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HandelsstreitTrump lehnt im Zoll-Streit EU-Vorschlag ab und droht China mit Eskalation

Sollte die Volksrepublik China ihre Gegenzölle nicht fallen lassen, droht Trump mit zusätzlichen Zöllen. China wirft den USA Erpressung vor. 07.04.2025 - 19:48 Uhr
Eine Aktienanlegerin steht vor den Aktienkursindizes in einem Maklerhaus in Hangzhou in der ostchinesischen Provinz Zhejiang. Foto: -/CHINATOPIX/AP/dpa

US-Präsident Donald Trump lehnt Kompromisse im Zoll-Streit mit der Europäischen Union und mit China ab. Den Vorschlag von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, beide Seiten sollten die Zölle auf Industriegüter aufheben, wies er zurück. Am Rande einer Pressekonferenz im Weißen Haus mit Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte Trump am Montagabend (Ortszeit) in Washington auf die Frage, ob das EU-Angebot ausreichend sei: „Nein, ist es nicht.“

Stattdessen forderte er, die EU müsse von den USA Energie kaufen. Das werde ein Schwerpunkt seiner Bemühungen sein, das Handelsdefizit mit der EU zu beseitigen. Er wiederholte Vorwürfe, europäische Länder würden nicht genügend Produkte aus den USA kaufen.

In dem von US-Präsident Donald Trump begonnenen weltweiten Handelskonflikt tickt nun die Uhr zunächst für China. Trump gab der chinesischen Führung bei einem Termin im Weißen Haus bis Dienstag 12.00 Uhr (18.00 Uhr MESZ) Zeit, die von Peking verkündeten Gegenzölle in Höhe von 34 Prozent wieder zurückzunehmen. Er kündigte an, am Mittwoch würden die Zölle für Importe aus China auf 50 Prozent erhöht, falls die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt ihre in der vergangenen Woche verhängten Zölle von 34 Prozent auf US-Produkte nicht bis Dienstag zurücknehme. „Darüber hinaus werden alle Gespräche mit China bezüglich der von ihnen gewünschten Treffen mit uns abgebrochen“, schrieb Trump am Montag auf seiner Plattform Truth Social. Doch die Antwort aus Peking folgte umgehend: Bestünden die USA weiterhin auf diesem Weg, werde „China sie definitiv bis zum Ende begleiten“, teilte das Pekinger Handelsministerium mit.

Trump hatte vergangene Woche Zölle auf Einfuhren aller seiner Handelspartner angekündigt. Am Samstag waren Zölle in Höhe von zehn Prozent auf alle Einfuhren in den größten Verbrauchermarkt der Welt in Kraft getreten. Am Mittwoch sollen darüber hinaus gezielte Zölle von bis zu 50 Prozent in Kraft treten. Der Präsident gab bekannt, dass mehrere Länder über die Zölle mit den USA verhandeln wollen. Wer genau Gesprächswünsche angemeldet hat, ließ Trump offen. Hochrangige US-Regierungsvertreter hatten am Sonntag erklärt, dass mehr als 50 Länder um Verhandlungen gebeten hätten. Der Zollstreit hat zu massiven Kurseinbrüchen an den Börsen weltweit geführt und die Furcht vor einem Handelskrieg angeheizt.

rtr
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