Konjunkturausblick 2016: Die unsichtbaren Gefahren für den Aufschwung
Konjunktur-Ausblick für 2016 - doch der schöne Schein trügt
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Das hat es schon lange nicht mehr gegeben. Die Deutschen, das Volk der Sparfüchse, sind auf einmal in bester Kauflaune. Nicht, dass die Regale in den Bekleidungsläden kurz vor dem Weihnachtsfest leer gefegt wären – Pudelmützen, Strickpullover und Handschuhe stapeln sich. Doch das ist allein dem ungewöhnlich warmen Wetter geschuldet. Viel besser läuft es bei Schmuck, Büchern, Uhren und Kosmetika. „Wir sind mit der bisherigen Entwicklung im Jahr 2015 sehr zufrieden und haben sowohl stationär als auch online zugelegt“, sagt Henning Kreke. Der Chef der Parfümeriekette Douglas hat bei den Bundesbürgern einen Mentalitätswandel festgestellt. „Shopping wird allgemein nicht mehr als reine Zwecktätigkeit, sondern immer stärker als Freizeitbeschäftigung wahrgenommen.“
Tatsächlich scheint die Shopping-Queen mehr als eine mediale Erfindung zu sein. Denn so ausgabefreudig wie zurzeit waren die Deutschen lange nicht mehr. Von Januar bis Oktober kletterten die Umsätze im Einzelhandel preisbereinigt um fast drei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ähnlich hohe Zuwächse hatte es zuletzt vor 15 Jahren gegeben. Damals hatten das Aktienfieber und die New-Economy-Euphorie die Bürger in höchste Kauflaune versetzt.
15. Januar
Die Schweizerische Nationalbank hebt die mit massiven Interventionen verbundene Koppelung des Franken an den Euro auf. Die Entscheidung löst Turbulenzen an den Aktien- und Devisenmärkten aus.
Foto: dpa22. Januar
Die Europäische Zentralbank (EZB) beschließt den umstrittenen Kauf von Staatsanleihen und anderen Wertpapieren im großen Stil. Von März 2015 an steckt die Notenbank monatlich 60 Milliarden Euro in solche Papiere. Das Billionenprogramm läuft bis mindestens September 2016. Ziel ist es, Konjunktur und Inflation anzuheizen.
Foto: dpa20. Februar
Der Aufsichtsrat des Hauptstadtflughafens Berlin-Brandenburg bestellt den früheren Rolls-Royce-Manager Karsten Mühlenfeld zum neuen Geschäftsführer. Er wird Nachfolger von Hartmut Mehdorn.
Foto: dpa5. März
Der Bundestag beschließt die sogenannte Mietpreisbremse, um den Anstieg von Neumieten auf maximal 10 Prozent zu begrenzen. Wer einen Makler beauftragt, soll ihn künftig auch bezahlen.
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Nach langem Streit führt der Bundestag eine Frauenquote von 30 Prozent ein. Die Regelung gilt ab 2016 für Aufsichtsräte von börsennotierten Großunternehmen.
Foto: dpa18. März
Die Eröffnung der neuen Zentrale der Europäischen Zentralbank (EZB) stürzt Frankfurt ins Chaos. Vermummte greifen Polizisten an, Autos gehen in Flammen auf, Steine fliegen. Zu Protesten hatten Aktivisten der kapitalismuskritischen Blockupy-Bewegung aufgerufen.
1. April
Das Bundeskartellamt untersagt den Kauf von rund 450 Filialen der Kette Kaiser's Tengelmann durch Edeka aus Sorge um den Wettbewerb. Die Unternehmen hoffen noch auf eine Ministererlaubnis.
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Der mächtige VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch verliert den Machtkampf gegen Konzernlenker Martin Winterkorn und zieht sich von allen Ämtern zurück. Zwei Wochen zuvor ging Piëch öffentlich „auf Distanz“ zu Winterkorn, doch andere Anteilseigner ziehen nicht mit.
Foto: dpa15. April
Die EU-Kommission wirft Google den Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung vor. Der Internet-Konzern bevorzuge im Dienst Google Shopping eigene Angebote und benachteilige konkurrierende Preissuchmaschinen.
Foto: dpa
20. April
„Käpt'n Iglo“ zieht es in die Südsee: Für etwa 2,6 Milliarden Euro verkauft der britische Finanzinvestor Permira die deutsche Tiefkühl-Firma Iglo an den in der Karibik ansässigen Nomad-Konzern.
23. April
Rekordstrafe für die Deutsche Bank: Deutschlands größtes Geldhaus akzeptiert im Libor-Skandal um manipulierte Zinssätze einen Vergleich über 2,5 Milliarden Dollar. Einen Tag später kündigt sie die Trennung von der Mehrheit an der Postbank an.
