Dorint: Die Hotelkette saniert sich zulasten von Anlegern
Zimmer sind morgens günstiger
Bei der Buchung ist Timing alles: Nicht einmal im Laufe eines Tages sind die Zimmerpreise konstant. Je früher am Tag die Buchungsanfrage gestellt wird, desto höher der Preis. Erst zwischen 17 bis 18 Uhr werden Reservierungen rückgängig gemacht, die per Kreditkarte geblockt wurden. Ab 17 Uhr sind Reservierungen also am günstigsten. Erneut teurer wird es am späten Abend gegen 21 Uhr, denn jetzt sind sich Hotels darüber bewusst, dass den Gästen die Alternativen auf eine Unterkunft für den nächsten Morgen vermutlich fehlen und nutzen diese komfortablen Position zu ihren Gunsten.
Quelle: Daily Mail
Foto: dpaFrische Bettlaken sind nicht inklusive
Viele Hotelgäste gehen davon aus, dass Bettlaken – genauso wie Kopf- und Bettdeckenbezüge täglich gewechselt werden. Das ist jedoch mehr als ein Trugschluss, wie die Webseite Bed Buig Registry offenlegt. Das Portal bietet kanadischen und US-amerikanischen Urlaubern den Raum, ihre Erlebnisse mit Bettwanzen zu teilen und andere Urlauber vor schmutzigen Laken zu warnen. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, verlangen Sie vor dem Check-in ausdrücklich nach frischen Bettlaken.
Foto: dpaKeime lauern nicht nur auf dem WC
Wie sauber ein Zimmer ist, machen wir gewöhnlich an dem Eindruck fest, den das Bad hinterlässt. Eine Vielzahl von Bakterien lauert allerdings nicht nur auf dem Toilettensitz, sondern auch an anderen Orten, wo sie viele nicht vermuten - nämlich auf der Fernbedienung oder dem Hauptlichtschalter, wie Forschungsergebnisse verschiedener US-amerikanischer Universitäten zeigen. Besonders überraschend ist das eigentlich nicht: Toiletten werden regelmäßig gereinigt, Fernbedienungen und Lichtschalter bleiben jedoch oft unbeachtet in dem straffen Putzplan der Zimmermädchen. Wischen Sie also vorsichtshalber noch mal drüber.
Foto: dpaTodesfälle sind nicht selten
Jacob Tomsky, Autor von "Wer eincheckt, hat verloren" und Insider des Hotelgewerbes, gab gegenüber "MailOnline Travel" offen zu, dass Todesfälle in Hotels nicht selten vorkommen. Hotelmanagern liegt viel daran, dass Gäste davon so wenig wie möglich mitbekommen. Schließlich ist es mehr als ein beklemmendes Gefühl, in dem gleichen Bett zu nächtigen, in dem der Verstorbene noch kurz zuvor lag - selbst wenn es ordnungsgemäß desinfiziert und gereinigt wurde.
Foto: dpaTrauen Sie Wassergläsern nicht
Auch "Fox News“ förderte eine unschöne Wahrheit zu Tage: der New Yorker Nachrichtensender ertappte zahlreiche Zimmermädchen dabei, wie sie benutzte Gläser mit einem zuvor für die anderen Räumlichkeiten verwendeten Putzlappen säuberten, anstatt sie gründlich mit Schwamm und Spülmittel zu reinigen. Auch bei Gläsern ist also Vorsicht geboten. Auf der sicheren Seite sind Gäste mit ungeöffneten Flaschen, die sie an der Rezeption anfordern können.
Foto: dpaVermittlungsportale sind teuer
Nicht nur das Timing spielt beim Buchen eine wichtige Rolle: auch der Anbieter, über den Sie das Zimmer reservieren, ist entscheidend. Von kostenfreien, landesweiten Kundenhotlines raten Experten der "Daily Mail“ ab. Zum einen, da diese nur in den seltensten Fällen die Rechte haben, den günstigsten Preis anzubieten. Zum anderen, da den Hotels viel daran liegt, die bis zu 30 prozentige Provision einzusparen, die sie an externe Buchungsportale entrichten. Ein besonders gutes Angebot können Sie herausschlagen, wenn sie sich im Vorfeld auf Online-Recherche begeben und das beste Angebot ausfindig machen. Der direkte Ansprechpartner geht vielleicht sogar noch mit dem Preis herunter, um sich die Gebühren für den Online-Anbieter zu sparen.
Foto: dpaÜberbuchung ist Standard
Um unerwünschte Gewinneinbußen durch Stornierungen zu vermeiden, verkaufen Hotels ihre Zimmer mehrfach – an unterschiedliche Gäste. Ein Sprecher von Travelodge versicherte "MailOnline Travel" jedoch, dass gerade einmal 0,2 Prozent der Gäste wegen Überbuchung in anderen Unterkünften untergebracht werden müssen. Noch „bessere“ Nachrichten gibt es für behinderte Gäste, Familien und alleinreisende Single-Frauen. Diese seien von Umdisponierungen nicht betroffen, so der Sprecher weiter.
Foto: FotoliaAusgebucht ist nicht gleich ausgebucht
Nicht nur Zimmer, die bereits vermietet sind, werden als ausgebucht gelistet. Oft sind sie nur wegen zerbrochener, fleckiger oder defekter Gegenstände für Gäste nicht verfügbar. Nachfragen lohnt sich also. Besonders dann, wenn Sie dringend eine Unterkunft suchen.
