Renault-Vorstand Stefan Müller: Aufholjagd in Europa mit der Oberklasse
Mit dem Talisman zeigt Renault einen Nachfolger für Laguna und Latitude. Und will verlorenes Terrain in der Mittelklasse gut machen. Für Sicherheit sorgt eine Armada an radar-, ultraschall- und kamerabasierten Systeme wie Sicherheitsabstands-Warner, Notbremsassistent mit Geschwindigkeitswarner, Totwinkel- und Spurhalte-Warner, Fernlichtassistent und adaptiver Tempomat. Elektrisch verstellbare Vordersitze, die heizen oder kühlen können und auch eine Ambiente-Beleuchtung hat der Viertürer an Bord. Navigationsbefehle erhält die Limousine über das Multimediasystem R-Link 2.
Foto: PRAn Bord der 4,85 Meter langen Limousine hat der französische Autobauer eine Fülle an technischen Schmankerln gepackt. Neben LED-Scheinwerfern und einem Head-up-Display beispielsweise auch das hauseigene Multi-Sense-System, mit dem sich Lenkung, Gangwechsel, Dämpfung und Ansprechverhalten des Motors sowie auch die Innenraumbeleuchtung, Klimatisierung und Motorensound regeln lassen. Basisdiesel ist der 1,5-Liter große dCI 110, darüber rangiert der 1,6-Liter große Selbstzünder, der wahlweise mit Sechsgang-Schaltgetriebe oder dem Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe verfügbar ist. Die Leistungsspitze markiert der Diesel dCI 160. Die beiden Benziner leisten 150 beziehungsweise 200 PS und sind mit dem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe verbunden.
Foto: PRDas Design stammt vom Niederländer Laurens van den Acker, der unter anderem auch Twizy und Captur gestaltet hat. Das Modell wird offiziell auf der IAA Mitte September in Frankfurt vorgestellt. Zu den deutschen Händlern kommt es im Januar 2016.
Foto: PRFür Sicherheit sorgt eine moderne Armada radar-, ultraschall- und kamerabasierter Systeme wie Sicherheitsabstands-Warner, Notbremsassistent mit Geschwindigkeitswarner, Totwinkel- und Spurhalte-Warner, Fernlichtassistent und adaptiver Tempomat.
Foto: PRFast selbstständig in Parklücken kann das Fahrzeug mit dem Einparkassistenten manövrieren. Die dynamische Allradlenkung kümmert sich nicht nur um die Lenkpräzision, sondern verbessert auch die Fahrsicherheit. Bei niedrigen Geschwindigkeiten schlagen die Hinterräder minimal in entgegengesetzter Richtung zur Vorderachse ein. Das Angebot an Triebwerken für den Talisman umfasst zwei Turbobenziner und drei Turbodiesel, die ein Spektrum von 110 bis 200 PS abdecken. Außer manueller Sechs-Gang-Schaltung gibt es je nach Modell auch ein Sechs- und ein Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebe.
Foto: PRDer chinesische Automarkt wankt, der russische ist bereits zusammengebrochen. Auch den Menschen in Brasilien und Argentinien ist wegen der Wirtschaftskrise die Lust am neuen Auto gründlich vergangen. Westeuropa muss den Automanagern vor dem Hintergrund wie eine Insel der Seligen vorkommen: Im ersten Halbjahr stieg hier nach den Erhebungen des Verbandes des europäischen Automobilhersteller (ACEA) der Pkw-Absatz im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt über acht Prozent, im Juni sogar um fast 15 Prozent.
Knapp 7,2 Millionen Neuzulassungen seit Jahresbeginn – so viel hat die Autoindustrie seit sechs Jahren nicht mehr verkauft. Selbst in Griechenland (plus 15,1 Prozent) brummt das Geschäft. Der Staat ist pleite – seine Bürger haben ihr Erspartes noch schnell in einen Neuwagen investiert.
Zu den größten Profiteuren des Aufschwungs in Westeuropa zählt der französische Autohersteller Renault mit einer Absatzsteigerung um über zehn Prozent im ersten Halbjahr. Geradezu bescheiden sind im Vergleich damit die Zuwächse von 6,3 Prozent bei der Schwestermarke Dacia, die sich auf Billigautos spezialisiert hat.
Im Gespräch mit der Wirtschaftswoche erläutert der deutsche Vorstand Stefan Müller, der seit bald drei Jahren in der Konzernzentrale zuständig ist für Produktentwicklung, Produktion, Vertrieb und Marketing in Europa, die Hintergründe und skizziert seine ehrgeizigen Ziele für die zweite Jahreshälfte.
Herr Müller, Das Glück scheint Renault derzeit hold: Im ersten Halbjahr konnte die Marke in Europa um über 10 Prozent mehr Autos verkaufen als im Vorjahr – so viel wie kaum ein anderer Hersteller. Geht die Erfolgsgeschichte in Europa weiter – oder reißt die Griechenland-Krise den Automarkt nun wieder in den Abgrund?
Der griechische Markt spielt für uns und die Autoindustrie keine große Rolle – im ersten Halbjahr sind dort keine 50.000 Autos neu zugelassen worden. Wir gehen jedenfalls nicht davon aus, dass wir wegen Griechenland unsere Absatzprognose für 2015 nach unten anpassen müssen.
,,Wir werden unser Angebot mit den sinkenden Batteriepreisen weiter optimieren", sagt Renault-Vorstand Stefan Müller.
Foto: wiwo.de
Wie sieht die Absatzprognose denn aus?
Wir gehen weiter davon aus, dass der europäische Markt in den nächsten zwei, drei Jahren weiter leicht wächst. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in den wichtigen Ländern ist gut. Die Märkte in Spanien, Großbritannien und Italien wachsen derzeit zweistellig. Und auch in Deutschland und Frankreich steigen die Fahrzeugverkäufe ganz ordentlich. Europaweit liegen wir deshalb voll im Plan oder sogar darüber.
A wie Alfa Romeo
Mit der Limousine Giulia will Alfa ab dem kommenden Frühjahr Audi A4, BMW 3er und Mercedes C-Klasse Konkurrenz machen - mit italienischem Stil und rassiger Sportlichkeit. Die Giulia gibt sich entsprechend extrovertiert: Mit langer, leicht nach oben gewölbter Motorhaube, kurzen Überhängen vorne und hinten und einem knackiges Heck mit kecker Spoilerlippe. Im Top-Modell der Baureihe wird ein von Ferrari entwickeltes Sechszylindertriebwerk mit Doppelturbo und 510 PS eingesetzt.