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Der Elektrokonzern Siemens kündigt den Abbau von weiteren 4500 Arbeitsplätzen an. Bereits im Februar waren im Zuge des Konzernumbaus 9000 Jobs gestrichen worden.
Foto: dpa12. Mai
Der US-Mobilfunkriese Verizon schluckt für rund 4,4 Milliarden Dollar den Online-Pionier AOL. Zu AOL gehört auch die Online-Zeitung „Huffington Post“.
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Fehlerhafte Airbags der japanischen Firma Takata lösen in den USA den gewaltigen Rückruf von 33,8 Millionen Fahrzeugen verschiedener Hersteller auf. Im weiteren Jahresverlauf werden weitere Fälle bekannt.
Foto: dpa7. Juni
Die Co-Chefs der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen und Anshu Jain, kündigen ihren Rückzug an. Jain geht zum 30. Juni, Jürgen Fitschen im Mai 2016. Zum neuen starken Mann wird John Cryan.
15. Juni
Die Warenhauskette Kaufhof wechselt für 2,8 Milliarden Euro den Besitzer. Der kanadische Handelskonzern Hudson's Bay kauft sie dem deutschen Branchenriesen Metro ab.
Foto: dpa9. Juli
Wende im monatelangen griechischen Schuldendrama. Griechenland nimmt Forderungen der Geldgeber-Institutionen wie EU und IWF an. Am 20 Juli öffnen die mehrere Wochen geschlossenen Banken, am 14. August wird das dritte Rettungspaket vereinbart.
Foto: dpa1. Juli
Wende im monatelangen griechischen Schuldendrama. Griechenland nimmt Forderungen der Geldgeber-Institutionen wie EU und IWF an. Am 20 Juli öffnen die mehrere Wochen geschlossenen Banken, am 14. August wird das dritte Rettungspaket vereinbart.
Foto: dpa5. Juli
Nach Wochenlangen Streiks gibt es eine Tarifeinigung bei der Deutschen Post. Unter anderem wird 7600 Paketzustellern der Verbleib in der AG zugesichert, was ein zentraler Streitpunkt war.
18. September
Der VW-Abgasskandal bricht aus: Die US-Umweltbehörde EPA teilt mit, der Autobauer habe per Software den Schadstoffausstoß in Tests künstlich gedrückt. Weltweit sind über elf Millionen Autos betroffen, Konzernchef Winterkorn geht, auf VW kommen Milliarden-Kosten zu.
5. Oktober
Der kanadische Düngemittelhersteller Potash bläst den Übernahmeversuch des deutschen Konkurrenten K+S ab. Der Dax-Konzern hatte sich mit Unterstützung der Politik widersetzt, weil unter anderem der Kaufpreis von 10 Milliarden Euro zu niedrig schien. Zudem fürchtete man um Tausende Arbeitsplätze im Kali-Revier an der Werra.
Foto: dpa29. Oktober
Sparkurs bei der Deutschen Bank: Sie streicht netto 9000 Arbeitsplätze, davon 4000 in Deutschland. Rechnet man die im April angekündigte Trennung von der Postbank hinzu, schrumpft die Belegschaft bis 2018 um ein Viertel auf etwa 77.000 Vollzeitkräfte.
Foto: dpa6. November
Die Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo startet den längsten Streik in der Lufthansa-Geschichte. Es geht um Altersversorgung. In sieben Streiktagen bleiben etwa 4700 Flugzeuge am Boden, auf die rund 550.000 Kunden gebucht waren. Zuvor streikten schon die Piloten.
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Die europaweite Deckelung der Abgaben bei Kreditkarten-Zahlungen greift: Die Gebühr, die Banken bei den Transaktionen erhalten, wird auf 0,3 Prozent begrenzt.
Foto: dpa11. Dezember
Rekord-Fusion in der Chemiebranche: Die beiden US-Riesen Dow Chemicals und DuPont wollen zusammengehen und BASF von der Spitze drängen. Danach soll DowDuPont mit einem Wert von rund 130 Milliarden Dollar aber in drei spezialisierte Firmen zerschlagen werden.
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Die Öl-Preise fallen auf die tiefsten Stände seit dem Jahreswechsel 2008/2009. Sie liegen deutlich unter 40 Dollar je Barrel wegen des Überangebots am Weltmarkt, vor allem weil die OPEC ihre Förderung nicht bremst.