Foto: dpaStornierungen müssen nichts kosten
Ja, Sie lesen richtig. Mit einem simplen Trick können Sie sich teure Stornierungsgebühren sparen. Verschieben Sie Ihre Reservierung zunächst um eine Woche nach hinten. Rufen Sie dann ein bis zwei Tage später erneut an. Die Stornierung ist nun kostenlos. Beachten Sie allerdings, dass dieses Verfahren nur greift, wenn Sie direkt über den Anbieter gebucht haben.
Foto: dpaSchlüsselkarten sind nicht besonders sicher
Zwar ist der Zutritt für Unbefugte zu den Zimmern ohne die entsprechende Schlüsselkarte nicht möglich, jedoch laufen sie nicht unmittelbar nach der Rückgabe aus und sind in dieser Zeit noch in den Aufzügen benutzbar. Ungebetene Gäste können sich auf diese Weise ganz leicht Zutritt zu den oberen Geschossen verschaffen und interne Einrichtungen wie zum Beispiel Schwimmbäder unauffällig nutzen.
Foto: FotoliaDirk Iserlohe, 52, würde eher als Kapitän durchgehen denn als Mitinhaber einer hochpreisigen Hotelkette: Seine Haare sind halblang und leicht gewellt, er trägt Vollbart.
Die orangene Krawatte mit Paisley-Muster, die Iserlohe an diesem Sommertag in Köln trägt, die rötlichen Manschettenknöpfe und die kleine Ecke eines Einstecktuchs, die aus der Jacketttasche blitzt, wirken aus der Zeit gefallen. „Wenn man an der Reling steht, spritzt einem schon mal Wasser ins Gesicht“, sagt er und lehnt sich zurück.
Wasser bekommt er derzeit häufig ins Gesicht – und zwar aus mehreren Richtungen. Anleger, die über einst von Iserlohe betreute Fonds in Hotelimmobilien in München und in Augsburg investiert hatten, meinen, dass er sich auf ihre Kosten bereichert hat. Zwei Strafanzeigen wurden erstattet, die Staatsanwaltschaft in Köln ermittelt gegen ihn wegen Insolvenzverschleppung. Iserlohe weist die Vorwürfe als haltlos zurück.
Die Hotelkette Dorint, an der Iserlohe beteiligt ist, steckt seit fast zehn Jahren in der Krise. Dabei boomt die deutsche Hotellandschaft wenigstens seit 2009. Sowohl die Zahl der vermieteten Zimmer als auch die Preise sind seitdem jedes Jahr kräftig gestiegen, vor allem in großen Städten. Die auf Geschäftskunden ausgerichteten Dorint Hotels füllen sich aber vergleichsweise schlecht. Seit Jahren zahlt Dorint Pachten nicht pünktlich.
Profit mit 39 Hotels
Trotzdem hat das Unternehmen überlebt. Die Kette mit aktuell 39 Hotels profitierte davon, dass sie und die von ihr zum Betrieb der Hotels gepachteten Gebäude denselben Kapitän haben: Dirk Iserlohe. Bei der Dorint ist er zwar nicht Geschäftsführer, zieht als Miteigentümer aber die Fäden. Die Hotelimmobilien gehören regelmäßig geschlossenen Fonds, also privaten Anlegern. Viele dieser Fonds werden von Iserlohe gemanagt. Er konnte sich Pachten praktischerweise selbst stunden, wenn er es brauchte. Die Leidtragenden waren die Anleger.
Aber damit muss nun Schluss sein. Das sieht Iserlohe selbst so, zumindest sagt er es. Er hat ein Sanierungskonzept aufgesetzt, von dem alle profitieren sollen: Die Dorint-Kette und – mit Abstrichen – auch die Immobilienbesitzer, also die Fonds. Nur braucht er dafür erneut frisches Geld: Reiche Privatpersonen sollen bis zu 60 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Hält der Kapitän diesmal Kurs?
"Feiern Sie heute die Millionenverluste anderer Dorint-Anleger?"
Ein Junitag in Stuttgart. Dirk Iserlohe ist nach Stuttgart gereist, um den Geburtstag seines Flughafenhotels zu feiern. Vor dem Haus liegt ein roter Teppich. Luftballons in Dorints Unternehmensfarbe Blau tanzen im Wind. Der Sekt steht bereit. Komödiant und Dorint-Markenbotschafter Ingolf Lück ist auch da.
Iserlohe schüttelt im Innenraum fleißig die Hände seiner Gäste, als auf der gegenüberliegenden Straßenseite zwei Frauen ein Plakat ausrollen. „Dirk Iserlohe, feiern Sie heute die Millionenverluste anderer Dorint-Anleger?“, steht darauf. Der implizierte Vorwurf richtet sich an die ganze Unternehmensgruppe „Ebertz & Partner“, zu der auch Hotelbetreiber Dorint gehört.
Als Herbert Ebertz – auch als Mr. Dorint bekannt – in den Siebzigerjahren Ebertz & Partner (E&P) gründet, will er vor allem eines: geschlossene Hotelfonds auflegen.