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Foto: Alfa Romeo
A wie Audi
Äußerlich hat sich bei der neuen Generation A4 bis auf den breiteren Kühlergrill auf den ersten Blick kaum etwas geändert. Dafür hat sich im Innenraum mit dem Generationenwechsel richtig was getan. Unter anderem erhält der A4 ein digitales Cockpit. Zudem hat die Mittelklassen-Baureihe abgespeckt – um bis zu 120 Kilo.
In Frankfurt zeigt Audi auch schon die Sportversion S4. Während sich die bürgerliche Mittelklasse mit maximal 272 PS begnügt, soll der S4 statt den bisherigen 333 mindestens 350 PS leisten, die ein neuer V6-Benziner generiert.
Foto: AudiA wie Audi
Doch nicht nur beim Volumenmodell A4, auch an der Spitze des Modellangebots wird Audi auf der IAA Zuwachs präsentieren: Mit dem S8 plus spendieren die Ingolstädter dem S8 zusätzliche 85 PS, womit der Vierliter-V8-Turbo jetzt auf 605 PS kommt. „Wir haben unsere große Sportlimousine nochmals geschärft”, sagt Entwicklungsvorstand Ulrich Hackenberg. „Der neue Audi S8 plus macht einen deutlichen Leistungssprung und markiert die Spitze der Sportlichkeit im Segment. Für diesen Anspruch steht das plus im Namen.“ Es bleibt aber ein S8 plus, für das RS, wie sonst die sportlichsten Audi-Modelle heißen, hat es bei der Limousine nicht gereicht.
In Sachen Leistung muss sich der Audi zwar hinter dem 630 PS starken Mercedes S65 AMG anstellen. Doch der Benz ist eher auf Komfort getrimmt – den Anspruch an die Spitze der Sportlichkeit dürfte Audi also gerecht werden. Wer die Probe aufs Exempel machen will: Ende November steht der S8 plus bei den Audi-Händlern – für mindestens 145.200 Euro.
Foto: AudiA wie Audi
Einen Ausblick auf die Zukunft gewährt Audi auch: In Frankfurt wird erstmals das Audi e-tron quattro concept gezeigt. Die Studie des Elektro-SUV soll einen Eindruck davon gewähren, wie sich die Ingolstädter das erste Großserien-Elektroauto der Marke, das 2018 auf den Markt kommen soll, vorstellt. Das Modell, für das der Name Q6 im Raum steht, soll dank neuerster Batterietechnik, die Audi zusammen mit LG und Samsung entwickelt, auf eine Reichweite von mehr als 500 Kilometern pro Ladung kommen. Über die Leistung des SUV-Coupés, das von einem Elektromotor an der Vorderachse und zweien an der Hinterachse angetrieben werden soll, schweigen die Ingolstädter bislang. Auch über den Preis. Das Fachmagazin "Auto, Motor und Sport" schätzt, dass der Q6 für rund 110.000 Euro verkauft werden dürfte. Damit läge der erste vollelektrische Audi auf den Niveau des 700 PS starken Top-Modells von Tesla.
Foto: AudiB wie Bentley
Einer der für den Bürger unerreichbaren Stars der Messe ist der neue Bentley Bentayga. Im Interieur soll das Luxus-SUV das Niveau eines Mulsanne erreichen, mit höchster Material- und Verarbeitungsqualität. Mit dem bekannten W12-Motor (608 PS) dürfte der Brite zum stärksten Serien-SUV werden. Im Bentayga wird zudem später der erste Dieselmotor der Marke zum Einsatz kommen – der 4,2 Liter große V8-Selbstzünder von Audi. Geplant ist laut Bentley-Chef Wolfgang Dürheimer auch ein V6-Benziner als Plug-in-Hybrid. Über einen reinen V6-Benziner für Märkte mit strengen Hubraum- und CO2-Regulierungen wird dem Vernehmen nach noch diskutiert – Entscheidung offen.
Foto: Bentley Motors LimitedB wie BMW
Unangefochtener Mittelpunkt am BMW-Stand ist die neue 7er-Generation. Neben den üblichen Features einer Oberklasse-Limousine trotzt das Flaggschiff nur so vor modernen elektronischen Systemen wie Gestensteuerung, ferngesteuertes Einparken oder den um Kurven lenkenden Autobahnpiloten.
Zudem hat die auch optisch sportlichste Interpretation einer Oberklasse-Limousine um rund 200 Kilo abgespeckt, dank eines Materialmixes aus Karbon, Stahl, Aluminium und Magnesium. Für 81.900 Euro kommt der neue 7er Ende Oktober in den Handel.
Foto: BMWB wie BMW
Ebenfalls ab Herbst auf der Straße und vorher auf der IAA stehen zwei weitere Modelle: Zum einen die zweite Generation X1 (ab 29.950 Euro): Das neu entwickelte Kompakt-SUV basiert nun auf der Frontantriebs-Plattform (Allradantrieb ist weiter möglich) und bietet mehr Platz im Innern.
Foto: BMWB wie BMW
Weiterhin kommt die überarbeitete Version des 3er, dem die Münchner angesichts der neuen C-Klasse und des ebenfalls auf der IAA debütierenden A4 eine Frischzellenkur verpasst haben.
Er wurde in der Optik und im Innenraum dezent modernisiert, mehr getan hat sich unter der Haube: Künftige Nutzer können beim Kauf unter vier Benzinern und sieben Diesel wählen, sich für drei, vier oder sechs Zylinder entscheiden.
Foto: BMWB wie Borgward
Angekündigt hat sich auch Borgward: Die altehrwürdige Marke will auferstehen, in Frankfurt soll deshalb das erste Serienfahrzeug seit fast 50 Jahren stehen. Das Modell wird allerdings kaum mehr sein als die aufgepeppte Variante eines China-SUV. Später will man – so zumindest die Ankündigung – auch in andere Segmenten ab der Kompaktklasse antreten.
Foto: BorgwardBugatti Vision Gran Turismo
Wer sich auf der IAA einen Nachfolger für den Bugatti Veyron erhofft hat, wird enttäuscht. Obwohl der Veyron nicht mehr gebaut wird, ist immer noch kein neues Serienfahrzeug der Franzosen in Sicht. Dennoch gibt es ein neues Auto am Bugatti-Stand – nur eben eines, das nie in Serie gehen wird. Die Vision Gran Turismo ist eine carbon-gewordene Version eines Fantasiefahrzeugs für die digitale Welt: Exklusiv für die Videospiel-Reihe Gran Turismo hatten die Bugatti-Designer ihre Vision entworfen. Für die IAA wurde jetzt ein Prototyp aufgebaut. Bei dem Showcar kommen natürlich auch das markanteste Symbol eines Bugatti, das Hufeisen als Frontgrill, und die Rennfarbe Blau der Marke zum Einsatz. Das Hufeisen wird flankiert von den Acht-Augen-Scheinwerfern, die speziell für Bugatti Vision Gran Turismo entwickelt wurden. Ein weiteres typisches Bugatti-Design-Element ist die so genannte Mittelfinne, die ihren Ursprung im legendären Typ 57 Atlantic aus dem Jahr 1936 hat.
