Export
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0,68 €
Logistik, Versand
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1,64 €
Vertrieb, Marge
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3,77 €
zahlen Konsumenten für ein Kilo Bioorangen.
Bild: Getty Images
Die Frucht wird aus dem Süden nach Deutschland importiert. Im Jahr 2023 fuhr Deutschland rund 308.000 Tonnen aus Spanien ein. Spanien ist damit nicht nur Hauptlieferant, sondern auch mit Abstand die Nummer eins. Fast 80 Prozent der verbrauchten Früchte kommen aus dem Land, danach folgen 8 Prozent aus Südafrika, sechs Prozent aus Italien und drei Prozent aus Griechenland. In Deutschland verkaufte Orangen werden also fast ausschließlich in Südeuropa angebaut.
Anders sieht es übrigens bei Orangensaft aus, der wird vor allem aus Brasilien importiert. Weil die Orangenernte dort in der letzten Saison so schlecht ausfiel, stieg der Preis für einen Liter im Frühsommer auf über zwei Euro. Das spiegelte sich auch an der Rohstoffbörse wider. Dort stieg der Preis zeitweise so stark an, dass Orangensaft in der Liste der Preisanstiege unter allen Rohstoffen auf Platz zwei lag. Mittlerweile hat sich der Preis wieder erholt.
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