Um durch möglichst gut kalkulierbare Pachteinnahmen die Fonds für Anleger attraktiv machen zu können, hat in der Regel Dorint die Hotels gemietet, an der Ebertz damals direkt beteiligt war. Die Pachten waren teilweise von Anfang an zu hoch oder ließen zumindest keinen Puffer für schlechte Zeiten. Doch Ebertz wollte nicht in erster Linie an den Hotels verdienen, sondern an den Fonds, etwa über Gebühren. „Ebertz & Partner war über Jahrzehnte ein Fondsinitiator mit angeschlossener Hotelabteilung“, sagt Iserlohe.
Das Konzept funktionierte. Viele reiche Privatpersonen stiegen bei den Hotelfonds ein. Darunter sind auch Prominente, wie der ehemalige Fußballnationalspieler Wolfgang Overath. Im Schnitt investierten die Anleger bei E&P 400.000 Euro.
Platz 12: Doha (Katar)
Der Finanzdienstleister Bloomberg hat die Preise von Hotels in 100 Städten weltweit verglichen. Auf Platz zwölf der teuersten Hotel-Städte weltweit landet Doha. In der Hauptstadt von Katar gibt es viele Hotels – Tendenz steigend. Grund dafür sind vor allem die Menschen, die zum Arbeiten in das Land kommen. Touristen müssen für eine Nacht in einem Hotel 223 Dollar bezahlen. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Anstieg von 1,3 Prozent. Reisende, die auf der Suche nach einem billigen Hotelzimmer sind, sollten diese Städte möglichst meiden. Denn es geht noch teurer...
Grundlage für die Bloomberg-Rechnungen waren die angebotenen Preise des Online-Reisebüros Expedia für den 1. bis 10. August dieses Jahres sowie den 1. bis 10. Februar 2016. Auf diese Weise sollten Ferien, Werbeaktionen und Tagungspreise berücksichtigt werden.
Quelle: bloomberg.com
Foto: dpaPlatz 11: London (Großbritannien)
227 Dollar pro Nacht in einem Hotel – in London ist gar nichts billig. Günstige Hotels musste Großbritanniens Hauptstadt nie bieten. Seit Jahren strömen die Touristenmassen auch so nach London. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Hotelpreise um 3,2 Prozent gestiegen. Verglichen wurden die Preise für ein Doppelzimmer für zwei Erwachsene, Hotelsterne wurden dabei außer Acht gelassen.
Foto: APPlatz 10: Hongkong (China)
Hongkong ist eine der attraktivsten Destinationen für Städtereisen. Reisende müssen allerdings bei der Hotelsuche tiefer in die Tasche greifen: 236 Dollar kostet ein Doppelzimmer im Durchschnitt (Anstieg: 2,3 Prozent). Angetrieben werden die Preise in den Städten, in denen es einen Mangel an zur Entwicklung bereitstehendem Land gibt und die Zahl der verfügbaren Zimmer begrenzt ist.
Foto: dapdPlatz 9: Los Angeles (USA)
Strand und Sonne, Stars und Sternchen – Los Angeles hat einiges zu bieten. Die Hotels sind im Vergleich zu anderen Metropolen der USA noch relativ günstig: 237 Dollar kostet eine Hotelübernachtung. Dennoch sind die Preise innerhalb eines Jahres um 23,8 Prozent nach oben geschossen. Bei den 5-Sterne-Hotels, die mit Spa, Sportklub oder Sportplätzen zu den luxuriösesten gehören, steht Los Angeles an zweiter Stelle. In dieser Kategorie kostet ein Zimmer 584 Dollar.
Foto: REUTERSPlatz 7 (1): Miami (USA)
Einen achten Platz gibt es laut Bloomberg nicht, dafür teilen sich zwei US-amerikanische Metropolen Rang sieben: Für 240 Dollar können Miami-Urlauber ein Hotelzimmer für eine Nacht finden. Viel teurer sind die Zimmer aber nicht geworden: die Preise sind um 1,8 Prozent gestiegen.
Foto: APPlatz 7 (2): Chicago (USA)
Der zweite siebte Platz geht an Chicago. Eine Hotelübernachtung kostet hier wie in Miami 240 Dollar, allerdings sind die Preise in den vergangenen Monaten deutlich gestiegen. Chicago ist ein teures Pflaster und das bekommen vor allem Hotelgäste zu spüren. Im Vergleich zum Vorjahr müssen sie um die 63,8 Prozent mehr bezahlen.
Foto: REUTERSPlatz 6: Tel Aviv (Israel)
Wer in die lebhafte Stadt in Israel reisen will, muss mehr Geld mitnehmen. Die Hotelpreise in Tel Aviv sind nämlich um 8,3 Prozent gestiegen. So kostet ein Doppelzimmer im Hotel pro Nacht 241 Dollar.
Foto: REUTERSPlatz 5: Zürich (Schweiz)
Jährlich reisen Millionen von Touristen nach Zürich. Allein im Mai 2015 betrug die Zahl der Hotelübernachtungen knapp mehr als 264.000. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Zimmerpreise kaum verändert. Mit 251 Dollar pro Nacht (0,6 Prozent Anstieg) ist Zürich die zweitteuerste Hotelstadt in der Schweiz. Nur eine andere Stadt in dem Land ist teurer.