Foto: Volkswagen
F wie Ferrari
Leckerbissen fürs Auge: Die offene Version des Ferrari 488 GTB wird in Frankfurt seine Premiere feiern. Das 488 Spider genannte Cabrio wird vom 670 PS starken 3,9-Liter-Turbo-V8 des GTB befeuert auch auf der Straße für Herzklopfen sorgen. Das faltbare Hardtop lässt sich in 14 Sekunden über dem Mittelmotor versenken. Wer sich nicht bis September gedulden kann, sollte sich auf dem Webspecial zum 488 Spider umschauen.
Foto: FerrariF wie Ferrari
Leckerbissen fürs Auge: Die offene Version des Ferrari 488 GTB könnte Gerüchten zufolge in Frankfurt Premiere feiern. Das 488 GTS genannte Cabrio dürfte vom 3,9-Liter-Turbo-V8 des GTB befeuert auch auf der Straße für Herzklopfen sorgen.
Foto: FerrariF wie Ford
Ford erweitert in Europa sein Angebot an SUV. Der schon länger im Sinne der Philosophie „One World. One Ford.“ – ein Modell für alle Märkte – angekündigte große Edge aus den USA soll nun endlich Mitte nächsten Jahres nach Deutschland kommen. In Europa wird der Edge erstmals auf der IAA gezeigt. Für das 4,81 Meter lange Fahrzeug waren zuletzt zwei Vier-Zylinder-Dieselmotoren als Antrieb im Gespräch, die 180 PS oder 210 PS leisten.
Ford hat sich das Ziel gesetzt, bis Ende 2016 allein in Europa 200.000 SUV zu verkaufen. Das entspräche gegenüber dem Jahre 2013 einer Steigerung von 200 Prozent. Dazu kommt auch eine aufgewertete Version des Ecosport, die in Frankfurt stehen wird. Neben Änderungen an der Karosserie – das Ersatzrad ist nicht mehr an der Hecktür – sollen auch der Innenraum und das Fahrverhalten verbessert werden. Der kompakte Kuga erhält ebenfalls einen Feinschliff.
Foto: WirtschaftsWocheG wie Google
Die mobile Welt des letzten Jahrhunderts (Auto) wächst immer mehr mit der mobilen Welt dieses Jahrhunderts (Internet) zusammen, das wird auch auf der diesjährigen Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt deutlich. Dort stellen nun auch Unternehmen wie Google, Deutsche Telekom oder Samsung ihre Beiträge zur Mobilität der Zukunft vor.
Das vernetzte und automatisierte Fahren wird auf der IAA einer der Schwerpunkte sein. Mit der „New Mobility World“ gibt es dafür einen eigenen Ausstellungsbereich. Umgekehrt haben die Autohersteller auch die wichtigste Elektronikmesse CES bereits als Plattform für sich entdeckt.
Foto: GoogleH wie Honda
Die Japaner setzen in der Kompaktklasse wieder auf Sportlichkeit: 310 PS schickt der mit einem großen Heckspoiler ausgerüstet Civic Type R an die Vorderräder und rennt bis zu 270 km/h. Mit seinem Preis von 34.000 Euro ist der Japaner eine Kampfansage an die wenigen europäischen Konkurrenten.
Foto: HondaH wie Hyundai
An den Tucson als Nachfolger des ix35 knüpft Hyundai große Hoffnungen. Etwas größer und entsprechend geräumiger, innen viel komfortabler und außen deutlich eleganter aber unter dem Strich auch ein bisschen teurer, soll er IAA-Publikum und Kunden (ab 22.400 Euro) begeistern.
Eine Klasse höher bringt sich das Facelift des Mittelklasse-SUV Santa Fe in Position. Mit dezenter kosmetischer Retusche und neuer Ausstattung ist auf der IAA auch eine überarbeitete Version des Minivan ix20 zu sehen.
Foto: HyundaiI wie Infiniti
Ausdrucksstark, im Design leicht verspielt aber sportlich: So will Infiniti mit dem auf der IAA stehenden Q30 zunächst in Europa auf Kundenfang gehen. Auf den Markt kommt das Kompaktfahrzeug Ende 2015. Der Fünftürer ist im Rahmen der Kooperation von Renault-Nissan mit Daimler entstanden und nutzt Technik der aktuellen Mercedes-Benz A-Klasse. Später soll eine SUV-Variante mit Namen QX30 folgen.
Foto: InfinitiJ wie Jaguar
Lange hatten die Briten gehadert, ob sie ins SUV-Segment einsteigen und ihrer Schwestermarke Land Rover Konkurrenz machen sollten. Um Modellen wie Discovery Sport und Evoque nicht in die Quere zu kommen, wird das Mittelklassemodell F-Pace dezidiert sportlich positioniert.
Die Leichtbautechnik der Limousinen XE und XF soll den erfolgreichen Porsche-Weg beschreiten und die Edelmarke endgültig aus der Nische führen. Start: Anfang 2016.
Foto: Jaguar Land RoverK wie Kia
Einen aufpolierten und aufgerüsteten Ceed präsentiert Kia in Frankfurt. Dreitürer, Fünftürer und Kombi der Kompakt-Baureihe sind ab Juli mit leicht verändertem Design, 7-Gang-Doppelkupplung und neuem 1,0-Liter-Benziner (100 PS) auf dem Markt. Die Mittelklasse-Limousine Optima hat Kia bereits im Frühjahr in New York gezeigt, sie dürfte in der Europa-Version nun auch in Frankfurt zu sehen sein.
Foto: KiaK wie Kia
Etwas wichtiger als die Modellpflege des Ceed dürfte für Kia die Premiere des neuen Sportage sein. Das Kompakt-SUV ist der Bestseller der Marke in Europa, die Erwartungen an die vierte Generation sind entsprechend hoch. Auf den ersten Fotos sticht vor allem die neue Frontpartie hervor: Die Scheinwerfer sind nicht mehr neben, sondern schräg über dem Kühlergrill angeordnet. Das verleiht dem Kühlergrill laut Kia ein "größeres Gewicht und dem Sportage damit ein insgesamt eindrucksvolleres, stabileres Erscheinungsbild". Technische Daten und Preise haben die Koreaner noch nicht genannt.