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Für die Konjunkturauguren in den Banken und Forschungsinstituten heißt es daher umdenken. Jahrelang hatten sie in Deutschland den typischen Exportjunkie gesehen – ein von notorischen Konsummuffeln bevölkertes Land, das auf konjunkturelle Stimuli aus dem Ausland angewiesen ist. Alles Tempi passati. Denn jetzt folgt die Konjunktur einem neuen Muster. Der Boom am Arbeitsmarkt und die kräftigen Lohnzuwächse haben eine Wohlfühlstimmung in Deutschland erzeugt und den Konsum zum wichtigsten Treiber für die Konjunktur gemacht. Euro-Krise, Grexit, Flüchtlingsdrama und VW-Skandal – nichts von dem kann der florierenden deutschen Konsumkonjunktur einen Dämpfer verpassen.
Alles gut also? „Die viel zu lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank hat einen Scheinaufschwung angefacht“, warnt Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank. Hinter diesem Schein gebe es immer mehr Fehlentwicklungen, „die den Keim einer schweren wirtschaftlichen Krise in sich tragen“, warnt Krämer. Steht der Aufschwung also auf dem falschen Fuß? Die Unternehmen jedenfalls halten sich mit Investitionen zurück. Für die Nachhaltigkeit des Aufschwungs ist das schlecht. Denn echtes Wachstum erfordert gesunde Investitionen. Bleiben sie aus, wird es unweigerlich ein bitteres Erwachen geben, wenn es auf dem Arbeitsmarkt einmal nicht mehr so gut läuft und der Schein des Aufschwungs verblasst.
Dass die Unternehmen in Deutschland dies ahnen und mit einer gehörigen Portion Skepsis in die Zukunft blicken, zeigt die Umfrage, die das Münchner ifo Institut exklusiv für die WirtschaftsWoche unter mehr als 450 Unternehmen vorgenommen hat. Danach erwarten 49 Prozent der Befragten, dass die Wirtschaft 2016 langsamer wächst als in diesem Jahr. Lediglich vier Prozent rechnen mit einer höheren Dynamik.
Ein Grund dafür dürfte sein, dass der Gegenwind von der Weltwirtschaft rauer wird. Insbesondere in den Schwellenländern braut sich einiges zusammen. So warnt die Weltbank vor einem „Zeitalter des langsamen Wachstums“ in den aufstrebenden Märkten. Deren Wirtschaft werde in diesem Jahr nur um knapp vier Prozent zulegen – halb so kräftig wie vor fünf Jahren. Die Weltwirtschaft steht damit vor einer Zäsur. Denn es waren die Schwellenländer, die mit ihren hohen Wachstumsraten die Weltkonjunktur nach der Finanzkrise von 2008/09 über Wasser hielten.
Endet der Boom dort, bekommt das auch die deutsche Wirtschaft zu spüren. Denn mit einem Anteil von 40 Prozent an den deutschen Exporten sind die aufstrebenden Märkte für die deutschen Ausfuhren mittlerweile wichtiger als die Länder der Euro-Zone. Besonders gefährlich ist, dass der Abwärtstrend alle Schwellenländer gleichzeitig erfasst hat. Beobachter fürchten daher, die Weltwirtschaft stehe nach der Subprime-Krise in den USA und der Euro-Krise in Europa vor der dritten Krisenwelle – diesmal ausgehend von Ländern wie China, Brasilien, Russland, Türkei und weiteren einstigen Hoffnungsmärkten.
Aufschwung mit neuem Muster: Der Konsum boomt, doch die Investitionen und die Exporte verlieren an Schwung. (zum Vergrößern bitte anklicken)
Foto: WirtschaftsWoche
Denn ebenso wie in den USA und Europa haben sich auch Unternehmen und private Haushalte in den aufstrebenden Märkten von den anhaltend niedrigen Zinsen zu einem Leben auf Pump verleiten lassen. Ihre Schuldenlast kletterte binnen weniger Jahre von 80 auf 120 Prozent der Wirtschaftsleistung. Viele dieser Kredite lauten auf Dollar.
Besonders die Chinesen, die 38 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) der Schwellenländer erwirtschaften, sitzen tief im Schuldenmorast. Die meist staatlichen Unternehmen im Immobilien-, Bergbau- und Energiesektor, die unter hohen Überkapazitäten und sinkenden Gewinnen leiden, werden mit Billigkrediten künstlich am Leben gehalten. Binnen sieben Jahren sind ihre Verbindlichkeiten von 100 auf über 160 Prozent des BIPs geklettert.
Nach Ansicht des Harvard-Ökonomen Dani Rodrik fehlt den meisten Schwellenländern ein kohärentes Wachstumsmodell. „Kratzt man an der Oberfläche, stellt man fest, dass die einst hohen Wachstumsraten nicht das Ergebnis produktiver Reformen, sondern das Resultat des flüchtigen Rohstoffbooms und hoher Schulden waren“, sagt Rodrik. Nun müssen die Unternehmen und Bürger ihre Außenstände abbauen. Das bremst die Investitionen und den Konsum. Dazu kommt, dass mit dem nachlassenden Wachstum in China dessen Rohstoffhunger sinkt. Das spüren die rohstoffexportierenden Länder in Lateinamerika und Afrika.