Foto: dpaPlatz 4: Dubai (Vereinigte Arabische Emirate)
Der Burj Khalifa ist vom Al Qasr Hotel zu sehen: Der Tourismus am Golf boomt – allerdings hat ein Urlaub in der Wüstenstadt ihren Preis. 255 Dollar kostet eine Nacht in einem Hotel in Dubai. Im Vergleich zu 2014 ist das ein Anstieg von 6,4 Prozent.
Foto: REUTERSPlatz 3: Mailand (Italien)
Mailand ist nach Rom die zweitgrößte Stadt Italiens und ein wichtiges Zentrum der Finanz- und Modewelt. Kein Wunder also, dass die Hotelpreise auch sehr hoch sind – und sie werden noch höher. Im Vergleich zum Vorjahr sind sie bereits um 46,9 Prozent gestiegen. Eine Hotelübernachtung schlägt derzeit mit 271 Dollar zu Buche. Platz drei.
Foto: APPlatz 2: Genf (Schweiz)
Noch im vergangenen Jahr der Spitzenreiter und jetzt die Nummer zwei: In Genf beträgt der durchschnittliche Preis 292 Dollar pro Nacht. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Preise um 5,2 Prozent gestiegen. Die große Präsenz internationaler Organisationen, die Weltgesundheitsorganisation und die Vereinten Nationen zum Beispiel, treibt die Preise immer wieder nach oben. In der Luxus-Kategorie kann trotzdem keine Stadt so teuer sein wie Genf und hier muss man ein dickes Portemonnaie haben. In 5-Sterne-Hotels kosten Zimmer in der Schweizer Stadt im Durchschnitt 622 Dollar pro Nacht, wie die Daten von Bloomberg zeigen.
Foto: dpaPlatz 1: San Francisco (USA)
Die Golden-Gate-Bridge ist ein Magnet für zahlreiche Touristen: San Francisco ist die teuerste Stadt weltweit – zumindest, was die Kosten für eine Hotelübernachtung angeht. Dort zogen die durchschnittlichen Preise um satte 88 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 397 Dollar an. Gründe dafür sind vor allem der High-Tech-Boom, der wachsende Arbeitsmarkt und der Mangel an Hotels. Zum Vergleich: In New York sind die Hotelpreise um 13 Prozent gefallen. Dort kostet eine Übernachtung durchschnittlich 202 Dollar.
Foto: APDoch so ein Konstrukt, mit Hotelbetreiber und Fonds unter einem Dach, beinhaltet schon in der Theorie viel Sprengstoff: Das wäre so, als wenn der Vermieter einer Wohnung gleichzeitig der Interessenvertreter seiner Mieter wäre. Iserlohe ficht das nicht an, stellt allerdings heraus, dass die Konstellation „nicht selbst gewählt“, sondern von Ebertz so geerbt sei.
Es ist auch nicht so, dass Iserlohes Dorint stets auf Kosten der Fonds gelebt hat. Tatsächlich hat die Hotelkette anfangs hohe Fixpachten gezahlt. Nur ist das Verhältnis irgendwann gekippt. Erstens wurden Pachten nach und nach zum Vorteil von Dorint angepasst, und zweitens wurden Pachten einfach gestundet und so letztlich das Vermögen von Dorint und damit auch Iserlohe bewahrt.
2014 keine einzige pünktliche Pachtzahlung
Beispiel Dorint Augsburg. Im Jahr 2014 hat der Fonds nicht ein einziges Mal pünktlich die gesamte Pacht von Dorint erhalten. Im vergangenen Jahr musste der Fonds Insolvenz beantragen. Erst ein Verkauf der Immobilie vor wenigen Wochen brachte ausreichend Geld, um wenigstens die Gläubiger auszuzahlen. Die Fondsanleger hingegen, die Eigentümer der Hotelimmobilie also, verlieren.
Bestes Berg-Hotel
Die Seiser Alm bietet nicht nur Wanderwege für viele Tage, sondern mit der Adler Mountain Lodge auch ein modernes Hotel, das mit seiner Holzoptik in 1800 Höhenmetern an die Tradition gemahnt. Im Sommer warten Wiesen, im Winter Loipen auf die Gäste.
Foto: PRBestes Hotel am Meer
Die Hohwachter Bucht bei Kiel zählt zu den nicht ganz so bekannten Reisezielen der Ostsee. Das Herrenhaus Weissenhaus im Foto ist nur ein Teil des Urlaubshotels mit 62 Zimmern, einem ausgezeichneten Restaurant und dem Bootshaus-Pavillon, der direkt am Wasser liegt. Die 400 Jahre alte Siedlung ist nun ein Ort für Entspannung und Ausschlafen mit einem drei Kilometer langen Sandstrand.
Foto: PRBestes Luxus-Hotel
Den Stuck und die historischen Fresken und Holztüren eines venezianischen Stadtpalastes so zeitgemäß mit modernen Möbeln einzurichten, dass daraus ein harmonisches Ensemble wird - das hat das Amanresort Canale Grande in Venedig geschafft.
Foto: PRBestes Land-Hotel
Das Foto fasst es ganz gut zusammen: Hier ist man abgeschieden. Nicht allein liegt das Eremito Hotelito Del Alma dank der Lage in einem umbrischen Naturpark recht weit von einem Ort weg, nein, die massiven Mauern des Hotels mit nur 14 Zimmern halten auch recht zuverlässig den Mobilfunk draußen. Wer aufs Wlan ausweichen möchte: Gibt es nicht. Fernsehen? Fehlanzeige. Abschalten im Dampfbad und die vegetarische Küche genießen sind angesagt.