Foto: KiaM wie Mazda
Mit dem Marktstart des MX-5 zeigt Mazda seinen Roadster erstmals offiziell in Deutschland. Der Zweisitzer bleibt auch gut 26 Jahre nach der Erstauflage seinem Fahrspaßrezept treu: Kernige Motoren, ein knackiges Fahrwerk, direkte Lenkung und kurze Schaltwege bietet auch die vierte Generation, die ab 22.990 Euro in der Preisliste steht (131 PS).
Der 2,0-Liter-Benziner (160 PS) kostet mindestens 26.890 Euro. Daneben werden die Japaner in Frankfurt eine neue SUV-Studie präsentieren, die sich oberhalb des CX-5 ansiedeln dürfte.
Foto: MazdaM wie Mercedes-Benz
Hingucker auf dem Mercedes-Stand wird das S-Klasse Cabrio sein, mit dem Daimler seine S-Klasse-Familie erweitert. Technisch und optisch dürfte sich die Stoffdach-Version am schnittigen Coupé der Oberklasse orientieren.
Neben den emotionalen Stars bringen die Stuttgarter zwei neue Modelle mit, die eine breitere Kundschaft ansprechen ...
Foto: DaimlerM wie Mercedes-Benz
Als dritte Variante nach Limousine und T-Modell gibt es die C-Klasse künftig auch als Coupé. Nach der Messepremiere im September geht die Variante zum Jahreswechsel an den Start. Das Coupé soll sportlich orientiert sein, mit niedrigerer Sitzposition, tiefer gelegtem Fahrwerk und direkterer Lenkung. Gleich zum Start kommt auch das C63 AMG Coupé mit einem 510 PS starken V8 auf den Markt.
Foto: DaimlerM wie Mercedes-Benz
Neben den emotionalen Stars bringen die Stuttgarter zwei neue Modelle mit, die eine breitere Kundschaft ansprechen: Die geliftete A-Klasse, die neben einigen optischen Änderungen nun komfortabler abgestimmt ist.
Sowie den GLC (hier im Bild), der sich anders als sein kantiger Vorgänger GLK sehr artig in die Designsprache der Marke einschmiegt. Der Platz im Innenraum ist mit der Designänderung ebenso gewachsen wie das Kofferraumvolumen, die Motoren sind bis zu 19 Prozent sparsamer.
Foto: DaimlerM wie Mini
Deutlich gewachsen, mit zwei zusätzlichen Türen und Platz für einen Passagier mehr als bisher feiert der Mini Clubman auf der IAA Premiere. Die Kombi-Version des Mini mit der charakteristischen, doppelflügeligen Hecktür ist um 29 Zentimeter gewachsen, der Platz kommt dem Gepäckraum und den Passagieren zugute. Ab 31. Oktober steht der Clubman dann zunächst als Cooper mit 136 PS beim Händler, ab 23.900 Euro.
Foto: MiniN wie Nissan
Etwas mysteriös bleibt die Ankündigung von Nissan: In einer kurzen Mitteilung feierten die Japaner ihre Erfolge bei den Crossover-Modellen mit bislang 2,5 Millionen verkauften Exemplaren. Es folgten die Fragen: „Kann Nissan mit einer weiteren Innovation die Latte noch ein Stück höher legen? Wenn Nissan nun einen neuen Weg gefunden hätte, den Spaß am Autofahren zu erleben?“ Antworten soll es erst in Frankfurt geben. Fachmedien spekulieren angesichts des Fotos über einen Konkurrenten zu BMWs X6M.
Foto: WirtschaftsWocheN wie Nissan
Die Japaner bringen die neue Generation ihres Pick-up Navara mit nach Frankfurt, der seine Premiere in Thailand feierte. Das weltweit angebotene, geländegängige Nutzfahrzeug mit Zuschalt-Allrad und Untersetzung soll auch nach Deutschland kommen.
Foto: NissanO wie Opel
Die fünfte Generation Astra will der Konkurrenz vorausleuchten: Erstmals sind in der Kompaktklasse LED-Matrixlicht erhältlich, dessen Fernlicht entgegenkommende Autos automatisch ausblendet. Der Rüsselsheimer tritt zudem dynamischer auf als sein Vorgänger und will mit sparsameren Motoren punkten. Am 10. Oktober kommt er zu Preisen ab 17.260 Euro in den Handel.
Foto: OpelP wie Peugeot
Der Peugeot 308 GTi ist bereits bestellbar (34.950 Euro). Die Spitzenversion des kompakten Fünftürers wird von einem 272 PS starken 1,6-Liter-Turbobenziner angetrieben, der an ein Sechsgang-Schaltgetriebe gekoppelt ist. Darüber hinaus verfügt der Golf-GTI-Konkurrent über Sportfahrwerk, vergrößerte Bremsen und verchromte Auspuffendrohre.
Foto: PeugeotP wie Porsche
Kurz nach der IAA soll der geliftete 911 zu den Händlern kommen. Wichtigste Änderung: Er verliert seinen klassischen Saugmotor. Unter dem Blech steckt in Zukunft bei den Einstiegsvarianten 911 Carrera und Carrera S ein Sechs-Zylinder-Boxermotor mit knapp 3,0 Litern Hubraum, der per Abgasturbolader zwangsbeatmet wird; die Modellbezeichnung Turbo bleibt dennoch den Spitzenversionen des 911 vorbehalten.
Bisher verfügte der 911 Carrera über einen 350 PS starken 3,4-Liter-Saugmotor, der Carrera S leistet 400 PS aus 3,8 Litern Hubraum. Das maximale Drehmoment wird von aktuell 390 bzw. 440 auf glatte 500 Nm steigen, die schon bei 1.700 U/min anliegen – anstatt bei 5.500 bzw. 5.600 U/min, wie bei den auslaufenden Typen.
P wie Porsche
Mit dem kleineren, per „Sound-Symposer“ klanglich optimierten Motor fallen die 911-Einstiegsmodelle nicht nur auf dem wichtigen Exportmarkt China in eine erheblich günstigere Steuerklasse, sie konsumieren auch weniger Sprit. Die Rede ist von 7,5 Litern pro 100 Kilometer im Normzyklus; bislang verbrauchte der bereits sehr effiziente 911 Carrera auf die selbe Distanz 8,2 Liter Kraftstoff. Die Höchstgeschwindigkeit bleibt unverändert, die Beschleunigungswerte verbessern sich leicht.
Größere Änderungen soll es erst beim komplett neuen Nachfolger geben, der derzeit unter der internen Bezeichnung 992 entwickelt wird und in etwa vier Jahren serienreif ist. Dann soll der 911 erstmals als Plug-in-Hybrid angeboten werden, wobei die Ingenieure auf Baugruppen aus der kommenden zweiten Modellgeneration des Panamera zurückgreifen. Das einzigartige Fahrzeugkonzept mit dem Boxermotor im Heck wird aber auch beim 992 unangetastet bleiben.