Sudden stop
Das größte Risiko für die Weltwirtschaft ist, dass sich der Abwärtstrend der Schwellenländer beschleunigt. Sollte die US-Notenbank Fed nach der Zinswende der vergangenen Woche auch in den nächsten Wochen und Monaten die Geldbeschaffungskosten weiter anheben, könnten Kapitalanleger ihr Geld vermehrt nach Amerika umlenken. Der Exodus aus den Schwellenländern ließe deren Währungen abstürzen und verteuerte ihren Dollar-Schuldendienst. Erhöhen die Notenbanken dieser Länder dann ebenfalls die Zinsen, um das Kapital im Land zu halten, wären schwere Rezessionen vorprogrammiert.
Dann drohte, was Ökonomen „Sudden stop“ nennen – eine plötzliche Schubumkehr der globalen Kapitalströme. Es wäre, als zöge jemand bei voller Fahrt die Notbremse. In der Vergangenheit brach in solchen Fällen das Wachstum der Wirtschaft und der Investitionen um 7 beziehungsweise um 21 Prozentpunkte ein. Die Weltbank warnt daher, dass in diesem Fall „eine harte Landung der Schwellenländer die ohnehin fragile Weltkonjunktur aus der Bahn werfen würde“.
Metamorphose I
In der Frühphase des Kapitalismus werden aus Landarbeitern Handwerker: Webstuhl im 19. Jahrhundert in England.
Foto: imago / united archives internationalMetamorphose II
Mit der Industrialisierung werden aus Handwerkern Arbeiter: Produktion bei Krupp in Essen, 1914.
Foto: dpaMetamorphose III
Im Wissenskapitalismus werden Arbeiter zu Angestellten und Proletarier zu Konsumenten: Produktion von Solarzellen in Sachsen.
Foto: dpaOrt der Verteilungsgerechtigkeit
Den reibungslosen Tausch und die Abwesenheit von Betrug – das alles musste der Staat am Markt anfangs durchsetzen.
Foto: GemeinfreiOrt der Kapitalkonzentration
Der Börsenticker rattert, die Märkte schnurren, solange der Staat ein wachsames Auge auf sie wirft
Foto: Library of Congress/ Thomas J. O'HalloranOrt der Wachstumsillusion
Wenn Staaten Banken kapitalisieren, sind das Banken, die Staaten kapitalisieren, um Banken zu kapitalisieren...
Foto: APKarl Marx
Für ihn war der Unternehmer ein roher Kapitalist, ein Ausbeuter, der Arbeiter ihrer Freiheit beraubt.
Foto: dpaMilton Friedman
Für ihn war der Geschäftsmann gut, der gute Geschäfte macht.
Foto: APPapst Franziskus
Für ihn ist die Ökonomie Tyrannei und Kapitalismus an der Wurzel ungerecht.
Foto: dpa
Europa bekäme das direkt zu spüren. Zwar scheint der alte Kontinent den akuten Krisenmodus überwunden zu haben. Doch ein dynamischer Aufschwung ist – von Ausnahmen abgesehen – nicht in Sicht. Ebenso wie in den Schwellenländern ist in Europa ein Berg voller Schulden bei Bürgern und Unternehmen gewachsen. Zuletzt betrugen die Außenstände 180 Prozent vom BIP. „Bevor die Wirtschaft in der Euro-Zone in Schwung kommt, müssen die Bilanzen bereinigt werden“, sagt Krämer.
Etwas besser stehen die USA da. Die Bürger haben ihre Schulden in den vergangenen sechs Jahren von 96,5 auf 78,4 Prozent des BIPs reduziert. Rechnet man aber die Außenstände von Unternehmen, Banken und Staat hinzu, liegt die Schuldenlast bei 300 Prozent vom BIP. Sollte die Fed die Zinsen kräftig anheben, würde das die Wirtschaft also hart treffen.
Deutsche Bank:
Für Europa erwarten die Analysten der Deutschen Bank eine stetige Erholung, ähnliches gilt für Japan. In den USA dagegen wird in den kommenden Jahren dagegen ein vergleichsweise langsameres Wachstum von rund zwei Prozent erwartet. Optimistischer ist die Bank dagegen im Hinblick auf die Schwellenländer. Vor allem Russland und Brasilien dürften sich wieder etwas erholen.