Foto: PRBestes Design Hotel
Die britische Designerin Kit Kemp hat mit dem Ham Yard Hotel ihr neuntes Hotel gestaltet. Die Bowling-Bahn ist nur eines der zahlreichen farbenfrohen Element, die dieses Hotel unweit des Piccadilly Circus auszeichnen. Zahllose Details in einer dennoch wohnlichen Atmosphäre kann der Gast entdecken. Im Sommer geradezu Pflicht: Der Besuch der üppig bewachsenen Dachterrasse.
Foto: Simon Brown
Foto: PRBestes Wellness-Hotel
Mit dem Begriff Wellness verbinden die meisten Menschen verwöhnen. Spätestens beim Frühstück im Lanserhof wird es den Gästen jedoch auffallen, dass es hier um die Gesundheit und Ernährung geht: Es gibt keinen Kaffee. Die Gäste des spektakulären Baus von Architekt Christoph Ingenhoven können sich neben Spa-Anwendungen vom medizinischen Team auf Herz und Nieren durchchecken lassen auf Basis der Kur von F.X. Mayr. Inklusive Kurkrise.
Foto: PRBestes Budget-Hotel
Das Mama Shelter in Istanbul gehört zu der gleichnamigen Kette, die auch in Paris, Bordeaux oder Los Angeles Zimmer anbietet. Mit Glück lässt sich eines für 99 oder 89 Euro die Nacht ergattern. Dafür bekommt der Gast eine bunte Inszenierung in 81 Zimmern mit zahlreichen Comic-Zitaten.
Foto: PRBestes City Hotel
Das Hotel Zoo auf dem Berliner Kurfürstendamm hatte bereits in den 1920er und 1950er Jahren glorreiche Zeiten, als die Stars wie Romy Schneider oder Sophia Loren im 1911 eröffneten Hotel während der Filmfestspiele dort wohnten. Nach der Renovierung knüpft das Hotel an seiner Vergangenheit an - unter anderem mit Requisiten aus dem Studio Babelsberg.
Foto: PRBestes Hotel außer Konkurrenz
Es ist das Boot "Lev Taifun", das die Gäste in gut zweieinhalb Stunden zum wohl einsamsten Hotel der Nordsee rüberschippert, dem Leuchtturm Roter Sand. Bei kräftiger See kann schon der Zugang über die sechs Meter hohe Außenleiter zum Abenteuer werden. Im Inneren wartet ein Zimmer mit neun Plätzen in Etagenbetten. Dazu ein kleines Bad und eine kleine Küche. Und von der Reling Seeblick ohne Ende. Die Nacht kostet 510 Euro pro Person inklusive Überfahrt.
Foto: dpaBestes Food-Hotel
Last but not least - der Koch Alexander Herrmann ist bekannt aus zahlreichen Fernsehsendungen und Autor mehrerer herausragender Kochbücher. Sein Heimathafen ist jedoch das Herrmann's Romantik Posthotel in Wirsberg, in dem er neben dem Gourmet-Restaurant noch ein Bistro führt.
Foto: WirtschaftsWocheIserlohe erwartet „aller Voraussicht nach“, dass die Anleger zehn Prozent zurückbekommen. Er sagt, das sei halb so wild: Frühere Entnahmen hätten Anlegern schon 40 Prozent Rückfluss gebracht. Inklusive möglicher Steuervorteile könnten sie es gar in die schwarzen Zahlen schaffen. Betroffene Anleger können die in Aussicht gestellten zehn Prozent aber nicht nachvollziehen. Sie rechnen auf Basis vorliegender Zahlen mit unter einem Prozent Schlusszahlung.
Pachtrückstände von 9,7 Millionen Euro
Andere Fonds bekamen die vereinbarte Pacht teilweise auch nicht vollständig. Insgesamt beliefen sich die Pachtrückstände aller Dorint-Hotels Ende 2015 nach Angaben von Iserlohe auf 9,7 Millionen Euro.
Eine vertragliche Grundlage gab es hierfür offenbar regelmäßig nicht: Der Wirtschaftsprüfer der Dorint vermerkt im Geschäftsbericht von 2014, dass die Pachtstundungen derzeit „lediglich aufgrund mündlicher Vereinbarungen gewährt beziehungsweise stillschweigend geduldet“ werden und Dorint auf die Stundungen angewiesen sei. Iserlohe sagt, dass die Pachtstundungen auch im Sinne der Fondsanleger gewesen seien. Wäre Dorint pleitegegangen, hätten die Fonds auf einer leeren Immobilie gesessen. Doch ein unabhängiger Fondsverwalter hätte vielleicht längst Ausschau nach einem solventeren Mieter gehalten.
Dass die namhafte Hotelkette überhaupt in eine solche Zwangslage kam, ist verwunderlich.
Die heutige Dorint ist entstanden, nachdem sich die alte Dorint 2007 von der Hotelkette Accor getrennt hatte. Ein Teil der Hotels ging dann auf die neue Dorint über, die mittelbar unter anderem Iserlohe gehört. Im Gegenzug dafür, dass Accor fortan nicht mehr hinter den langlaufenden Mietverträgen stand, zahlte die französische Kette rund 50 Millionen Euro.