Foto: PorscheP wie Porsche
Ein rein elektrisch angetriebener Sportwagen soll der Mission E werden. Das Konzept des Viertürers wurde auf der IAA dem Publikum vorgestellt. Klar findet sich der Stil des 911ers wieder. Zwei Elektromotoren mit zusammengenommen mehr als 440 kW sorgen für den nötigen Vorwärtsdrang: Laut Porsche geht der Mission E in 3,5 Sekunden von 0 auf 100.
Foto: WirtschaftsWocheP wie Porsche
Porsche hat die Armaturentafel des Konzeptfahrzeugs komplett überarbeitet und auch ein holografisches Display entwickelt, über das sich Apps ansteuern lassen. Per Kamera und weiteren Sensoren wird der Fahrer überwacht - so passen sich etwa die Anzeigen der Sitzposition und damit dem Blickwinkel an. Ein Touchscreen (rechts in der Mittelkonsole) ist ebenfalls an Bord.
Foto: PorscheP wie Porsche
Auf eine B-Säule hat Porsche bei dem Elektro-Flitzer verzichtet. Gegenläufige Türen sollen ein möglichst komfortables Ein- und Aussteigen ermöglichen. Die Passagiere finden in vier Einzelsitzen Platz.
Starke Akkus sollen dem E-Flitzer für 500 Kilometer Reichweite Saft geben. Porsche verspricht zudem eine Ladezeit von nur 15 Minuten, um die Akkus zu 80 Prozent aufzuladen.
R wie Range Rover
Im Rahmen des Genfer Salon angekündigt, dürfte das Range Rover Evoque Cabrio nun in der Serienversion auf der IAA zu sehen sein. 2016 kommt das offene SUV auf den Markt und begründet damit zumindest in Europa eine neue Fahrzeugklasse. Als Basis dient das dreitürige Coupé-Modell des Evoque, der Viersitzer hat ein Stoffdach keine sichtbaren Überrollbügel.
Foto: Range RoverR wie Renault
Der Laguna-Nachfolger soll der französischen Marke mehr Glück bringen, passenderweise heißt er Talisman. Die 4,85 Meter lange Mittelklasse-Limousine – künftig gibt es auch einen Kombi – wird unter anderem mit LED-Scheinwerfern, Head-up-Display und Allradlenkung angeboten.
Sie steht ab Januar beim Händler. Mindestens genauso wichtig wie das neue Flaggschiff ist die neue Generation Mégane, die der französische Hersteller in Frankfurt zeigen dürfte. Neben einer aufgefrischten Optik mit dem neuen Markengesicht soll unter anderem der Innenraum deutlich aufgewertet sein.
Foto: RenaultR wie Renault
Renault bringt zur IAA nicht nur den Talisman, sondern als weitere Weltneuheit die vierte Generation des Mégane mit nach Frankfurt. Sie soll Anfang nächsten Jahres auf den Markt kommen. Das Kompaktmodell mit dem neuen großen Kühlergirill der Marke ist niedriger und breiter und trägt bei um fast vier Zentimeter gewachsenem Radstand kürzere Überhänge. Bereits zum Marktstart ist auch die sportliche Variante GT erhältlich.
Foto: WirtschaftsWocheR wie Rolls-Royce
Der britische Traditionshersteller erweitert seine sogenannte Mid-Size-Baureihe: Mit dem Dawn feiert in Frankfurt die offene Variante des 2013 vorgestellten Coupé Rolls Royce Wraith Premiere. An Power dürfte es dem Stoffdach-Cabrio nicht mangeln: Gen-Spender Wraith wird von einem Zwölfzylinder-Doppelturbo mit 632 PS befeuert. Die gegenläufig öffnenden Türen mit elektrischer Schließfunktion des Wraith wird auch der Dawn übernehmen. Auch sonst dürfte es in dem neuen Rolls-Royce-Cabrio nicht an Luxus mangeln. Laut dem Hersteller aus dem britische Goodwood soll bei geschlossenem Stoffdach im Innenraum nur der "Sound of Silence" herrschen.
Foto: BMWS wie Smart
Die Smart-Familie wird komplettiert: Auf der IAA feiert das Smart Fortwo Cabrio Premiere. Am Grundkonzept mit den herausnehmbaren Holmen ändert sich nichts. Im Februar 2016 kommt der offene Zweisitzer auf den Markt. Zum Start bietet Smart im Cabrio zwei Motoren an, mit 71 oder 90 PS. Beide sind mit Handschaltung oder Doppelkupplungsgetriebe lieferbar. Was das Cabrio kosten wird, hat Daimler aber noch nicht verraten.
Foto: DaimlerS wie Skoda
Im Herbst kommt er auf den Markt, im September ist er in Frankfurt zu sehen: Wie gewohnt bietet der Skoda Superb Combi viel Platz zum recht fairen Preis ab 25.590 Euro für das Einstiegsmodell mit 125 PS Benziner, Notbremsassistent, Klima- und einfache Multimediaanlage inklusive.
Ein um acht Zentimeter verlängerter Radstand verspricht mehr Platz im Fond, der Kofferraum setzt Maßstäbe in der Mittelklasse.
Verpackt wird das alles in eine mittlerweile sehr selbstbewusst gestaltete Karosserie, die sich nicht mehr verschämt dem Vergleich mit den Konzernbrüdern VW Passat und Audi A4 entziehen muss.
Foto: SkodaS wie Subaru
Mit seinem Marktstart (ab 31.400 Euro) wird der Levorg im September auch erstmals in Deutschland auf der IAA gezeigt. Den Allrad-Kombi mit Boxermotor (170 PS) macht vor allem die auffällige Lufthutze auf der Motorhaube unverwechselbar.
Foto: SubaruT wie Toyota
Die Japaner werden ihrem Image als Hersteller alternativer Antriebe in diesem Jahr wahrscheinlich besonders gerecht. Noch 2015 soll das Brennstoffzellen-Fahrzeug Mirai hierzulande erhältlich sein, bestaunen kann man es in Frankfurt schon mal. Die Wasserstoff-Brennstoffzelle versorgt einen 154 PS starken Elektromotor mit Strom und soll eine Reichweite von rund 500 Kilometer ermöglichen. Lokale Emissionen gibt es nicht, aus dem Auspuff wird lediglich Wasserdampf ausgestoßen.
Foto: ToyotaT wie Toyota
Sozusagen ideeller Vorreiter des Mirai ist der Prius, der schon seit 1997 den Hybridantrieb in Großserie propagiert. Die vierte Generation steht als Vollhybrid und Plug-in-Hybrid in den Startlöchern und wird in Frankfurt zum ersten Mal in Europa gezeigt – seine Premiere hatte der Prius am 8. September in Las Vegas. Der Prius Nummer vier soll leichter sein und mehr Fahrspaß bieten. Über konkrete Leistungs- und vor allem Verbrauchsangaben schweigen die Japaner bislang aber beharrlich.
