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WashingtonWadephul beschwört in den USA transatlantisches Verhältnis

Grönland, Russland, Rückzug aus UN-Organisationen: Trumps Kurs sorgt in Deutschland für Irritationen. Doch Außenminister Wadephul betont Gemeinsamkeiten. 13.01.2026 - 07:20 Uhr
Außenminister Johann Wadephul trifft den US-Außenminister Marco Rubio in Washington. Foto: Michael Kappeler/dpa

Außenminister Johann Wadephul hat ungeachtet der Irritationen über den Kurs von US-Präsident Donald Trump gegenüber Grönland oder den US-Rückzug aus internationalen Organisationen das transatlantische Verhältnis beschworen.

Nach einem Treffen mit US-Außenminister Marco Rubio sagte der CDU-Politiker in Washington: „Das war ein sehr freundschaftliches, ein sehr intensives Gespräch, was geprägt dadurch war, dass wir beide uns bewusst sind, dass wir enge Verbündete, enge Freunde sind.“

Vizekanzler Lars Klingbeil hatte dagegen am Rande seines Besuches in Washington am gleichen Tag erklärt, er mache sich „große Sorgen“ um das transatlantische Verhältnis mit den USA. Die Bundesregierung wolle alle Möglichkeiten nutzen, mit den Partnern im Dialog zu sein, betonte der SPD-Chef. „Aber wir sehen eben auch, dass die Diskussionen immer schwieriger werden, dass die Differenzen immer größer werden.“ Es sei schlecht für die Welt, „wenn sich Europa und die USA auseinanderdividieren“.

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Wadephul betonte dagegen nach dem Gespräch mit Rubio: „Unsere Partnerschaft ist stark, wir sind handlungsfähig und wir sind entschlossen, diese Partnerschaft weiter auszubauen.“ Man sei sich auch in der Debatte über das gemeinsame Engagement für einen gerechten Frieden in der Ukraine bewusst geworden, „dass wir auf derselben Seite der Geschichte, auf derselben Seite der Werte und auf derselben Seite der Interessen stehen“.

Die USA stünden politisch wie auch militärisch in der Nato „voll und ganz an der Seite Europas“ und seien darauf ausgerichtet, Recht und Freiheit in der westlichen Welt zu verteidigen, sagte Wadephul. „Daran gibt es überhaupt keinen Zweifel, und ich rate uns Europäern auch dazu, nicht Dinge in Zweifel zu ziehen, die in Washington nicht in Zweifel gezogen werden“, sagte er mit Blick etwa auf die Beistandsklausel in Artikel fünf des Nato-Vertrags.

dpa
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