Mit 40 Millionen Euro sind laut Iserlohe Verluste der Hotelkette ausgeglichen worden. Hierdurch habe Dorint seine Pachten noch zahlen und die Fonds Ausschüttungen an ihre Anleger tätigen können. Zehn Millionen Euro seien für Renovierungen verwendet worden. Die Geldspritze verpuffte also mehr oder weniger, ohne dass die Gruppe saniert wurde. 2013 bekam Dorint durch einen weiteren Deal mit Accor noch einmal 43 Millionen Euro. Dennoch zahlte Dorint weiterhin Pachten nicht pünktlich. „Doch mit dieser Finanzierungsart muss man jetzt aufhören. Sonst wird Dorint am Markt nicht als nachhaltiger Pachtvertragspartner ernst genommen“, sagt Iserlohe. „Bis Jahresende sind alle Außenstände beglichen.“
Das Urlaubsportal Trip Advisor hat ein Ranking der teuersten und günstigsten Reiseziele der Welt aufgestellt. Auf Platz drei der teuersten Ziele liegt: Paris. In der französischen Metropole kostet ein Hotelzimmer ohne Frühstück im Schnitt 327,80 Euro.
Die Studie wurde im Auftrag des unabhängigen Marktforschungsunternehmens Ipsos durchgeführt.
Foto: dpaEine Empfehlung der Experten ist das Hotel Augustin (Foto). Hier kostet ein Zimmer im Schnitt 163 Euro.
Foto: TripadvisorDie japanische Hauptstadt Tokio liegt auf Platz zwei der teuersten Ziele. Hier kostet ein Hotelzimmer ohne Frühstück im Schnitt 340 Euro.
Foto: dpaEine Empfehlung der Experten ist das Hotel Ryumeikan. Hier liegt der Durchschnittspreis für ein Zimmer bei 189 Euro.
Foto: TripadvisorNew York ist das teuerste Reiseziel der Welt. Im Schnitt müssen Besucher hier für ein Hotelzimmer ohne Frühstück sage und schreibe 439 Euro.
Foto: dpaEine Empfehlung der Experten ist das Hotel 414 in der Nähe des Time Square. Hier kostet ein Zimmer im Schnitt 316 Euro.
Foto: TripadvisorSan Jose in Costa Rica liegt auf Platz drei der günstigsten Reiseziele der Welt im Trip Advisor Ranking. Hier kostet ein Hotelzimmer im Schnitt 79 Euro. Eine Empfehlung ist das Hotel Casa Cambranes, wo ein Zimmer schon für 65 Euro zu haben ist.
Foto: TripadvisorDie russische Hauptstadt Moskau liegt auf Platz zwei der günstigsten Ziele: Hier kostet ein Zimmer im Schnitt 63 Euro.
Foto: dpaEine Empfehlung der Experten ist das Hotel Ibis Moscow Centre Bakhrushina, wo ein Zimmer schon für 57 Euro zu haben ist.
Foto: TripadvisorDie argentinische Hauptstadt Buenos Aires ist das günstigste Reiseziel im Vergleich von Trip Advisor. Hier bekommt man schon ein Zimmer für 37 Euro im Durchschnitt.
Foto: Handelsblatt OnlineEine Empfehlung der Experten ist das Tucuman Palace Hotel mit einem Durchschnittspreis von 37 Euro.
Foto: TripadvisorAb 2017 soll die Kette nach Steuern 4,6 Millionen Euro verdienen. Iserlohes Optimismus basiert auf einer einfachen Formel: Die Kosten fallen, der Umsatz steigt. So hat die Gruppe sich etwa von Objekten in Prag, Freising und Seefeld in Tirol getrennt, die nach Angaben von Iserlohe zusammen 3,4 Millionen Euro pro Jahr verbrannten. Hotelgebäude in Amsterdam, Potsdam und Neuss werden verkauft. Das soll bei Dorint zu einer Ergebnisverbesserung von drei Millionen Euro führen. Um weitere 1,5 Millionen Euro soll das Ergebnis steigen, indem Dorint künftig geringere Pachten für die Dorint-Hotels in Sulzbach, Bad Neuenahr und Dresden zahlt.
Honestis AG übernimmt Dorint
Davon profitieren soll eine neue Aktiengesellschaft mit dem Namen Honestis. Sie wird die Dorint übernehmen. Der Name Honestis, angelehnt ans lateinische Wort für „ehrbar“, bringt Kritiker zum Lachen. „Das ist schon ein starkes Stück“, sagt ein langjähriger Wegbegleiter. Iserlohe sei immer gut darin gewesen, Menschen für sich zu gewinnen: „Ich habe Anleger erlebt, die als Iserlohe-Kritiker in eine Anlegerversammlung reingegangen und als Iserlohe-Fan wieder rausgekommen sind.“ Auf der Wand in der Kölner Zentrale von E&P prangt das Unternehmensmotto: „Wir verdienen Ihr Vertrauen.“
Zimmer sind morgens günstiger
Bei der Buchung ist Timing alles: Nicht einmal im Laufe eines Tages sind die Zimmerpreise konstant. Je früher am Tag die Buchungsanfrage gestellt wird, desto höher der Preis. Erst zwischen 17 bis 18 Uhr werden Reservierungen rückgängig gemacht, die per Kreditkarte geblockt wurden. Ab 17 Uhr sind Reservierungen also am günstigsten. Erneut teurer wird es am späten Abend gegen 21 Uhr, denn jetzt sind sich Hotels darüber bewusst, dass den Gästen die Alternativen auf eine Unterkunft für den nächsten Morgen vermutlich fehlen und nutzen diese komfortablen Position zu ihren Gunsten.
