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US-NotenbankKandidat für Fed-Chefposten spielt US-Ermittlungen gegen Powell herunter

Die Ermittlungen gegen Notenbankchef Jerome Powell sollen harmlos sein, heißt es aus dem Weißen Haus. Dennoch sorgt der Streit weiterhin für Unruhen. 16.01.2026 - 16:59 Uhr
Kevin Hassett, Vorsitzender des Nationalen Wirtschaftsrats im Weißen Haus, gibt im Weißen Haus ein Fernsehinterview. Foto: Alex Brandon/AP/dpa

Der Wirtschaftsberater des Weißen Hauses, Kevin Hassett, hat die strafrechtlichen Ermittlungen gegen US-Notenbankchef Jerome Powell heruntergespielt. Er erwarte keine neuen Erkenntnisse, sagte der Direktor des Nationalen Wirtschaftsrats am Freitag dem Sender Fox Business Network. Die Untersuchung der Fed sei lediglich eine Informationsanfrage: „Ich bin sicher, die Informationen werden in Kürze vorliegen, und dann wird es weitergehen.“

Hassett ist einer der Kandidaten im Rennen um den Chefposten der Fed, der nach dem Ende von Powells Amtszeit im Mai frei wird. Das Justizministerium hat gegen Powell wegen Kostenüberschreitungen bei einem 2,5 Milliarden Dollar teuren Renovierungsprojekt am Sitz der Fed in Washington Ermittlungen eingeleitet.

Hassett sagte, er gehe davon aus, dass bei der Sache nichts herauskommen werde und die Kostenüberschreitungen mit „Dingen wie Asbest“ zusammenhingen, so wie Powell es gesagt habe. Dieser sei „ein guter Mann“. Allerdings bedauere er, dass es bei den Kostenüberschreitungen nicht transparenter zugegangen sei.

Powell hatte die Untersuchung am Sonntag publik gemacht. Er weist die Vorwürfe zurück und spricht von einem Vorwand, um ihn wegen der von US-Präsident Donald Trump seit langem geforderten Zinssenkungen unter Druck zu setzen.

Notenbanken aus aller Welt solidarisierten sich in einer gemeinsamen Erklärung mit Powell. Trump, der Powell immer wieder als unfähig bezeichnet hat, will bald einen Nachfolger benennen. Der US-Präsident hat erklärt, dass dieser Nachfolger seinen Vorstellungen folgen müsse.

Er wolle, dass der Neue die Zinsen senke, wenn es dem Markt gut gehe. Die Inflation werde sich selbst regeln. Die Fed hatte den Leitzins im Dezember auf die Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent gesenkt. Sie begründete dies mit Schwächesignalen vom Arbeitsmarkt und deutete zudem eine Pause ihres Lockerungskurses an.

rtr
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