BIP-Wachstum Deutschland: 1,9 Prozent
BIP-Wachstum Euro-Zone: 1,6 Prozent
BIP-Wachstum USA: 2,1 Prozent
BIP-Wachstum Weltwirtschaft: knapp 3,5 Prozent
Euro vs. Dollar (Q42016): 0,90 Euro/ Dollar
Dax-Ziel: 11.700 Punkte
S&P 500: 2170 Punkte
Gold: 1000 Dollar
Bundesanleihen 10 Jahre: 0,75 Prozent
US-Treasury Rendite 10 Jahre: 2,4 Prozent
Stand: Dezember 2015, teilweise aktualisiert
Foto: REUTERSDeka Bank
Die Fondsspezialisten der Sparkassen erwarten, dass der Goldpreis im kommenden Jahr deutlich unter die kritische Marke von 1000 Dollar fallen wird.
S&P 500: 2000 Punkte
Nikkei: 17000 Punkte
Gold: 960 Dollar
Öl: 57 Dollar
Euro/Dollar: 1 Dollar
Bundesanleihen 10 Jahre: 1 Prozent
US-Treasury Rendite 10 Jahre: 2,9 Prozent
Foto: dpa
Postbank
Im Gegensatz zur Deka Bank ist die Postbank beim Goldpreis etwas optimistischer. Ein möglicher Impuls kommt von der Schmucknachfrage, da die Konjunktur in Indien zuletzt deutlich besser lief als erwartet.
S&P 500: 2250 Punkte
Nikkei: 21750 Punkte
Gold: 1100 Dollar
Öl: 57 Dollar
Euro/Dollar: 1 Dollar
Bundesanleihen Rendite 10 Jahre: 1,0 Prozent
US-Treasury Rendite 10 Jahre: 2,75 Prozent
Foto: dpaBerenberg Bank
Deutschlands älteste Privatbank ist im Vergleich zur Konkurrenz vergleichsweise optimistisch, was den Euro angeht.
S&P 500: 2200 Punkte
Gold: 1150 Dollar
Öl: 55 Dollar
Euro/Dollar: 1,15 Dollar
Bundesanleihen 10 Jahre Rendite: 1,1 Prozent
US-Treasury Rendite 10 Jahre: 2,8 Prozent
Foto: CLARK/obsSantander
S&P 500: 2250 Punkte
Gold: 1050 Dollar
Öl: 55 Dollar
Euro/Dollar: 1 Dollar
Bundesanleihen Rendite 10-jährige: 0,9 Prozent
US-Treasury Rendite 10-jährige: 2,75 Prozent
Foto: APCredit Suisse:
Die Schweizer erwarten, dass die Industrieländer ihr Wachstum 2016 ähnlich fortsetzen werden wie im aktuellen Jahr. Ganz anders dagegen die Entwicklungsländer, welche durch die Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed belastet sein werden. Im Zuge dessen werden zwar die Zinsen leicht steigen und der Dollar weiter gegenüber anderen Währungen aufwerten. Eine abrupte Zinswende erwarten die Analysten allerdings nicht, auch die Inflation dürfte grundsätzlich gering bleiben.
Foto: REUTERSCommerzbank:
Deutschland dürfte laut den Commerzbank-Volkswirten besonders unter der Schwäche der Schwellenländer leiden, vor allem im Exportsektor. Deshalb bewegt sich das Wachstum nur noch auf dem Durchschnittsniveau der gesamten Euro-Zone. Die Weltwirtschaft werde dagegen vom Wachstum der USA getragen, die Zinswende in den USA stützt weiter den Dollar, der Ende 2016 fast die Parität zum Euro erreichen könnte. Insgesamt sei der Richtungswechsel beim US-Zins die gravierendste Veränderung gegenüber 2015. Aufgrund des verlängerten Anleihekaufprogramms werden weiterhin steigende Aktienkurse erwartet.
BIP-Wachstum Deutschland: 1,3 Prozent
BIP-Wachstum Euro-Zone: 1,3 Prozent
BIP-Wachstum USA: 2,5 Prozent
Brent-Öl Ende 2016: 63 Dollar
Dax-Ziel: 12.600 Punkte
Foto: dpaJPMorgan Chase
Amerikas größte Bank, JP Morgan Chase, gibt zur Entwicklung des S&P 500 und des Nikkei vorsichtshalber gar keine Prognose ab. Zu Anleihen, Eurokurs und Rohstoffen haben die US-Banker allerdings eine Meinung:
Gold: 1 150 Dollar
Öl: 62 Dollar
Euro/Dollar: 1,13 Dollar
Bundesanleihen 10 Jahre Rendite: 1,15 Prozent
US-Treasury 10 Jahre Rendite: 2,75 Prozent
Foto: dpaFidelity:
Die Fondsgesellschaft erwartet, dass 2016 ein besseres Jahr für Aktien wird als dieses. Insbesondere der Konsum in den Industrieländern werde der Weltwirtschaft Auftrieb verleihen. Besonders US-Aktien dürften davon profitieren, so die Analysten. Während Europa von der Flüchtlingswelle profitieren dürfte, sind die Aussichten für die Schwellenländer weiterhin schlechter. Deren Aktien könnten allerdings Chancen bieten, da die massive Kurskorrektur bald vorbei sein dürfte. Interessant sind aber lediglich reformbereite Schwellenländer. Der Markt für Staatsanleihen dürfte im kommenden Jahr durch die Zinswende der Fed bestimmt werden. Dafür erwarten die Fidelity-Experten ein Comeback bei Unternehmensanleihen, deren Risikoaufschläge schrumpfen dürften.