Quelle: Daily Mail
Foto: dpaFrische Bettlaken sind nicht inklusive
Viele Hotelgäste gehen davon aus, dass Bettlaken – genauso wie Kopf- und Bettdeckenbezüge täglich gewechselt werden. Das ist jedoch mehr als ein Trugschluss, wie die Webseite Bed Buig Registry offenlegt. Das Portal bietet kanadischen und US-amerikanischen Urlaubern den Raum, ihre Erlebnisse mit Bettwanzen zu teilen und andere Urlauber vor schmutzigen Laken zu warnen. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, verlangen Sie vor dem Check-in ausdrücklich nach frischen Bettlaken.
Foto: dpaKeime lauern nicht nur auf dem WC
Wie sauber ein Zimmer ist, machen wir gewöhnlich an dem Eindruck fest, den das Bad hinterlässt. Eine Vielzahl von Bakterien lauert allerdings nicht nur auf dem Toilettensitz, sondern auch an anderen Orten, wo sie viele nicht vermuten - nämlich auf der Fernbedienung oder dem Hauptlichtschalter, wie Forschungsergebnisse verschiedener US-amerikanischer Universitäten zeigen. Besonders überraschend ist das eigentlich nicht: Toiletten werden regelmäßig gereinigt, Fernbedienungen und Lichtschalter bleiben jedoch oft unbeachtet in dem straffen Putzplan der Zimmermädchen. Wischen Sie also vorsichtshalber noch mal drüber.
Foto: dpaTodesfälle sind nicht selten
Jacob Tomsky, Autor von "Wer eincheckt, hat verloren" und Insider des Hotelgewerbes, gab gegenüber "MailOnline Travel" offen zu, dass Todesfälle in Hotels nicht selten vorkommen. Hotelmanagern liegt viel daran, dass Gäste davon so wenig wie möglich mitbekommen. Schließlich ist es mehr als ein beklemmendes Gefühl, in dem gleichen Bett zu nächtigen, in dem der Verstorbene noch kurz zuvor lag - selbst wenn es ordnungsgemäß desinfiziert und gereinigt wurde.
Foto: dpaTrauen Sie Wassergläsern nicht
Auch "Fox News“ förderte eine unschöne Wahrheit zu Tage: der New Yorker Nachrichtensender ertappte zahlreiche Zimmermädchen dabei, wie sie benutzte Gläser mit einem zuvor für die anderen Räumlichkeiten verwendeten Putzlappen säuberten, anstatt sie gründlich mit Schwamm und Spülmittel zu reinigen. Auch bei Gläsern ist also Vorsicht geboten. Auf der sicheren Seite sind Gäste mit ungeöffneten Flaschen, die sie an der Rezeption anfordern können.
Foto: dpaVermittlungsportale sind teuer
Nicht nur das Timing spielt beim Buchen eine wichtige Rolle: auch der Anbieter, über den Sie das Zimmer reservieren, ist entscheidend. Von kostenfreien, landesweiten Kundenhotlines raten Experten der "Daily Mail“ ab. Zum einen, da diese nur in den seltensten Fällen die Rechte haben, den günstigsten Preis anzubieten. Zum anderen, da den Hotels viel daran liegt, die bis zu 30 prozentige Provision einzusparen, die sie an externe Buchungsportale entrichten. Ein besonders gutes Angebot können Sie herausschlagen, wenn sie sich im Vorfeld auf Online-Recherche begeben und das beste Angebot ausfindig machen. Der direkte Ansprechpartner geht vielleicht sogar noch mit dem Preis herunter, um sich die Gebühren für den Online-Anbieter zu sparen.
Foto: dpaÜberbuchung ist Standard
Um unerwünschte Gewinneinbußen durch Stornierungen zu vermeiden, verkaufen Hotels ihre Zimmer mehrfach – an unterschiedliche Gäste. Ein Sprecher von Travelodge versicherte "MailOnline Travel" jedoch, dass gerade einmal 0,2 Prozent der Gäste wegen Überbuchung in anderen Unterkünften untergebracht werden müssen. Noch „bessere“ Nachrichten gibt es für behinderte Gäste, Familien und alleinreisende Single-Frauen. Diese seien von Umdisponierungen nicht betroffen, so der Sprecher weiter.
Foto: FotoliaAusgebucht ist nicht gleich ausgebucht
Nicht nur Zimmer, die bereits vermietet sind, werden als ausgebucht gelistet. Oft sind sie nur wegen zerbrochener, fleckiger oder defekter Gegenstände für Gäste nicht verfügbar. Nachfragen lohnt sich also. Besonders dann, wenn Sie dringend eine Unterkunft suchen.
