Hyperloop: Super-Schnellzug soll 2020 nach Europa kommen
So könnte er aussehen: Der Hyperloop-Prototyp der Studenten von der TU München.
Foto: PresseSchneller als ein Flugzeug und fast Schallgeschwindigkeit: Der Hyperloop ist das Transportmittel der Zukunft, glaubt man Visionären wie dem US-Milliardär und Hyperloop-Ideengeber Elon Musk. Mit bis zu 1200 Kilometer pro Stunde soll der Zug irgendwann Passagiere von A nach B bringen - quasi eine Rohrpost für Menschen. Während bisher nur in den USA an ersten Strecken gebaut wird, ist seit heute klar, dass der Hyperloop auch eine Zukunft in Europa hat.
Die slowakische Regierung hat eine Vereinbarung mit dem amerikanischen Start-up "Hyperloop Transportation Technologies" unterschrieben, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung des Unternehmens. Demnach seien mindestens zwei Strecken geplant: Bratislava-Wien und Bratislava-Budapest.
Was bisher rund zwei Stunden dauert, soll der Hyperloop in gerade einmal zehn Minuten möglich machen: ein Trip von der Hauptstadt der Slowakei nach Budapest. Vazil Hudka, Wirtschaftsminister der Slowakei, erhofft sich eine bessere Kommunikation. "Ein solches Transportsystem würde die grenzübergreifende Zusammenarbeit in Europa ankurbeln", so Hudka. Bis es so weit ist, werden aber wohl noch einige Jahre verstreichen.
Zunächst gehe es jetzt darum, eine Planungsgrundlage zu schaffen, sagt Dirk Ahlborn. Der Deutsch-Amerikaner hat Hyperloop Transportation Technologies 2013 gegründet. "Zusammen mit der slowakischen Regierung müssen wir klären, wo die besten Routen sind und welche baulichen Anforderungen anstehen", so Ahlborn. 2020 sollen dann die ersten Menschen im Hyperloop reisen können, hoffen die Beteiligten.
Der russische Oligarch Roman Abramowitsch, laut der "Forbes"-Liste der reichsten Menschen der Welt mit einem Vermögen von 7,6 Milliarden Dollar auf Platz 151, ist nicht nur Besitzer des FC Chelsea und teurer Gemälde, sondern auch ein Fan großer Schiffe. Neben der Yacht Pelorus, der Yacht L´Ecstasea und zwei U-Booten besitzt er mit der L´Eclipse (im Bild) die zweitgrößte Yacht der Welt. Das Schiff ist 163 Meter lang.
Foto: dpaAuf 50 Milliarden US-Dollar wird das Vermögen des mexikanischen Telekommunikationsunternehmers Carlos Slim (Rang 4 der "Forbes"-Liste) geschätzt. Das Soumaya-Museum in Mexiko City (im Bild) beherbergt seine Kunstsammlung mit einem geschätzten Wert von 700 Millionen US-Dollar. Slim gehört die größte Auguste-Rodin-Sammlung außerhalb Deutschlands - darunter die berühmte Statue "Der Denker".
Foto: dapdFußball ist in Deutschland ja ein verbreitetes Hobby. Dietmar Hopp (Mitgründer von SAP) ist allerdings nicht nur Zuschauer, sondern auch Sponsor des Bundesliga-Fußballvereins TSG 1899 Hoffenheim. Auf der "Forbes"-Liste steht er auf Rang 146 (7,9 Milliarden Dollar).
Foto: dpaEine chinesische Teetasse aus dem 15. Jahrhundert für 36 Millionen Dollar: Der Besitzer, Liu Yiqian (nicht abgebildet) verfügt über ein Vermögen von 3,4 Milliarden Dollar.
Foto: dpaLawrence Joseph Ellison, genannt "Larry", Gründer des Softwareunternehmens Oracle, ist einer der reichsten Menschen der Welt. Das "Forbes"-Magazin führt ihn für das Jahr 2016 mit einem Vermögen von 43,6 Milliarden US-Dollar auf Platz 7 der Liste der reichsten Leute der Welt.
Ellison, der Mathematik studiert hat, jedoch aufgrund eines Todesfalls in der Familie durch die Abschlussprüfungen fiel und deshalb die Uni ohne Abschluss verließ, ist Unterzeichner der "Giving Pledge": Er versprach, 95 Prozent seines Vermögens für wohltätige Zwecke einzusetzen. Ein teures Hobby kann er sich dennoch leisten: Ellison nimmt mit dem von ihm als "Oracle Racing" gegründeten Team "BMW Oracle Racing" am America´s Cup, einer Segelregatta, teil.