Foto: APBankhaus M.M.Warburg & CO
Das Bankhaus Warburg gibt ebenfalls keine Prognose für Nikkei und SP500 ab.
Gold: 1020 Dollar
Öl: 50 Dollar
Euro/Dollar: 1,10 Dollar
Bundesanleihen 10 Jahre Rendite: 0,75 Prozent
US-Treasury 10 Jahre Rendite: 2,60Prozent
Foto: CLARK/obsDZ Bank:
Kaum zwei Monate alt, muss die DZ Bank ihre Prognose für 2016 schon wieder anpassen. Dabei war der Ausblick der DZ Bank-Analysten schon vorher nicht sonderlich rosig. Für die Weltwirtschaft sahen sie kaum Wachstumsimpulse, die Aktienmärkte würden weniger von Unternehmensgewinnen als von der Notenbankpolitik getrieben. Dabei ginge die Spanne zwischen der US-Zinspolitik und ihrem Counterpart in der Euro-Zone immer weiter auseinander. Die Analysten erwarteten, dass die Europäische Zentralbank (EZB) den Einlagenzins weiter auf minus 0,4 Prozent senken wird. Den Märkten dürfte das aber wenig Schwung verleihen, hier sehen die Experten wenig Impulse. Mitte Februar reduzierte DZ-Bank-Analyst Christian Kahler sein Dax-Ziel von bisher 11.000 Punkten auf nur noch 10.300 Punkten. Auch für die Jahresmitte senkte Kahler das Ziel von 10.500 auf 9800 Punkte. Begründet hat der Analyst die neue Einschätzung mit den zahlreichen reduzierten Gewinnerwartungen von Unternehmen.
BIP-Wachstum Deutschland: 1,8 Prozent
BIP-Wachstum Euro-Zone: 1,5 Prozent
BIP-Wachstum Weltwirtschaft: 3 Prozent
Euro vs. Dollar (Q42016): 1,04 Euro/Dollar
Dax-Ziel: 10.300 Punkte
Dax-Ziel aktualisiert am 17.02.2016
Foto: dapdBlackRock
Das BlackRock Investment Institut (BII) geht in seinem Kapitalmarktausblick für das Jahr 2016 davon aus, dass die weltweite Flut billigen Geldes ihren Höhepunkt erreicht hat und der Einfluss der Notenbanken im kommenden Jahr nachlässt. Entsprechend müssen Investoren die Konjunktur-, Kredit- und Bewertungszyklen wieder stärken im Auge haben. Für die Entwicklungen am Anleihemarkt ist man bei BII eher skeptisch. „Wir erwarten für 2016 geringe oder überhaupt keine Kursanstiege bei Anleihen und lediglich gedämpfte Zuwächse an den meisten Aktienmärkten“, heißt es im Ausblick. Eine Ausnahme bilden ausgewählte Hochzins- und Investmentgrade-Papiere sowie Schwellenländeranleihen in Lokalwährungen.
Was Aktien anbelangt, setzt Black Rock auf Papiere aus Europa und Japan, bei vielen US-Aktien erscheinen die Bewertungen dagegen ausgereizt. Außerdem belaste der starke Dollar die Gewinne der US-Unternehmen. Die Volatilität der Märkte habe dafür nachgelassen. Doch auch ohne weitere politische Schocks könne es im kommenden Jahr zu starken Schwankungen kommen. Steigt der Dollar weiter, werden im kommenden Jahr die Rohstoffpreise noch weiter unter Druck geraten.
Foto: dpaColumbia Threadneedle Investments
Der Vermögensverwalter Threadneedle Investments geht in seinem Kapitalmarktausblick davon aus, dass die Fed in den USA den Zins wieder erhöhen werde, wogegen die Notenbanken in Europa und Japan weiter bei ihrer expansiven Geldpolitik bleiben und möglicherweise neue Konjunkturprogramme anstoßen. In der Konsequenz kommt es zu einer Aufwertung des Dollars – mit negativen Konsequenzen für Schwellenländer und Rohstoffpreise. „Erfolg werden die Anleger haben, denen es gelingt, organisch wachsende Unternehmen zu finden, denn deren Aktien dürften gefragt sein und im Vergleich zu denen von Wettbewerbern mit einem Aufschlag gehandelt werden.“
Des Weiteren rechnen die Analysten Threadneedle mit geringen Wirtschaftswachstumsraten und niedrigen Renditen. Sie konzentrieren sich deshalb auf europäische Hochzinsanleihen anstatt auf Anleihen mit Investment-Grade-Rating. Auch europäische und japanische Aktien seien 2016 ein Kauf.