Foto: dpaStornierungen müssen nichts kosten
Ja, Sie lesen richtig. Mit einem simplen Trick können Sie sich teure Stornierungsgebühren sparen. Verschieben Sie Ihre Reservierung zunächst um eine Woche nach hinten. Rufen Sie dann ein bis zwei Tage später erneut an. Die Stornierung ist nun kostenlos. Beachten Sie allerdings, dass dieses Verfahren nur greift, wenn Sie direkt über den Anbieter gebucht haben.
Foto: dpaSchlüsselkarten sind nicht besonders sicher
Zwar ist der Zutritt für Unbefugte zu den Zimmern ohne die entsprechende Schlüsselkarte nicht möglich, jedoch laufen sie nicht unmittelbar nach der Rückgabe aus und sind in dieser Zeit noch in den Aufzügen benutzbar. Ungebetene Gäste können sich auf diese Weise ganz leicht Zutritt zu den oberen Geschossen verschaffen und interne Einrichtungen wie zum Beispiel Schwimmbäder unauffällig nutzen.
Foto: FotoliaNicht ausgeschlossen also, dass Iserlohe es mal wieder schafft, frisches Geld für Honestis zu besorgen. Vermögende Privatpersonen aus Iserlohes Umfeld – „friends and family“ – sollen sich mit bis zu 60 Millionen Euro beteiligen. Iserlohe selbst will maximal 25 Prozent der Anteile halten.
Mit dem Geld will Iserlohe neue Herbergen eröffnen, aber auch die Fondsanteile von insgesamt drei Hotelimmobilien übernehmen.
Vorher will er aber die Pachten für diese Gebäude senken. Natürlich kauft Honestis laut Iserlohe nur „auf Basis nachhaltig erzielbarer Pachten“, damit die Neu-Investoren „über einen fairen Marktwert an der zukünftigen Entwicklung“ verdienen können. Die bisherigen Fondsanleger müssen also Einbußen hinnehmen, damit sich Neu-Investoren für Honestis finden lassen.
Ihnen soll die Chance winken, am Wiederaufstieg von Dorint zu verdienen. Iserlohe rechnet damit, dass der Dorint-Umsatz bis 2020 um zehn Prozent auf knapp 276 Millionen Euro steigt. Der Gewinn soll sich bis dahin verglichen mit 2015 auf 6,4 Millionen Euro fast verneunfachen. Neue Hotels sollen mehr Profit bringen als die alten, wie etwa die gerade erst eröffnete 4-Sterne-Residenz in Oberursel bei Frankfurt. Im Mittelpunkt steht eine 1911 im Fachwerkstil erbaute Villa, mit holzvertäfelten Wänden und goldenen Kronleuchtern. Daneben glänzt ein Neubau in Taunus-Quarzit-Naturstein. Das Hotel wird eingerahmt von einem zehn Hektar großen Park, der mit seinen prächtigen Kastanienbäumen, Sumpfeichen und uralten Mammutbäumen viel Stoff für Hochglanz-Prospekte bietet.
Geht der Plan auf, kommt Dorint 2020 auf 2,3 Prozent Umsatzrendite. Dieses Szenario unterstellt, dass es bis dahin nur bergauf geht. Der Hotelmarkt ist jedoch volatil. Die Auslastung schwankt mit der Konjunktur. Bei der geringen Marge braucht der Umsatz nur minimal zurückzugehen, um Dorint vermutlich wieder in die Verlustzone zu katapultieren.
Die Konkurrenz ist groß
Laut Fünfjahresplan kommen jedes Jahr mehr Gäste, und die zahlen auch jedes Jahr mehr für ihr Zimmer. Doch selbst an neuen Standorten ist das nicht ausgemacht. Das Dorint in Oberursel etwa ist zwar schön geworden, aber die Konkurrenz im direkten Umfeld von Frankfurt ist groß. Zwei etablierte Kempinski-Standorte, die wie Dorint auf Geschäftsleute setzen, sind in der Nähe. Zum Schlosshotel Kronberg ist es auch nicht weit.
In den ersten Wochen nach der Eröffnung lief das Geschäft denn auch gemischt. An einem Abend war die Bar wegen vieler Tagungsteilnehmer überfüllt. Am nächsten Abend war nur eine Handvoll Gäste da. An einem Sonntag gingen in zwei Stunden neun Torten weg, weil viele Oberurseler zum Kaffee vorbei kamen. Einen Sonntag später regnete es ununterbrochen. Die Terrasse war menschenleer.
Anmerkung der Redaktion: Eine erste Version dieses Artikels enthielt mehrere Fehler, die wir korrigiert haben. So stand dort, dass bei der Eröffnung des Airport-Hotels in Stuttgart der Dorint-Geschäftsführer Guido Riepe anwesend gewesen wäre. Dies war falsch. Zu den prominenten Fondsanlegern von Ebertz & Partner zählte auch nicht Michael Mronz, Lebenspartner des verstorbenen Ex-Außenministers Guido Westerwelle. Die Ebertz&Partner-Gruppe legt Wert auf die Feststellung, dass die Hotels in Amsterdam, Potsdam und Neuss gemeinsam nicht drei Millionen Euro Verlust gemacht haben (wie ursprünglich berichtet), sondern die Veräußerung der Objekte bei Dorint zu einer Ergebnisverbesserung von drei Millionen Euro führt. Wir bitten, die Fehler zu entschuldigen.