Dem Hedgefondsmanager Steven A. Cohen (12,7 Milliarden Dollar, Platz 72 der "Forbes"-Liste) gehört diese Skulptur ("Zeigender Mann" von Alberto Giacometti). Außerdem in seinem Besitz: Werke von Manet, Monet, Francis Bacon, Cézanne, Warhol, Gauguin, van Gogh, Roy Lichtenstein, Matisse, Modigliani, Picasso und Gerhard Richter.
Foto: REUTERSEin Weingut im Bordeaux (das Cheval Blanc) teilen sich Bernard Arnault und Baron Albert Frére. Frére ist Finanzinvestor, Arnault (Platz 14 auf der "Forbes"-Liste, 34 Milliarden Dollar Vermögen) Mehrheitseigner bei Christian Dior und Chef von LVMH. Ein großes Grundstück als Hobby gönnt sich auch Mark Zuckerberg (Facebook, 44,6 Milliarden Dollar Vermögen, Platz 6 auf der Forbes-Liste). Er kaufte sich im Norden der Insel Kauai (zu Hawaii) ein Grundstück für 120 Millionen Dollar.
Foto: APEin Vermögen von 10,7 Milliarden Dollar: Das ist Platz 94 auf der "Forbes"-Liste der Milliardäre. Der Mann, der diesen Platz einnimmt, besitzt dieses ungewöhnliche Fahrzeug: Es ist ein Lotus Esprit - das Unterwasserauto aus "James Bond 007: Der Spion, der mich liebte". Fast eine Million Dollar kostete das Gefährt, das Elon Musk (SpaceX, Tesla Motors) gehört.
Foto: REUTERSDer reichste Mann der Welt ist Bill Gates mit einem Vermögen von 75 Milliarden US-Dollar. Während Gates, Mitinitiator der "Giving Pledge", Teile seines Vermögens in Gemälde und Handschriften wie etwa den "Codex Leicester" von Leonardo da Vinci steckt (30,8 Millionen Dollar) und Golf und Bridge spielt, ist Microsoft-Mitgründer Paul Allen (Rang 40, 17,5 Milliarden Dollar) eher auf Abenteuer aus: Dieses Foto eines Wracks, vermutlich eines japanischen Kampfschiffes aus dem Zweiten Weltkrieg, schoss Allen auf einer Tauchfahrt in den Philippinen. Das Taucher-Hobby teilt Allen übrigens mit Amazon-Gründer Jeff Bezos (Rang 5, 45,2 Milliarden Dollar), der darüber hinaus 2007 den Betrag von 42 Millionen Dollar in "The Clock of The Long Now", eine Uhr, die die Zeit für 10.000 Jahr lang genau anzeigen soll, investiert hat.
Foto: APDa glitzert doch was am Handgelenk: Der privat eher unauffällig lebende Warren Buffett (Rang 3 auf der Forbes-Liste, 60,8 Milliarden US-Dollar), der seit 1958 im gleichen Haus in Omaha wohnt, 2010 Mitinitiator der "Giving Pledge" war und bereits 2006 versprochen hatte, 85 Prozent seines Vermögens an Stiftungen zu geben und damit für wohltätige Zwecke einsetzen zu wollen, trägt immerhin eine goldene Rolex. Das Modell soll nach Medienangaben im vier-bis fünfstelligen Preisbereich zu finden sein.
Foto: APMit dem Zeitplan ist das so eine Sache beim Hyperloop-Projekt: Im August 2013 stellte Musk seine Idee zum ersten Mal der Öffentlichkeit vor. Noch in diesem Sommer sollen Prototypen entwickelt von Studenten auf einer 1,6 Kilometer langen Teststrecke in unmittelbarer Nähe zur Firmenzentrale von SpaceX fahren. Einen genauen Termin gibt es aber noch nicht, wahrscheinlich wird es erst frühestens Anfang September so weit sein.
Mehr als testen und kräftig Werbung für das Projekt machen, will Musk aber nicht. Mittlerweile gibt es zwei Firmen mit fast identischem Namen, die sich der Sache angenommen haben: Hyperloop Transportation Technologies und Hyperloop Technologies. Beide Unternehmen bauen aktuell unabhängig voneinander Teststrecken in den USA.
