1. Startseite
  2. Unternehmen
  3. Dienstleister
  4. Kurznachrichtendienst: EU-Aufsicht verhängt Millionenstrafe gegen Kurznachrichtendienst X

KurznachrichtendienstEU-Aufsicht verhängt Millionenstrafe gegen Kurznachrichtendienst X

Wegen Verstöße gegen Transparenzvorschriften muss Elon Musks Kurznachrichtendienst X 120 Millionen Euro Strafe zahlen. 05.12.2025 - 18:52 Uhr
2 Personen mit Smartphones in der Hand vor dem X-Logo. Foto: REUTERS

Die EU-Aufsichtsbehörden haben eine Strafe in Höhe von 120 Millionen Euro gegen den Kurznachrichtendienst X von Tesla-Chef Elon Musk wegen Verstößen gegen Transparenzvorschriften verhängt. Die Strafe sei angemessen und basiere darauf, wie schwerwiegend die Verstöße seien, sagte Digitalkommissarin Henna Virkkunen am Freitag.

Mit der Entscheidung kommt erstmals der Digital Services Act (DSA) zum Einsatz, der unter anderem die Einhaltung von Transparenzanforderungen sicherstellt und Maßnahme zur Bekämpfung rechtswidriger Online-Inhalte vorsieht.

Der chinesische Videodienst Tiktok habe dagegen durch sein Entgegenkommen eine Strafe für Verstößen bei der Werbung abgewendet, hieß es weiter. "Wir sind nicht angetreten, um die höchsten Strafen zu verhängen. Wir sind hier, um sicherzustellen, dass unsere Digitalgesetzgebung umgesetzt wird", sagte Virkkunen. Wer sich daran halte, müsse keine Strafen zahlen. "Ich denke, es ist sehr wichtig, klarzustellen, dass der DSA nichts mit Zensur zu tun hat." Dennoch dürfte die Strafe bei der US-Regierung auf scharfe Kritik stoßen.

LNG-Verbot

Putin ist der EU längst einen Schritt voraus

Europa will ab 2027 Gasimporte aus Russland verbieten. Der Kreml hat mehrere Optionen, ohne Europa als Käufer seine Kriegskasse mit Gaseinnahmen zu füllen.

von Thomas Stölzel

Schon seit längerem ist die europäische Digitalpolitik der Regierung von US-Präsident Donald Trump ein Dorn im Auge. Sie sieht in den Bemühungen der EU, für mehr Wettbewerb bei Digitaldiensten zu sorgen, ein gezieltes Vorgehen gegen US-Konzerne. US-Vizepräsident J.D. Vance hatte vor der Entscheidung auf X geschrieben: "Gerüchte gehen herum, dass die EU-Kommission X zu Hunderten Millionen Dollar Strafe dafür verdonnert, sich nicht an Zensur zu beteiligen. Die EU sollte sich für Meinungsfreiheit aussprechen und nicht US-Unternehmen wegen Müll angreifen." Die EU-Kommission führt dagegen an, dass sie mit ihren Gesetzen lediglich ihre digitalen und demokratischen Standards verteidigt.

Die Untersuchung gegen X lief zwei Jahre lang. Künftige Untersuchungen sollten schneller gehen, sagte Virkkunen. Den EU-Aufsehern stieß unter anderem der blaue Haken auf, der bei X verifizierte Nutzerkonten signalisieren sollte, inzwischen aber gekauft werden kann. Zudem ging es um mangelnde Transparenz bei Werbung sowie den Datenzugang für Wissenschaftler. Die Untersuchungen wegen Verbreitung von verbotenen Inhalten und Maßnahmen gegen Falschinformationen liefen weiter. Auch eine separate Untersuchung gegen Tiktok, bei der es um das Design, den Algorithmus und den Schutz von Kindern geht, dauert an. (Bericht von Foo Yun Chee, geschrieben von Christina Amann. Redigiert von Olaf Brenner.

rtr
Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
Stellenmarkt
Die besten Jobs auf Handelsblatt.com
Anzeige
Homeday
Homeday ermittelt Ihren Immobilienwert
Anzeige
IT BOLTWISE
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Remind.me
Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s
Anzeige
Presseportal
Lesen Sie die News führender Unternehmen!
Anzeige
Bellevue Ferienhaus
Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen
Anzeige
Übersicht
Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche
Anzeige
Finanzvergleich
Die besten Produkte im Überblick
Anzeige
Gutscheine
Mit unseren Gutscheincodes bares Geld sparen
Anzeige
Weiterbildung
Jetzt informieren! Alles rund um das Thema Bildung auf einen Blick