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ÜbernahmeKartellamt gibt Unicredit grünes Licht für Commerzbank-Einstieg

Unicredit darf ihren Anteil an der Commerzbank ausbauen. Das Bundeskartellamt hat den Erwerb eines Minderheitsanteils genehmigt. Die Commerzbank will weiter Widerstand leisten. 14.04.2025 - 12:35 Uhr
Das Logo der Bank Unicredit hängt an einem Gebäude. Foto: dpa

Die italienische Großbank Unicredit kann ihren Einstieg bei der Commerzbank weiter vorantreiben. Das Bundeskartellamt gab die Übernahme eines Minderheitsanteils des Frankfurter Geldhauses durch die Unicredit ohne Auflagen frei. „Schon durch den angemeldeten Minderheitserwerb kommt es zu einer Stärkung der Marktposition der UniCredit im Privat- und Firmenkundengeschäft in Deutschland“, teilte Kartellamtschef Andreas Mundt am Montag mit. Doch gebe es in allen Bereichen, in denen die beiden Institute tätig seien, „weitere bedeutende Wettbewerber“. Deshalb sei die Transaktion von der Bonner Behörde freigegeben worden.

Eine Entscheidung, ob die Unicredit mit der Commerzbank zusammengehen will, werde aber wohl nicht mehr dieses Jahr fallen, hatte die Unicredit im März erklärt. So setzt Orcel auf Gespräche mit der neuen Bundesregierung. Der Bund hält noch gut zwölf Prozent an dem Institut. Die Bundesregierung, das Land Hessen, die Commerzbank-Spitze und Arbeitnehmervertreter lehnen das Vorgehen der Unicredit ab. Orcel preist dagegen immer wieder die Vorzüge eines Zusammenschlusses.

Viel Widerstand aus Deutschland

Die Commerzbank reagierte gelassen auf die Entscheidung: Das Geldhaus nehme den Beschluss zur Kenntnis, der nichts an der grundsätzlichen Situation ändere, teilte die Bank mit. Die Commerzbank hatte der Unicredit nach dem Einstieg der Italiener im vergangenen Jahr die kalte Schulter gezeigt und besteht auf ihrer Unabhängigkeit. Das Vorgehen des Mailänder Instituts sieht sie gar als feindlich an.

UniCredit ist mit bisher 9,5 Prozent zweitgrößter Aktionär der Commerzbank nach dem Bund, der zwölf Prozent hält. Die Italiener haben sich aber über Optionen und andere Derivate nach eigenen Angaben Zugriff auf weitere 18,5 Prozent an dem Dax-Unternehmen gesichert. Ein Tausch in Aktien wäre aber erst nach Erhalt aller dazu nötigen Genehmigungen möglich.

Die Europäische Zentralbank (EZB) als Aufseherin für die Großbanken hatte eine Aufstockung der direkten Commerzbank-Beteiligung auf bis zu 29,9 Prozent bereits genehmigt. Die österreichische Kartellbehörde hatte Unicredit im März keine Steine in den Weg gelegt. Nun gab auch das Bundeskartellamt grünes Licht.

Die Commerzbank wirbt mit steigenden Dividenden und ehrgeizigen Renditezielen bei ihren Aktionären für die Eigenständigkeit des Instituts, das unter anderem für viele deutsche Mittelständler ein wichtiger Partner ist. Profitabler werden will die Commerzbank auch mit einem Job-Abbau: Trotz eines Rekordgewinns verkündete das Institut jüngst den Abbau von rund 3900 Vollzeitstellen.

rtr
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