Tesla ins All
Der schillernde Unternehmer will im Januar einen Tesla in die Mars-Umlaufbahn schicken. Das kündigte Musk am Wochenende auf Twitter an. Sein eigener roter Roadster solle dort „eine Milliarde Jahre lang“ kreisen und dabei „Space Oddity“ von David Bowie spielen. Motto der Aktion: „Rotes Auto für einen roten Planeten.“ Der Start, der von Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX durchgeführt wird, ist zugleich ein wichtiger Test der neuen Rakete „Falcon Heavy“.
Foto: dpa„Big Fucking Rocket“
Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX will Menschen bereits in sieben Jahren per Rakete auf den Mars schicken. Das Hatte Musk im September 2017 beim Internationalen Astronauten-Kongress im australischen Adelaide angekündigt. SpaceX plane derzeit die Entwicklung einer Mega-Rakete namens „Big Fucking Rocket“ (BFR), die frühestens 2024 ein bemanntes Raumschiff mit Platz für bis zu 120 Menschen auf den Roten Planeten bringen soll. Bereits 2022 würden zwei Raumschiffe technische Ausrüstung auf den Mars bringen, um das Überleben von Menschen zu ermöglichen, sagte Musk. Die Mars-Pläne von Musk sind nicht ganz neu. Bereits Ende September 2016 hatte er eine Besiedlung geplant.
Foto: SapceX,APMehrweg-Raketen
Es gilt als Meilenstein der Raumfahrt: Im Dezember 2015 kehrt mit der „Falcon 9“ erstmals eine Trägerrakete nach einer Mission heil und aufrecht zum Startplatz auf die Erde zurück. Nachdem sie elf Kommunikationssatelliten im All ausgesetzt hat, beschreibt sie in etwa die Bahn eines Kugelschreibers, der sich in der Luft um 180 Grad dreht. Auf dieser Kurve fliegt die „Falcon 9“ zurück und landet elf Minuten nach dem Start wieder in Florida. Im April 2016 bringt die „Falcon 9“ erstmals einen Frachter auf den Weg Richtung Raumstation ISS. Zuvor waren einige Versuche gescheitert.
Autopilot
Seit Oktober 2015 lässt der Elektroauto-Hersteller Tesla, an dessen Spitze Musk steht, seine Fahrzeuge automatisch die Spur und den Abstand halten. Außerdem sollen sie auch die Spur wechseln und einparken können. Kritik kommt an dem Fahrassistenz-System, als einige Monate später der erste Mensch bei einem Unfall in einem vom Computer gesteuerten Auto stirbt.
Autonomes Fahren
Im Oktober 2016 teilt Tesla mit, dass das Unternehmen als erstes in der Branche alle seine künftigen Fahrzeuge zu selbstfahrenden Wagen machen will. Dafür werden neu gebaute Autos mit der nötigen Technik für komplett autonomes Fahren ausgerüstet.
Super-Ladestationen
Die sogenannten „Supercharger“ brauchen rund 75 Minuten, um einen Tesla-Akku komplett aufzuladen und eine halbe Stunde für eine halbe Ladung. Ende 2017 gibt es laut Tesla 1.043 Supercharger-Stationen mit 7.496 Ladeplätzen.
Hyperloop
Mit einer „Hyperloop“ genannten Röhre will Musk irgendwann in der Zukunft per Unterdruck Passagiere mit nahezu Schallgeschwindigkeit wie eine Art Rohrpost transportieren. Im August 2013 stellt er seine Pläne für auf Luftkissen schwebende Kapseln vor. Das Vorhaben berechnet er mit bis zu 7,5 Milliarden US-Dollar.
Dabei steht das Projekt von Anfang an in der Kritik. Es geht weniger um technische Herausforderungen, sondern viel mehr um die Wirtschaftlichkeit: Der Bau von Hyperloop-Stationen sei viel zu teuer. Laut Elon Musk würden pro Mile Kosten von bis zu 11,5 Millionen Dollar anfallen. Um welche Summe es bei dem Hyperloop-Konzept in der Slowakei geht, haben die Verantwortlichen nicht mitgeteilt.
Der Vorstoß zeigt jedoch, dass das Vorhaben Hyperloop ohne staatliche Beteiligung nicht tragbar ist. Beide Unternehmen führen zurzeit Gespräche mit weiteren Ländern, vornehmlich aus dem asiatischen Raum. Die ersten Hyperloop-Strecken, da sind sich alle Beteiligten weitestgehend einig, werden außerhalb der USA ihren Betrieb aufnehmen.