Foto: ToyotaV wie Volkswagen
Obwohl er optisch alle anderes als spektakulär ist, dürfte der Tiguan eine der wichtigsten Neuen auf der IAA sein. VW hält sich mit Vorab-Infos auch sehr bedeckt, dieses Foto ist die einzige öffentlich verbreitete Aufnahme – nur erkennen lässt sich leider wenig. Der Bestseller unter den Kompakt-SUV wurde nun wie Golf oder Passat auch auf den Modularen-Querbaukasten umgestellt. Die zweite Generation wird daher mehr Platz bieten, bei weniger Gewicht und Verbrauch. Diverse Assistenzsysteme halten in das SUV Einzug, genauso wie aktuelle Konnektivitätsmerkmale.
Foto: VolkswagenV wie Volkswagen
Beim neuen T6 lassen ein paar markante Retuschen im Design sowie LED-Leuchten zusammen mit der klaren Linienführung den Bulli geschärfter wirken. Plattform und Maße bleiben im Vergleich zum Vorgänger gleich, es gibt aber neue Motoren. Mit bequemerer Bestuhlung und aufgewertetem Innenraum rücken Multivan und Caravelle deutlicher in Richtung Pkw.
Foto: VW
Unter den Volumenherstellern ist Renault derzeit in Europa die Marke mit dem stärksten Wachstum. Haben Sie dafür eine Erklärung?
Renault und Dacia waren schon im vergangenen Jahr die Automarken mit den stärksten Marktanteilsgewinnen in Kerneuropa. Und diesen Kurs setzen wir in der zweiten Jahreshälfte mit erhöhter Geschwindigkeit fort. Der Twingo ist sehr gut aufgenommen worden. Im ersten Halbjahr haben wir etwa 45 Prozent mehr Fahrzeuge des Typs verkauft als im Vorjahr. Der Capture ist im Segment der kompakten SUV inzwischen Marktführer. Und auch der Auftragseingang für den neuen Espace liegt etwa 20 Prozent über Plan. Wir scheinen also mit unseren neuen Modellen die Kundenwünsche sehr gut zu erfüllen. Wir sind sehr zufrieden – nicht nur bei der Entwicklung der Marktanteile, sondern übrigens auch mit der Entwicklung der betriebswirtschaftlichen Kennziffern.
Gilt das auch für Deutschland?
Mit der aktuellen Geschäftsentwicklung in Deutschland bin ich ehrlich gesagt noch nicht zufrieden. Wir haben hier noch unsere Hausaufgaben zu machen.
In welcher Hinsicht?
Beim Marktanteil.
Renault liegt da aktuell bei 3,3 Prozent. Welcher Marktanteil wäre angemessen?
Dazu möchte ich mich nicht äußern. Deutschland hängt aber sehr am C-Segment, der Kompaktklasse. Die Erneuerung der Modellreihen Megane und Scenic wird uns da voranbringen. Aber das Wachstum wird darüber erst im nächsten Jahr kommen.
Ein Billigauto von Renault? Gibt es doch schon: Nennt sich Dacia und wird mit der nicht allerneuesten Technik deutlich günstiger als ein Renault angeboten. Im zweiten Halbjahr 2015 soll ein weiteres Billigauto dazukommen, aber dieses Mal unter der Marke Renault. Der Kwid, so wird das City-SUV heißen, wurde speziell für den indischen Markt entwickelt. Dort soll er für Preise zwischen 4000 und 5500 Euro angeboten werden.
Foto: WirtschaftsWocheFür den Einsatz in Mumbai, Delhi und Kalkutta hat Renault dem Kwid besonders kompakte Abmessungen verpasst. Der Wagen ist gerade einmal 3,68 Meter lang und 1,58 Meter breit – ideal für die indischen Mega-Cities. Da es um die Straßen in und um die Großstädte nicht zum besten steht, helfen 18 Zentimeter Bodenfreiheit, auch mal das ein oder andere Schlagloch zu verdauen.
Foto: WirtschaftsWocheTrotz der knappen Abmessungen soll der Kwid Platz für fünf Passagiere bieten – im indischen Alltag dürfte aber noch der ein oder andere Fahrgast mehr seinen Platz finden. Die ausgestellten Radhäuser in der Beplankung aus schwarzem Kunststoff geben dem Kwid zumindest ein robustes Aussehen.
Foto: WirtschaftsWocheAn der Front erinnern die Form von Kühlergrill und Scheinwerfer etwas an den Konzernbruder Dacia Duster. Bei der Entwicklung hat der Autobauer sicher von seinen Erfahrungen mit Dacia profitiert, hat den Kwid allerdings konsequent auf die indischen Ansprüche ausgerichtet. Um die Anforderungen an einen Stadtwagen in Indien genau kennen zu lernen, haben die Entwickler mehrere Monate vor Ort verbracht, um den Straßenverkehr und den Umgang mit Autos genauer zu beobachten.
Foto: WirtschaftsWocheEine der Erfahrungen: Während in Europa vor allem Verbrauchswerte und Sicherheit eine Rolle spielen, sind in Indien andere Eigenschaften gefragt: Der Wagen muss vor allem robust sein (da er oft überladen wird) und auch einfach repariert werden können. Für Autobauer heißt das: Wer nicht im absoluten Luxusmarkt unterwegs ist, sondern gegen Marken wie Tata, Mahindra oder Maruti Suzuki antritt, kann sich teure, aber verbrauchsarme Motoren und aufwändige Sicherheitssysteme sparen. Ist der Wagen zu teuer, wird er ein Ladenhüter.
Foto: WirtschaftsWocheEin bisschen neue Technik gönnt Renault dem Kwid aber dennoch: Im Cockpit kommen zum Beispiel digitale Instrumente zum Einsatz. Besonders hohe Geschwindigkeiten wird der Digital-Tacho aber kaum anzeigen: Zum einen erlaubt der Verkehr meist nur Schritttempo, zudem hat der Kwid einen nur 0,8 Liter großen Benzinmotor.
Foto: WirtschaftsWocheDiese Ansicht könnte auch aus einem hierzulande verkauften Dacia oder Renault-Kleinwagen stammen. Bei der Klimaanlage lassen sich die Franzosen nicht lumpen, das sieht ordentlich aus.