Foto: dpaDeutsche Asset & Wealth Management
Auch Stefan Kreuzkamp, Chief Investment Officer der Deutschen Asset & Wealth Management, geht davon aus, dass die Fed den Zins erhöht und die Inflation wieder anziehen wird. Er rechnet damit, dass die konsum- und servicenahe Sektoren in den Industrieländern die Industriewerte übertrumpfen und Importe die Exporte überholen werden. Entsprechend empfiehlt er Aktien aus den Sektoren Gesundheit, Technologie, Konsum und Finanzen. „Im Rentenbereich sehen wir weiterhin Chancen bei US- und Euro-Unternehmensanleihen. Wer Staatsanleihen will, sollte sich in der Peripherie der Eurozone bedienen“, so Kreuzkamp in seinem Ausblick. Er rechnet allerdings damit, dass sich die Renditen für Aktien und Anleihen im Vergleich zu diesem Jahr verschlechtern. Immobilien bleiben seiner Meinung nach eine der interessantesten Vermögensklassen. Ein ausgewogenes Portfolio im kommenden Jahr sieht seiner Meinung nach so aus:
Anleihen: 48 Prozent
Aktien: 41 Prozent
Alternative Anlagen: 10 Prozent
Rohstoffe: 1 Prozent
Foto: dpaFERI AG
Die Rohstoffpreise bleiben auch 2016 unter Druck, worunter die rohstoffexportierenden Länder leiden. Außerdem werten laut dem Kapitalmarktausblick von FERI fast alle Schwellenländer-Währungen gegenüber dem Dollar ab. Doch auch die US-Wirtschaft bekommt im kommenden Jahr einen Dämpfer. Das Wachstum dürfte unterhalb der 2 Prozent-Marke liegen, der starke Dollar drückt die Exportquote, amerikanische Aktien sind überbewertet. Doch auch im Euroraum lasse der Aufschwung zu wünschen übrig – daran könne auch die expansive Geldpolitik der EZB nichts ändern. Entsprechend unattraktiv seien europäische Staatsanleihen. Die deutschen Aktien dagegen profitieren 2016 von der expansiven Geldpolitik, sind zugleich aber anfälliger für außenwirtschaftliche Störungen. Die Renditen von Bundesanleihen dürften tendenziell sinken.
Foto: dpaAn der Wall Street leuchten bereits die ersten Warnzeichen auf. Die Ausfallrate hochverzinslicher Unternehmensanleihen hat sich in diesem Jahr von 2,1 auf 2,6 Prozent erhöht. Experten rechnen damit, dass sie im nächsten Jahr auf 4,6 Prozent steigt. Im Durchschnitt der vergangenen 30 Jahre lag sie bei 3,8 Prozent. Finanzierungsprobleme könnten vor allem die hoch verschuldeten Öl- und Gasförderer bekommen, die unter dem niedrigen Ölpreise leiden. In Amerika geht der Aufschwung in sein siebtes Jahr. „Da ist die Wahrscheinlichkeit, dass es demnächst bergab geht, größer, als dass der Aufschwung an Dynamik gewinnt“, sagt Thomas Mayer, Direktor des Flossbach von Storch Research Institute.
Deutschland - das neue Spanien
Sollte die Weltwirtschaft einbrechen, dürfte das Deutschland, das fast die Hälfte seiner Produktion ins Ausland verkauft, besonders deutlich zu spüren bekommen. Experten setzen ihre Hoffnungen daher auf die Binnennachfrage, vor allem auf den privaten Konsum. Er soll sich als Bollwerk gegen das Ungemach von außen erweisen.
Bisher spricht vieles dafür, dass der Beschäftigungsboom anhält und die Löhne kräftig steigen. Analysten rechnen daher für nächstes Jahr mit einer Fortsetzung des Konsum-Booms – und prognostizieren ein Konsum-Plus von 2,5 Prozent.
Allerdings müssen sich die Bürger darauf einstellen, im nächsten Jahr für Benzin und Heizöl etwas tiefer in die Tasche zu greifen. So dürften die Schieferölproduzenten in Amerika ihre Fördermenge wegen der niedrigen Ölpreise um 600.000 Fass pro Tag kürzen, erwarten Experten. Der Ölpreis, zeitweise schon unter 40 Dollar je Fass, könnte dann Kurs auf 60 Dollar nehmen. Viel weiter dürfte es aber nicht nach oben gehen. Denn dann lohnte es sich wieder, die Schieferölproduktion hochzufahren. Es gäbe wieder mehr und günstigeres Öl.
