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ArbeitsmarktUnternehmen streichen Stellen – trotz Weihnachten auch im Handel

Die schwache Konjunktur zwingt viele Firmen zu Zurückhaltung bei Neueinstellungen. Selbst vor dem Weihnachtsgeschäft wächst die Unsicherheit weiter. 26.11.2025 - 10:24 Uhr
Der Eingang zum Jobcenter Berlin-Mitte. Foto: Jens Kalaene/dpa

Die Unternehmen in Deutschland werden angesichts der schwachen Konjunktur vorsichtiger bei ihrer Personalplanung. Das Beschäftigungsbarometer fiel im November auf 92,5 Punkte, von 93,5 Zählern im Oktober, wie das Münchner ifo Institut am Mittwoch zu seiner Umfrage unter mehr als 9000 Betrieben mitteilte. Einen niedrigeren Wert gab es zuletzt vor mehr als fünf Jahren während der Coronapandemie. „Viele Unternehmen streichen weiter Stellen“, sagte der Leiter der Ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe. „Aufgrund der stotternden Konjunktur bleibt die Entwicklung am Arbeitsmarkt schwach.“

In der Industrie hielt die Abwärtsbewegung an: Dort setzte sich der Trend zum Personalabbau in fast allen Branchen fort. Die Dienstleister sind nach einem kurzen Aufatmen im Vormonat wieder merklich vorsichtiger bei Neueinstellungen. „Insbesondere das Gastgewerbe plant, weitere Stellen zu streichen“, fand das ifo Institut heraus. Einzig die Rechtsberatungen und Steuerbüros wollen demnach kräftig neues Personal einstellen. Die Handelsunternehmen planen mit weniger Mitarbeitern – trotz des anstehenden Weihnachtsgeschäfts.

Im Baugewerbe steigt der Bedarf an Arbeitskräften etwas. Das Barometer erreichte den höchsten Wert seit Mai 2022. Die Branche hat zuletzt deutlich mehr Aufträge an Land gezogen und kann auf frische Impulse durch die Bundesregierung hoffen. Diese will in den kommenden Jahren viele Milliarden in die Modernisierung der Infrastruktur stecken.

Die sogenannten Wirtschaftsweisen rechnen in ihrem Gutachten für die Bundesregierung nur mit einem Wachstum von 0,2 Prozent im zu Ende gehenden Jahr. 2026 soll es dann zu einem Plus von 0,9 Prozent reichen – vor allem durch die geplanten Milliardeninvestitionen der Bundesregierung in Infrastruktur und Verteidigung. Der Bundesbank zufolge profitierte etwa die heimische Industrie aufgrund ihrer schlechten Wettbewerbsposition „nur begrenzt von der anhaltend moderat wachsenden Weltwirtschaft“.

rtr
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