Foto: WirtschaftsWocheGegen Aufpreis soll es sogar ein 7-Zoll-Touchscreen geben, inklusive Bluetooth-Schnittstelle. Smartphones sind in Indien viel weiter verbreitet als etwa Festnetzanschlüsse. Auch die Chromleiste und der schwarze Klavierlack lassen den Innenraum zumindest auf den Fotos deutlich hochwertiger wirken, als es der Preis vermuten ließe.
Foto: WirtschaftsWocheIndien ist zwar der Hauptmarkt, Renault will den Kwid aber auch auf weiteren Märkten anbieten. Für asiatische Metropolen außerhalb Indiens wird er sich auf alle Fälle eignen. Ob er als Dacia auch nach Europa kommt, ist noch nicht entschieden. Wahrscheinlich ist es aber nicht: Der Aufwand, um den Kwid auf das hier verlangte Sicherheitsniveau zu bringen, dürfte zu groß sein.
Foto: WirtschaftsWocheDer Kwid ist nicht der erste Renault in Indien. Die Franzosen verkaufen dort – wie in einigen anderen Schwellenländern – Dacias in ihrem Namen. Aus einem Dacia Duster wird so einfach ein Renault Duster. Der Kwid wird aber das erste speziell für indische Kunden entwickelte Auto der Franzosen sein.
Foto: WirtschaftsWocheWann werden Sie die Marke von zehn Prozent überschreiten?
Inklusive Dacia liegen wir bereits bei über zehn Prozent. Unser Ziel ist es, spätestens 2017 zweitstärkster Hersteller mit der Marke Renault in Europa zu sein. Derzeit sind wir hinter VW und Ford noch die Nummer drei. Die neuen Modelle Espace, Kadjar und Talisman werden uns bei der Aufholjagd ebenso helfen wie der neue Megane und ein neuer Scenic.
Noch vor einigen Jahren galten Vans als das ultimative Familienauto. Doch wem ein Kombi heute zu schnöde ist, der greift heute zum SUV. Der Espace von Renault galt über vier Generationen als Inkarnation der Großraum-Limousine, weshalb die Franzosen nicht ganz auf einen Van verzichten wollten. Die Lösung des Dilemmas: ein Mischlingsrüde.
Foto: WirtschaftsWocheDer Vergleich der Generationen IV und V zeigt: Das Fahrwerk des neuen ist SUV-typisch höher, die Reifen sind größer. Um aber keinen höhergelegten Van zu bekommen, haben die Franzosen gleichzeitig das Dach gekappt – so ist der Neue in der einen Hinsicht ein gutes Stück höher als der Alte, aber auch flacher geworden.
Foto: WirtschaftsWocheObwohl er seine Van-Basis verloren hat, bietet Renault den Espace weiterhin als Siebensitzer an. Erwartungsgemäß hat das luftige Raumgefühl der Großraum-Limousine etwas gelitten. Renault spricht aber davon, an anderer Stelle das Raumgefühl verbessert zu haben – so ist die Beinfreiheit in der zweiten Sitzreihe ein gutes Stück größer geworden. Die Ladehöhe seines Vorgängers erreicht der neue Espace aber natürlich wegen des neuartigen Konzepts nicht mehr – wobei laut Renault auch nur die wenigsten Kunden den Espace als Lastesel genutzt und bis unters Dach beladen haben.
Foto: WirtschaftsWocheSind alle sieben Sitze aufgestellt, passen noch 247 Liter in den Kofferraum. Über das Tastenfeld links im Ladeabteil können die fünf Rücksitze einzeln oder alle auf einmal umgelegt werden, dass eine ebene Ladefläche entsteht. Die ausgefahrenen Kopfstützen klappen bei dem Tastendruck selbstverständlich zuerst ein.
Foto: WirtschaftsWocheSo ensteht beim Siebensitzer ein bis zu 2.035 Liter großes Ladeabteil. Der Fünfsitzer schluckt sogar 2.101 Liter. Die hier ausgebaute Hutablage erweist sich allerdings als etwas fummelig: Es gibt keine durchgängige Führung, die Ablage muss jedes Mal rechts und links eingehakt werden. Das können andere Hersteller besser.
Foto: WirtschaftsWocheEbenfalls einen großen Schritt gewagt hat Renault im Innenraum des Espace. Der große Bildschirm steht senkrecht, die gesamte Bedieneinheit "schwebt" über der Mittelkonsole und dem Armaturenbrett. Ergonomisch ergeben auch die meisten Sachen Sinn, die Bedienelemente sind allesamt gut erreichbar – vom Fahrer und Beifahrer.
Foto: WirtschaftsWocheAuch die umlaufende Beleuchtung, deren Farbe selbstverständlich im Menü einstellbar ist, wertet den Innenraum auf. An einer anderen Stelle zahlt der Kunde aber den Preis für das schicke Design: Der Cupholder ist unter die frei schwebende Mittelkonsole gewandert, im Bild nur schwer erkennbar. Wer dort während der Fahrt den Becher mit dem heißen Kaffee von der Tankstelle abstellen will, muss viel Feingefühl und Geschick mitbringen.
Foto: WirtschaftsWocheDie Menüführung des "R-Link 2" genannten Multimediasystems ist insgesamt gelungen. Die Auswahlfelder sind angenehm groß, die Funktionen logisch angeordnet. Für die wichtigsten Elemente sind rechts vom Bildschirm auch einige Schnellwahltasten erhalten geblieben. Einen Nachteil hat Renault aber auch nicht ausmerzen können: Je nach Sonneneinstrahlung spiegelt das Display stark – und die zahlreichen Fingerabdrücke verbessern die Lesbarkeit auch nicht gerade. Renault-Kunden sollten sich aber daran gewöhnen: Das System wird in mehr oder weniger abgewandelter Form künftig bis hinab zum Kompaktwagen Megane verbaut werden.
Foto: WirtschaftsWocheWer den Touschscreen nicht mag, kann das System auch über den Zentralcontroller und die umliegenden Schnellwahltasten bedienen. Da die Bildschirmoberfläche allerdings auf die Touch-Bedienung optimiert ist, macht der Dreh-Drück-Steller es an einigen Punkten komplizierter als nötig.
Foto: WirtschaftsWocheDirekt hinter dem Controller liegt die Taste für die Fahrmodi des Espace: Je nach Modus werden nicht nur die optionale Luftfederung, Allradlenkung, Automatikgetriebe oder das Ansprechverhalten des Motors angepasst, sondern auch das Lichtambiente oder etwa die Massagefunktion der Sitze, die im gewählten Komfort-Modus automatisch aktiviert wird. Mit wenigen Ausnahmen kann sich der Fahrer auch einen eigenen Modus konfigurieren – nur den Sport-Sound des Motors kann er nicht mit der Eco-Einstellung kombinieren.