Hilfe für den Konsum kommt auch von unerwarteter Stelle. Die Massenzuwanderung aus Krisenländern treibt die Ausgaben von Bund, Ländern und Kommunen in die Höhe. Auf rund 13.000 Euro pro Jahr taxieren Ökonomen die Kosten je Flüchtling. Die zusätzliche Nachfrage nach Lebensmitteln, Kleidung, Unterkunft und ärztlicher Versorgung lässt die gesamtwirtschaftliche Produktion 2016 wohl um 0,3 Prozent steigen.
Ein Wohlstandszuwachs ist damit jedoch nicht verbunden, zeigen Berechnungen des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW). „Güternachfrage und Wirtschaftskraft ziehen zwar an, gleichzeitig aber steigen die Sozialausgaben und die Bevölkerungszahl“, sagt IfW-Ökonom Matthias Lücke. Die Zuwanderung werde daher bis 2022 jährliche Kosten zwischen 25 und 55 Milliarden Euro verursachen. „Es ist nicht davon auszugehen, dass es in Deutschland durch den Flüchtlingszuzug zu positiven Wohlfahrtseffekten für die heimische Bevölkerung kommt“, sagt Lücke.
Ähnlich sehen das die von ifo befragten Unternehmen. Eine große Mehrheit von 56 Prozent ist der Überzeugung, die Zuwanderung werde Deutschland wirtschaftlich belasten. Die fehlenden Sprachkenntnisse der Immigranten stellten die größte Hürde für deren Integration dar.
Allerdings profitieren einzelne Branchen wie die Bauwirtschaft durchaus von der Zuwanderung. „Wir rechnen mit einem zusätzlichen Bedarf von 400.000 Wohneinheiten jährlich, falls in den nächsten Jahren 3,6 Millionen Flüchtlinge nach Deutschland kommen“, sagt Heiko Stiepelmann, stellvertretender Hauptgeschäftsführer beim Hauptverband der Deutschen Bauindustrie. Daher werde die industrielle Fließbandproduktion von Häusern in Modulbauweise zunehmen. Für den Wohnungsbau sei ein Umsatzplus von bis zu sechs Prozent drin.
Dagegen leidet der Wirtschaftsbau weiter unter der Investitionszurückhaltung der Unternehmen. „Angesichts der verschlechterten Standortbedingungen in Deutschland investieren viele Betriebe lieber im Ausland“, sagt Stiepelmann. Das gilt vor allem für energieintensive Branchen wie die Chemieindustrie.
In dieser Branche hat wegen der hierzulande explodierenden Energiekosten ein regelrechter Desinvestitionsprozess eingesetzt. Kein Wunder, dass 28 Prozent der von ifo befragten Unternehmen im nächsten Jahr weniger investieren wollen als in diesem Jahr. Das größte Investitionshemmnis sehen sie in der wachstumsfeindlichen Wirtschaftspolitik der Bundesregierung. Mindestlohn, Energiekosten, Rente mit 63 und die Revision der Arbeitsmarktreformen aus der Schröder-Ära drücken auf die Investitionslaune der Unternehmen.
Dazu kommt, dass die Lohnstückkosten schon seit Jahren schneller als im Rest der Euro-Länder steigen. „Deutschland hat bereits ein Drittel des Vorteils an preislicher Wettbewerbsfähigkeit eingebüßt, den es sich in den ersten zehn Jahren der Währungsunion erarbeitet hat“, warnt Commerzbank-Chefökonom Krämer. Setzt sich das fort, könnte Deutschland das neue Spanien werden. Nach der Euro-Einführung hatte der für Spanien viel zu niedrige Einheitszins der Europäischen Zentralbank (EZB) dort einen gigantischen Konsum- und Immobilienboom ausgelöst, der später in der Krise endete.
Auch in Deutschland sind die Zinsen gemessen an der wirtschaftlichen Lage derzeit viel zu niedrig. In vielen Städten boomt der Immobilienmarkt. „Wenn die Preise weiter so schnell steigen, drohen in einigen Jahren Blasen“, warnt Krämer.
Was aber, wenn die Deutschland-Blase platzt? Ökonom Mayer prophezeit, dass dann die EZB eingreift und weiter billiges Geld zur Verfügung stellt. Um die Wirtschaft zu stützen, könnte sie allen Bürgern direkt Euro auf die Konten buchen. Dann könnten die Deutschen zwar noch mehr shoppen. Doch das Vergnügen wäre kurz. Auf den Konsumboom würde schon bald ein Inflationsboom folgen.