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ZInspolitik Österreichs Notenbankchef sieht neuen EZB-Ausblick kritisch

Nach Bundesbank-Präsident Weidmann kritisiert nun auch Österreichs Notenbankchef die Zinspolitik der EZB. Man hätte sich nicht so lange in die Zukunft binden dürfen.

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Das EZB-Ratsmitglied plädierte für eine Ausstiegsklausel. Quelle: Reuters

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat sich aus Sicht von Österreichs Notenbankchef Robert Holzmann mit ihrem neuen geldpolitischen Ausblick zu weit im Voraus festgelegt. „Das war ein Schritt zu weit“, sagte das EZB-Ratsmitglied am Dienstag im Interview dem Sender CNBC.

Er habe wie Bundesbank-Chef Jens Weidmann und Belgiens Notenbank-Chef Pierre Wunsch Bedenken gehabt. „Wir hätten uns einen anderen Ausblick gewünscht, mit dem wir uns nicht so lange in die Zukunft binden, um für den Fall beweglich und bereit zu sein, wenn die Inflation ein früheres Anheben (der Zinsen) erfordert“, sagte Holzmann.

Die EZB hatte ihren Zinsausblick in der vergangenen Woche auf ihrer geldpolitischen Ratssitzung angepasst. Die Euro-Wächter wollen unter anderem nun ihre Leitzinsen so lange auf dem aktuellen oder einem noch tieferen Niveau halten, bis zu sehen ist, dass die Inflation zwei Prozent erreicht und dann erst einmal so bleibt.

Dies sei ein Zeitraum vom vielleicht fünf oder sechs Jahren, hatte Belgiens Notenbankchef Wunsch kritisiert. Auch aus Sicht von Weidmann wurde damit das Niedrigzinsumfeld potenziell zu lange fortgeschrieben.

Wie Wunsch habe auch er für eine Ausstiegsklausel plädiert, sagte Holzmann. Es wäre mit Blick auf die Märkte ehrlicher gewesen zu sagen, die EZB werde zunächst weiterhin eine konjunkturstützende Geldpolitik betreiben, sie sei aber nötigenfalls bereit, die Zinsen zu ändern, erläuterte er. Insidern zufolge hatte es bei der Zinssitzung in der vergangenen Woche starke Differenzen gegeben.

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