Foto: WirtschaftsWocheRenault hat sein Flaggschiff auch mit zahlreichen Assistenzsystemen ausgerüstet. Dazu gehört neben einem Spurhalte- und Abstandswarner auch ein erweiteter Parkassistent. Dieser lenkt rechts wie links das Auto in alle möglichen Parklücken, solange diese 60 Zentimeter länger als das 4,86 Meter messende Auto sind. Die Kontolle über Gas und Lenkung behält weiterhin der Fahrer.
Foto: WirtschaftsWocheNicht nur die Lichtstimmung im Auto wird je nach Fahrmodi angepasst – von einem sportlichen Rot bis zu einem entspannenden Blau –, auch im Fahrerdisplay sind verschiedene Grafiken möglich. Mal mit großem Drehzahlmesser, mal mit großem Tacho. Einzig die Tankanzeige und die Kühlwassertemperatur bleiben immer gleich.
Foto: WirtschaftsWochePraktisches Detail: Das Handschuhfach ist eine zwölf Liter große Schublade. Der Inhalt kann also nicht heruasfallen. Zudem ist das Handschuhfach kühlbar.
Foto: WirtschaftsWocheDie vielen Einstellmöglichkeiten im Innenraum sollen aber nicht von dem Ablenken, was der Espace sehr gut kann: entspanntes und komfortables Dahingleiten. Im Sport-Modus verhilft die Allrad-Lenkung dem 4,86 Meter langen Auto zwar zu einer erstaunlichen Handlichkeit, das Fahrwerk lässt aber dennoch kein richtiges Sport-Feeling aufkommen. "Eco" oder "Comfort" passen deutlich besser zum Charakter des Autos und auch zu den Motoren. Egal ob Benziner oder Diesel: Der Espace muss mit 1,6-Liter-Vierzylindern auskommen, was für die Größe des Autos nicht nach sonderlich viel klingt.
Foto: WirtschaftsWocheIm Alltag reichen die Motoren aber mehr als aus. Nur wer die 160 PS des Diesels oder 200 PS des Benziners voll ausreizt, kommt schnell an die Grenzen der Aggregate. Die Normverbräuche von 4,7 beziehungsweise 6,2 Litern rücken dann in weite Ferne. Bei entspannter Fahrweise sind aber Verbräuche zwischen sechs und acht Litern möglich. Als Einstiegsvariante bietet Renault auch einen 130-PS-Diesel mit Sechs-Gang-Handschaltung an, der auf einen Normverbrauch von 4,2 Litern kommt. Bei den ersten Testfahrten stand dieser Motor aber noch nicht zur Verfügung.
Foto: WirtschaftsWocheRenault erwartet ohnehin, dass sich der Großteil der Kunden für den 160-PS-Diesel entscheiden wird – und zwar in Kombination mit der "Intens"-Ausstattung. Der schwächere Selbstzünder und der Benziner werden nur eine untergeordnete Rolle spielen. Ein ähnliches Bild erwartet Renault auch bei den Ausstattungslinien: Für die Basisversion "Life" werden sich die Kunden eher weniger entscheiden, die Top-Ausstattung "Initiale Paris" werden auch nur wenige ordern. "Intens" wird das Rennen machen. Mit den wichtigsten Assistenzsystemen, dem R-Link 2 und Voll-LED-Scheinwerfern ist diese Version auch gut ausgestattet. "Initiale Paris" bietet zudem noch die Allrad-Lenkung, das adaptive Fahrwerk und ein Bose-Audiosystem in Serie.
Foto: WirtschaftsWocheAb Mai ist der Espace für 33.550 Euro erhältlich. Dafür gibt es den kleinen Diesel mit Handschaltung in der "Life"-Ausstattung. Der 200-PS-Benziner mit Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebe steht ab 38.450 Euro beim Händler (ab "Intens", "Initale Paris" ab 44.500 Euro). Das teuerste Modell ist der 160-PS-Diesel für 40.150 Euro (Intens) oder 46.200 Euro (Initiale Paris) zu haben.
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Mit dem neuen Talisman will Renault in die gehobene Mittelklasse vorstoßen, in einen Markt, der derzeit von Audi, BMW und Mercedes dominiert ist. Ich finde die Eroberungs-Strategie ganz schön mutig.
Mut haben wir durchaus, das gebe ich zu. Aber im Flottengeschäft gibt es durchaus noch einen Markt für Mittelklasse-Limousinen mit konservativem Stufenheck. Von diesem Markt, der in Europa etwa zwei Millionen Einheiten zählt, wollen wir uns mit dem Eroberungsmodell Talisman ein ordentliches Stück herausschneiden.
Wie viel?
So viel wie möglich. In diesem Jahr werden wir mit Rücksicht auf die Qualität die Produktion im Werk Douai nur langsam hochfahren. Die Frage, wie viel Autos wir in diesem und im nächsten Jahr verkaufen, ist von untergeordneter Bedeutung. Wichtiger ist, mit guter Produktqualität zu punkten und ein ordentliches Ergebnis einzufahren. Wir haben jedenfalls nicht die Absicht, mit dem Modell die Rabattschlacht in Europa anzuheizen.
Steht der Verkaufspreis schon fest?
Den Preis werden wir im September auf der IAA verraten. Es wird ein Premiumauto mit einem Nicht-Premiumpreis.
Renault setzt seit zwei Jahren stark auf den Elektroantrieb. Wird es den Talisman auch in einer elektrischen Variante geben?
Vollelektrisch werden wir das Modell nicht anbieten. Aber für eine Hybridisierung des Antriebs ist der Talisman vorbereitet. Wenn der Markt reift und sich das Geschäft lohnt, werden wir da sein.
Sind Sie zufrieden mit dem Verkauf Ihrer Elektroautos?
Der europäische Markt für Fahrzeuge mit alternativen Antrieben entwickelt sich leider nur schleppend, zugegebenermaßen auch schlechter, als wir erwartet haben. Aber man darf nicht alles schwarz malen: Es gibt durchaus Zuwächse in dem Segment. So haben wir unseren Absatz mit den zwei batterie-elektrischen Modellen Zoe und Kangoo EV in einem Jahr immerhin um 70 Prozent gesteigert.
Die Batterien für Elektroautos werden langsam billiger. Werden Sie in absehbarer Zeit neue Kunden mit Preissenkungen locken können?
Wir werden unser Angebot mit den sinkenden Batteriepreisen weiter optimieren – indem wir den Kunden für den gleichen Preis mehr bieten und sinkenden Mieten für die Batterien. Heute steht das noch nicht auf der Tagesordnung, aber natürlich wird der Zoe in absehbarer Zeit Veränderungen erfahren. Aber wer heute einen kauft, wird dadurch keinen Nachteil haben.